Historischer Dorfrundgang Goldhausen

Geschichte hautnah erleben – Historischer Ortsrundgang in Goldhausen

 

Korbach-Goldhausen: Der Waldeckische Geschichtsverein e.V. – Bezirksgruppe Korbach und der Ortsbeirat Goldhausen mit den örtlichen Vereinen laden zu einem Rundgang durch die Ortsgeschichte Goldhausens am Samstag, den 24. Juni 2017, ein.

 

Geschichte hautnah erleben, so heißt die Devise der Bezirksgruppe Korbach des Waldeckischen Geschichtsvereins. Der Ortsbeirat Goldhausen, die ortsansässigen Vereine und die Goldhäuser Bürger haben sich auf eine historische Zeitreise gemacht, recherchiert und Texte zur Historie Goldhausens gesammelt und erstellt. Reichhaltige Entdeckungen warten auf Sie.

 

Am Samstag, den 24. Juni 2017, steht die Geschichte Goldhausens im Fokus. Treffpunkt ist um 14.00 Uhr am Dorfgemeinschaftshaus. Auf dem Programm stehen u.a. die Geschichte des Eisenbergs mit Burg, Schloss und Georg-Viktor-Turm, der Klusenberg, die Schule, das Feuerwehrhaus, der Dorfbrunnen, das Backhaus, das Dorfgemeinschaftshaus, das ehemalige Zechenhaus und der Goldbergbau. Anekdoten runden die Führung ab, wie das Wunder von Büddefeld oder die Geschichte von „Tantes Pett“. Viele spannende und interessante Dinge gibt es zu entdecken. An Geschichte(n) hat Goldhausen viel zu bieten – denn Goldhausen und der Eisenberg bieten mehr als nur eine schöne Aussicht.

Der Ort Goldhausen entstand um 1426 als Bergarbeitersiedlung, die 1541 erstmals urkundlich als „Goldhusen“ Erwähnung findet. 1248 wird das am Eisenberg liegende Goldbergwerk durch Bischof Albertus von Regensburg erstmals erwähnt, 1345 erstmals die Burg Eisenberg, die sich ab 1421 im Besitz der Waldecker Grafen befand. 1520 beginnt Graf Philipp III. mit dem Ausbau zu einem Schloss. Nachdem der Goldbergbau während des 30jährigen Krieges (1618-1648) zum Erliegen kam, wandelte sich der Ort zu einer ärmlichen Bauernsiedlung. Das Leben war geprägt von Entbehrungen – die Einwohner hatten sich dem Ackerbau zugewendet. Die Lage der Bewohner verbesserte sich erst, als 1814 Fürst Heinrich Georg einen Teil der Ländereien der Meierei auf dem Eisenberg an 12 Einwohner aus Goldhausen verpachtete. Schachteingänge und Schutthalden, über die inzwischen Gras gewachsen ist und das Besucherbergwerk, zeugen heute noch von der Zeit des Goldabbaus. Der Eisenberg gilt noch heute als die größte Goldlagerstätte Deutschlands. Goldhausen zählt heute rund 300 Einwohner und gehört seit dem 1. Juli 1970 zur heutigen Kreis- und Hansestadt Korbach.

Nach der Ortsbegehung findet ab ca. 16.15 Uhr ein gemütliches Beisammensein auf dem Goldhäuser Festplatz statt. Für Kaffe, Kuchen, Getränke und Speisen vom Grill ist gesorgt. Auf dem Festplatz „Am Gruggelbusch“ sind überdies alte Bilder zu sehen.