Neue Chancen in der Ausbildung: Betriebliche Fachpraktiker-Modell startet in der Region

Waldeck-Frankenberg. Nicht jeder Ausbildungsweg verläuft geradlinig. Für Jugendliche, denen die Anforderungen einer regulären Ausbildung zu hoch sind, bietet die betriebliche Fachpraktikerausbildung eine passende Alternative. Sie richtet sich an junge Menschen mit Förderbedarf oder Behinderung und ermöglicht einen anerkannten Berufsabschluss mit intensiver Unterstützung. Die Ausbildung erfolgt überwiegend im Betrieb, praxisnah und individuell angepasst. Dabei werden die Jugendlichen von Anfang bis Ende umfassend begleitet: von der Suche nach einem passenden Ausbildungsbetrieb über die Unterstützung beim Erstellen der Bewerbungsunterlagen bis hin zur Begleitung während der gesamten Ausbildungszeit und darüber hinaus. Ergänzend erhalten die Auszubildenden Unterstützung durch qualifizierte Ausbilder und sozialpädagogische Begleitung. Möglich ist die Ausbildung in verschiedenen Handwerksberufen, darunter Friseur, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Metallbau, Kraftfahrzeugtechnik, Maler und Lackierer, Holzverarbeitung sowie Elektronik. Ziel ist eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt. Auch Betriebe profitieren: Sie gewinnen motivierte Nachwuchskräfte und werden durch finanzielle Förderangebote sowie fachliche Begleitung unterstützt.

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„Viele junge Menschen scheitern nicht an der Motivation, sondern an den Rahmenbedingungen. Mit der betrieblichen Fachpraktikerausbildung schaffen wir genau die Unterstützung, die sie brauchen, um ihren Weg im Beruf zu gehen“, sagt Nora Kussberg, Projektverantwortliche beim Berufsförderungswerk des Handwerks. Maria Djambazov, Operative Leitung BFH gGmbH, ergänzt:
„Die betriebliche Fachpraktikerausbildung ist ein innovativer Ansatz und startet als Pilotprojekt im Raum Waldeck-Frankenberg. Besonders ist die enge Verzahnung von Betrieb, individueller Begleitung und aktiver Vermittlung – so entsteht eine echte Brücke zwischen Jugendlichen und Unternehmen. Mit der richtigen Unterstützung entwickeln sich die Jugendlichen Schritt für Schritt und werden zu verlässlichen Mitarbeitenden in den Betrieben.“

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Eltern, Lehrkräfte und Angehörige, die Jugendliche auf diesem Weg unterstützen möchten, können sich gerne informieren und beraten lassen: Nora Kussberg steht als Ansprechpartnerin für Fragen, Informationen und persönliche Gespräche zur Verfügung. Telefon: 05631 / 9535 – 183, E-Mail: kussberg@bfh-korbach.de. Gefördert aus Mitteln der Ausgleichsabgabe durch das Hessische Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales sowie den Landeswohlfahrtsverband Hessen – Integrationsamt.

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