Neue „durchsichtige und durchlässige“ Friedhofsmauer in der Bubenhäuser Straße fertiggestellt

Bad Wildungen(pm). Nachdem die alte, ca. 100 Jahre alte Friedhofsmauer in der Bubenhäuser Straße vor zwei Jahren offenkundig instabil war und umzustürzen drohte, wurde zunächst der besonders marode Abschnitt gesichert und abgesperrt.

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Nach genauerer Prüfung wurde sehr schnell klar, dass eine Sanierung der teilweise auch schon bröseligen Mauersteine viel zu aufwändig und kostspielig sein würde. Daher wurde sehr rasch in Erwägung gezogen, die alte marode Mauer abzureißen und durch eine völlig neue und gestalterisch anspruchsvollere Variante zu ersetzen.

So entstand bei den beiden Mitarbeitern des Bauamtes, Hans-Jürgen Kramer und Roland Bockhorn, die Idee, die neue Friedhofsbegrenzung aus einer Kombination mit niedriger Mauer und „durchsichtigen“ Zaunelementen zwischen den Pfeilern zu planen. Zunächst wurde im Sommer 2018 ein neues Modell-Mauerfeld im Maßstab 1 zu 1, vor Ort in der bestehenden Mauer errichtet. Auf der Basis dieses Modells wurde geplant, grechnet, Kosten ermittelt und die Gremien eingeschaltet. Schließlich baut man eine ca. 300m lange Mauer nicht mal nebenbei im Tagesgeschäft.

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Die mögliche Finanzierung über Gelder aus der sogenannten „Hessenkasse“ wurde verwaltungsintern sehr schnell auf den Weg gebracht, so dass nach Etatisierung der Mittel das Projekt ab dem Sommer 2019 realisiert werden konnte. Nach der Winterruhe 2019/20 wurden im Frühsommer dieses Jahres die Ausfugungsarbeiten, die nur bei warmen und trockenen Wetter ausgeführt werden können, durchgeführt. Immerhin ist die Mauer ca. 300m lang und besteht aus fast 100 Zaunfeldern..
Insgesamt ca. 1.000 Pfeilersteine, ca. 700 Abdeckplatten und ca. 16.000 Mauersteine wurden verbaut.

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Zudem entstand im Zuge des Neubaus auch eine neue Querung von der Itzelstraße über den Gertraud-Muck-Weg und über die Bubenhäuser Straße in den Hauptfriedhof hinein. Dadurch ist der Hauptfriedhof nicht nur optisch durchlässiger geworden, sondern auch fußgängertechnisch optimiert worden. Städtebaulich ein großer Gewinn für die Stadt und ihre Bevölkerung. Die Kosten werden ca. 470.000 € betragen und mit etwa 400.000 € aus der Hessenkasse bezuschusst.

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