Waldeck-Frankenberg/Hemfurth. Als Zeichen des Dankes für die Leistungen von Veteraninnen und Veteranen veranstaltet der Landkreis Waldeck-Frankenberg in diesem Jahr zum ersten Mal eine zentrale Veranstaltung: Gemeinsam mit der Edersee-Touristik zeigt er eine virtuelle Fotoausstellung der Fotografin Daniela Skrzypczak. Diese startet am 21. Juni um 14 Uhr mit einer Vernissage im Besucherzentrum an der Edersee-Sperrmauer in Hemfurth, wo sie bis zum 4. Juli kostenfrei für alle Interessierten gezeigt wird.
Gesichter des Lebens sichtbar machen
Das Fotoprojekt, das bereits in verschiedenen Ausstellungen – unter anderem beim bundesweiten Veteranentag im vergangenen Jahr in Berlin und im Landtag von Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf – gezeigt wurde, würdigt Veteraninnen und Veteranen in eindringlichen Porträts und dokumentiert emotionale Momente ihres Lebens. Ziel ist es, dadurch die Menschen selbst sichtbar zu machen. „Mit der virtuellen Fotoausstellung wollen wir die Geschichten der Veteraninnen und Veteranen in den Mittelpunkt rücken“, sagt Landrat Jürgen van der Horst anlässlich des ersten Veteranentages des Landkreises.
Für die Verleihung gilt die Veteranendefinition der Bundeswehr: Veteranin oder Veteran der Bundeswehr ist, wer als Soldatin oder Soldat der Bundeswehr im aktiven Dienst steht oder aus diesem Dienstverhältnis ehrenhaft ausgeschieden ist, also den Dienstgrad nicht verloren hat.
„Die Porträts zeigen eindrücklich, welche Lebensgeschichten, Verletzungen und Hoffnungen die Menschen mitbringen. Als Landkreis ist es uns ein Anliegen, diesen Einsatz für Freiheit, Demokratie und Zusammenhalt sichtbar zu machen, Verständnis zu fördern und das Gespräch in unserer vielfältigen Gesellschaft zu stärken.“
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Der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese betont weiter: „Um dieses Engagement auf Kreiseibene deutlich zu machen, veranstalten wir in diesem Jahr zum ersten Mal eine zentrale Veranstaltung zum Veteranentag. Als Tag des Respekts, der Anerkennung und der Begegnung stellt er ein Zeichen der Wertschätzung für die Menschen dar, die sich unter hohem persönlichem Einsatz für Sicherheit und Frieden eingesetzt haben.“
Fotografie schafft Begegnung
Auf die Frage, wie ihr Fotoprojekt „Gesichter des Lebens“ entstanden ist, beschreibt die Fotografin Daniela Skrzypczak ihren Weg: Ein Impuls kam von ihrem Sohn, der selbst 13 Jahre Soldat bei der Bundeswehr war. Er regte sie an, Kameradinnen und Kameraden fotografisch zu porträtieren. Die Auseinandersetzung mit den Folgen von Einsätzen — seelische und körperliche Verwundungen, die Unfähigkeit, den bisherigen Beruf auszuüben, und die Herausforderungen im Alltag — bewegte die Fotografin dann dazu, den Menschen der Bundeswehr mit ihrer Fotografie Sichtbarkeit und Wertschätzung zu geben. „Die unterschiedlichen Fotoausstellungen sollen Gespräche und Verständnis fördern“, sagt Daniela Skrzypczak. „Fotografie schafft
Begegnung. Begegnung schafft Gespräch. Gespräch schafft Verständnis. Verständnis schafft das WIR.“
Begleitung der deutschen Mannschaft bei den Invictus Games 2023
Fotografie kann Veteraninnen und Veteranen dabei unterstützen, traumatische Erlebnisse besser zu verarbeiten. Daniela Skrzypczak berichtet, dass nach einem Shooting ein Teilnehmer zu ihr sagte: „Dani, durch deine Fotografie habe ich jetzt die Möglichkeit zu sehen, dass ich doch noch fühle. Das beschreibt es sehr gut. Ich halte Momente eines Lebensabschnitts fest.“ Ein großer Meilenstein für Daniela Skrzypczak war die fotografische Begleitung der deutschen Mannschaften bei den Invictus Games 2022 und 2023, dem weltweit größten Sportevent für Einsatzgeschädigte. „Diese Momente sind einmalig und bleiben durch die Fotografie und die entstehenden Bildbände als einmalige Erinnerungen bestehen.“
Vernissage, Ausstellung, Veteranen-Wanderung und Krad-Tour
Sichtbar werden diese in der Fotoausstellung „Gesichter des Lebens“, die am 21. Juni um 14 Uhr im Besucherzentrum an der Edersee-Sperrmauer in Hemfurth offiziell eröffnet wird. Interessierte sind hierzu herzlich eingeladen. Vom 21. Juni an wird die Ausstellung dann für zwei Wochen bis zum 4. Juli im Besucherzentrum zu sehen sein. Alle Gäste sind herzlich willkommen und können sie kostenfrei besuchen – und zwar täglich während der Öffnungszeiten des Besucherzentrums von 11 bis 18 Uhr. Der letzte Einlass in die Ausstellung ist täglich um 17.30 Uhr.











