Frankenberg(Manfred Weider). Die Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V., Sektion Waldeck-Frankenberg (GSP) lädt zu ihrem zweiten Vortrag über die „Sicherheitslage Ostsee“ am Dienstag, 24. März um 19:30 Uhr in das Burgwaldkasino ein. Prof. Dr. Christian Führer titelt seinen Vortrag: „Effektivität im hohen Norden – Finnlands“ Sicherheitskonzept“. Mit seinem NATO-Beitritt hat sich Finnland 2023 von seiner traditionellen Neutralitätspolitik zwar verabschiedet, die Grundpfeiler seines Sicherheitskonzepts aber kaum angetastet. Kernstück dieses Sicherheitskonzepts ist die Idee der „totalen Landesverteidigung“, die auf einer konsequenten Wehrpflicht und einem breiten Potenzial gut ausgebildeter Reservisten, aber auch auf einer glaubhaften Territorial- und Zivilverteidigung ruht. Grundlage von alledem ist eine tiefe Verwurzelung der Streitkräfte in der Bevölkerung, die alle sozialen Schichten und politischen Lager einschließt und letztlich auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt im Land nachhaltig stärkt. Der reichhaltig bebilderte Vortrag stellt das finnische Sicherheitskonzept in seiner ganzen Breite vor und diskutiert, inwieweit es dem Land mit seinen nur 5,5 Mio. Einwohnern durch dieses Konzept gelingt, eine glaubhafte Abschreckung gegenüber einem zunehmend aggressiver auftretenden Russland aufrechtzuerhalten.
Mit diesem Vortrag bietet die GSP auch die Gelegenheit Kenntnisse zu bekommen, die für die Diskussion einer Wehrpflicht in Deutschland hilfreich sind. Prof. Dr. Christian Führer veröffentlich regelmäßig Artikel zu aktuellen sicherheitspolitischen Themen. Schwerpunkte seiner Arbeit sind hier neben den USA und dem ostasiatischen Raum vor allem die skandinavischen Staaten.
Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei.
Finnlands Sicherheitskonzept

