Pflanzen, Rezepte und Geschichten von den Johannitern bis heute
Burgwald-Wiesenfeld. Vom 1. bis 24. Dezember öffnet sich jeden Tag ein Türchen aus dem Kräutergarten an der Wiesenfelder Johanniterkirche. Dahinter steckt mal eine Pflanze, mal ein Rezept, mal ein Stück Ortsgeschichte: vom „Wärzegoarde“, dem Würzgarten der Johanniter, über die Hugenotten- und Waldenserfamilien, die 1755 nach Wiesenfeld kamen, bis zur Neuanlage des Gartens 1988. Dazu kommen Rezepte für die Adventszeit – Kräutersalz zum Verschenken, Lavendelzucker für die Weihnachtsbäckerei, ein Würzstrauß für die Weihnachtsgans. Der Kalender ist ohne Anmeldung offen: in der App des Kräutergartens ganz oben auf der Startseite und im Netz unter kräutergarten.app/advent. Jedes Türchen lässt sich per WhatsApp weitergeben. Wer möchte, holt sich die 24 Türchen als Termine in den eigenen Kalender oder bekommt jeden Montag per E-Mail das Rezept der Woche aus dem Garten, im Advent zusammen mit den Türchen der Woche.
„In einem alten Kräutergarten steckt Wissen, das über Generationen weitergegeben wurde – aber kaum irgendwo aufgeschrieben ist“, sagt Dirk Piston aus Wiesenfeld, der die App entwickelt hat. „Die App hält dieses Wissen fest und macht es jedem zugänglich, der am Beet steht.“ Hintergrund. Die App des Kräutergartens gibt es seit diesem Herbst. Sie beschreibt rund 100 Heil- und Küchenkräuter des Gartens mit Steckbrief und Lageplan, dazu 75 Rezepte und überliefertes Heilpflanzenwissen – kostenlos, ohne Anmeldung und ohne App-Store. Der Garten an der frühgotischen Johanniterkirche wurde 1988 zur 750-Jahr-Feier des Dorfes wieder angelegt und wird ehrenamtlich gepflegt; seit 1991 feiert Wiesenfeld rund um den Garten alle drei Jahre den Kräutermarkt.
Links
Adventskalender: kräutergarten.app/advent
Der Garten: kräutergarten.app/garten.html
Die App: wiesenfeld.kräutergarten.app



