Nachwuchswerbung geht auch digital – Online-Plattform startet am 1. Februar

Korbach(pm). Anfang Februar gehen die Handwerkskammer Kassel und die Kreishandwerkerschaften Fulda, Hersfeld-Rotenburg, Kassel, Schwalm-Eder, Waldeck-Frankenberg und Werra-Meißner mit einem neuen Angebot für ihre Betriebe an den Start, mit dem sie Nachwuchskräfte und Praktikanten finden und für ihr Handwerk begeistern können. Denn angesichts der anhaltend hohen Zahl mit Covid-19 Infizierter ist kaum davon auszugehen, dass Nachwuchswerbung und Berufsorientierung wie gewohnt auf Veranstaltungen, in Betrieben und Schulen stattfinden kann.

Mit der Online-Plattform „Komm ins Team Handwerk“ schafft die Handwerksorganisation das Jahr über einen digitalen Begegnungsraum, in dem sich Schülerinnen und Schüler mit Betrieben verabreden und zu einem Gespräch treffen können. Los geht es direkt am 1. Februar mit einer ersten vierwöchigen Nachwuchswerbe-Aktion. Dabei bietet die Plattform von AKEYI neben der Terminvereinbarung zusätzliche Serviceleistungen, beispielsweise eine Erinnerungsfunktion, und ist komfortabel zu handhaben. Mit dem eigenen Logo und Fotos kann die Plattform auch als Teil des individuellen Ausbildungsmarketings der Betriebe dienen und künftig in deren eigene Website eingebunden werden. Die Botschafter für die Plattform sind Michael Allendorf und Ole Pregler, Bundesliga-Handballspieler der MT Melsungen, deren Kooperationspartner die Kammer ist.

„Mit unserer Online-Plattform machen wir unseren Betrieben ein Angebot, das auf der Höhe der Zeit ist, und holen so die jungen Menschen da ab, wo sie sich oft und gerne aufhalten, nämlich im Internet“ erklärte Heinrich Gringel, Präsident der Handwerksammer Kassel. „Wie alle anderen Wirtschaftsbereiche konnte auch das Handwerk in Nord-, Ost und Mittelhessen im vergangenen Jahr wegen der Corona-Pandemie weniger Ausbildungsverträge abschließen.“ Der Rückgang bei den neu eingetragenen Ausbildungsverträgen im Kammerbezirk mache deutlich, dass 2020 weder die reguläre Berufsorientierung in den Schulen noch die übliche Nachwuchswerbung von Handwerksorganisation und Handwerksunternehmen stattgefunden hat. „Das ist für unseren personalintensiven Wirtschaftsbereich keine gute Entwicklung, denn die Betriebe brauchen dringend Nachwuchs- und Fachkräfte.“ begründet Gringel die Aktion der Handwerksorganisation im Kammerbezirk. „Also können wir es uns nicht erlauben, in unseren Anstrengungen nachzulassen und dazu müssen wir coronabedingt digitaler werden.“

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„Die letzten Monate haben uns gezeigt, dass das Internet nicht mehr wegzudenken ist. Mit der Online-Plattform „Komm ins Team Handwerk“ werden wir die Digitalisierung im Handwerk noch weiter voranbringen. Unsere Betriebe haben sich von den Pandemie-Einschränkungen nicht entmutigen lassen. Nach wie vor sind immer noch Ausbildungsstellen im Handwerk frei – vielleicht nicht direkt vor der Haustür, vielleicht nicht immer im Wunschberuf vor Ort. Aber jeder Jugendliche kann einen Ausbildungsplatz in dem Beruf bekommen, den er sich vorstellt, wenn er ausbildungswillig, flexibel und ausbildungsfähig ist. Die Online-Plattform „Komm ins Team Handwerk“ gibt Schülerinnen, Schülern und Ausbildungsbetrieben die Möglichkeit untereinander digital zu kommunizieren“, betont Ulrich Mütze, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg.

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„Wir sind stolz, dass wir mit der Online-Plattform „Komm ins Team Handwerk“ auch in unserem Landkreis Waldeck-Frankenberg starten können. Das neue Angebot stärkt nicht nur die Imagekampagne des Handwerks, sondern auch das Handwerk in unserem Landkreis. Im Mittelpunkt der Kampagne stehen erfolgreiche und zufriedene Handwerksbetriebe. Wir wollen gemeinsam den Schülerinnen und Schülern zeigen, was Handwerk aus ihnen macht – stolz, zufrieden, selbstbewusst und gut gelaunt“, so Gerhard Brühl, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg.“ „Das ist ein tolles Angebot an alle, die sich für die Ausbildung in einem Handwerksberuf interessieren. Mit der Online-Plattform erhalten die Betriebe ein perfektes, für die Zielgruppe passendes Tool. Ich bin sicher, dass gerade die jüngere Generation, die mit dem Internet aufgewachsen ist, dazu einen schnellen Zugang findet“, sagt MT-Profi Michael Allendorf (34). Ole Pregler, mit 18 Jahren eines der größten Talente im deutschen Handball, kann seinem Teamkameraden nur zustimmen: „Wenn ich mich über etwas informieren will, ist das Internet meine erste Quelle. Bei den Handwerksberufen stelle ich mir vor, dass die digital sogar noch eindrucksvoller und vielfältiger präsentiert werden können, als zum Beispiel auf einem Messe- oder Infostand. Ich werde auf jeden Fall mal die Online-Plattform anklicken.“

Die Einsatzmöglichkeiten der Plattform sind vielfältig. Im Lauf des Jahres sind nicht nur Begegnungen mit jungen Menschen geplant, die einen Ausbildungs- oder Praktikumsplatz suchen, sondern auch digitale Elternabende, eine Beteiligung an der Berufsorientierung im Schulunterricht, der Kontakt zu Studienzweiflern, individuelle Aktivitäten mit den Netzwerkpartnern sowie spezielle Aktionen der einzelnen Kreishandwerkerschaften. Für ihre Teilnahme können sich Betriebe auch weiterhin unter www.komminsteamhandwerk.de direkt auf der Plattform registrieren. Für sie und für alle an einer Ausbildung im Handwerk Interessierten ist deren Nutzung kostenfrei. Ansprechpartnerin bei der Handwerkskammer Kassel ist Nicole Krispin, Mitarbeiterin des Projekts „Passgenaue Besetzung“, das durch das Bundeswirtschaftsministerium und den Europäischen Sozialfonds gefördert wird: Telefon 0561 7888-183, nicole.krispin@hwk-kassel.de.Ansprechpartner bei der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg ist Geschäftsführer Kai Bremmer, Tel.: 05631 9535-151, bremmer@khkb.de.

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