Mathias-Bauer-Schule: Jüdisches Museum Berlin on Tour

Bad Wildungen. Seit mehr als 15 Jahren kommt das Jüdische Museum Berlin mit JMB on.tour zu Schülerinnen und Schülern in ganz Deutschland. Eine Station der mobilen Ausstellung war am 5. März die Mathias-Bauer-Schule in Bad Wildungen. Die Ausstellung vermittelt Inhalte zur jüdischen Religion und Kultur und zur jüdisch-deutschen Geschichte und Gegenwart: zur Tora und dem Talmud, zu den Speisegesetzen, der Kaschrut, zum Ruhetag Schabbat, zu jüdischen Orten, zur Bedeutung von Migrationsgeschichten für das heutige jüdische Leben in Deutschland sowie jüdische Perspektiven auf den Holocaust und Formen der Erinnerung. Die Ausstellung wurde von Katharina Erben und Ines Meyer-Kormes begleitet. Die beiden freiberuflichen Vermittlerinnen der Wanderausstellung erklärten im Dialog mit den Schülerinnen und Schülern der Abschlussklasse der Mathias-Bauer-Schule anhand der mehr als 40 Exponaten was ein zerbrochenes Glas, eine Packung Fromms-Kondome oder ein Fußballtrikot mit Judentum zu tun hat, oder welche Speisevorschriften für Juden relevant sind. Was Kippa und Gebetsschal bedeuten und wie Künstler, Literaten und Philosophen die deutsche Geschichte mitgestaltet haben. Zur Ausstellung gehört auch ein Palästinenser Tuch und ein Ölzweig, denn auch muslimische Schülerinnen und Schüler nehmen an den Workshops und dem Besuch der Ausstellung teil. Dazu Katharina Erben vom JMB on Tour: Wir werden von den muslimischen Schülern sehr freundlich begrüßt, denn das Judentum und der Islam haben viele Gemeinsamkeiten.“ Laura Schneider, Klassenlehrerin der Abschlussklasse sagte: „ Wir werden im Unterricht die Erkenntnisse und Eindrücke nochmal nacharbeiten, denn Vieles war so nicht bekannt. Das Judentum wird zwar im Religions- und Ethik Unterricht behandelt, aber nicht in dieser Tiefe.“

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