Begleitende psychiatrische Dienste von Vitos-Haina besucht

Haina(pm). Die Vizepräsidentin Dr. Daniela Sommer, die gleichzeitig gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion und heimische Abgeordnete ist, besuchte gemeinsam mit der Staatssekretärin Manuela Strube die Vitos begleitenden psychiatrischen Dienste Haina. Das Treffen fand mit dem Geschäftsführer Dr. Philipp Kirchner, dem Regionalleiter Erwin Gruber und dem Team in der Apartmentanlage der Vitos Besonderen Wohnform Haina (SGB IX) statt, in der 62 Menschen leben. Alle Bereiche sind barrierefrei und behindertengerecht. Betreut werden dort Menschen mit seelischer Behinderung und individuellen Betreuungsbedürfnissen, die kontinuierlicher Unterstützung bedürfen. Besonderen Wert wird daraufgelegt, dass alle Klientinnen und Klienten personenzentriert unterstützt werden. Mitarbeitende verschiedener Berufsgruppen, darunter Pflegefachpersonen, Sozialarbeiter/-innen und Assistenzkräfte, unterstützen die Klient/-innen bei Bedarf rund um die Uhr. Die Bedürfnisse und Wünsche zur individuellen Lebensgestaltung werden dabei in den Fokus gerückt und sollen so weit wie möglich berücksichtigt werden. Das Ziel der personenzentrierten integrierten Teilhabeplanung ist, die Klienten in ihren Aktivitäten zu unterstützen und die vorhandenen Fähigkeiten zu erhalten und zu fördern.


Die Hilfe wird flexibel organisiert, sodass Art und Umfang dem Bedarf entsprechend verändert und die Person in ihrem Lebensumfeld integriert bleiben kann, da sich bei den Betroffenen oftmals im Krankheitsverlauf der Hilfebedarf verändert. Erwin Gruber erläutert: „Von entscheidender Bedeutung für den Erfolg von Eingliederung, Rehabilitation und Behandlung ist die Berücksichtigung der menschlichen Grundbedürfnisse nach sozialer Verwurzelung und die Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes.“ In der Einrichtung werden außerdem Menschen mit einem Unterbringungsbeschluss nach §1831 BGB im beschützten Rahmen versorgt. Daniela Sommer und Manuela Strube bedankten sich bei dem Team in Haina und lobten das Angebot: „Von solchen Wohnangeboten braucht es mehr. Es gibt aber noch immer Versorgungslücken. Im Sinne der Inklusion und Teilhabe sind solche Angebote unglaublich wichtig – so wird einerseits die individuell erforderliche Unterstützung, die hilfebedürftige Menschen brauchen, erbracht und andererseits haben die Klientinnen und Klienten Freiräume, ihr Leben nach eigenen Vorstellungen zu gestalten. Viele von ihnen wären in einem normalen Heim fehluntergebracht, deshalb braucht es solche Alternativen der betreuten Wohnformen. Wir sind froh, dass sich diese Einrichtung so gut etabliert hat.“