Nationaler Geopark GrenzWelten: Neue Leitung und Rezertifizierung

Korbach(pm). Wer schon immer einmal wissen wollte, was der Korbacher Dackel am Persischen Golf zu suchen hat, war bei der Regionalkonferenz des Nationalen Geoparks GrenzWelten genau richtig. Prof. Dr. Oliver Weidlich vom Fachgebiet Ingenieursgeologie der Technischen Universität Berlin stellte die Frage in den Mittelpunkt seines Referats zum Thema „Werksteine
und Aufschlüsse erklären den Klimawandel aus erdgeschichtlicher Sicht“. Vertreterinnen und Vertreter der Geopark-Kommunen sowie der Geopark-Partner (Museen, Naturparks, Tourismusregionen) lauschten ihm ebenso interessiert wie die Geopark-Führerinnen und -Führer, die sich zahlreich zur Tagung im Korbacher Kreishaus eingefunden hatten. Vorab hatten sie Gelegenheit gehabt, bei einer Exkursion das Georg-Viktor-Turm-Panorama auf dem Korbacher Eisenberg kennenzulernen. Im Mittelpunkt der Regionalkonferenz standen weiterhin zwei wichtige Tagesordnungspunkte. Zum einen konnte Landrat Jürgen van der Horst den neuen Leiter des Geopark-Projektbüros im Team des Fachdienstes Umwelt und Klimaschutz willkommen heißen. Dr. Georg Bresser folgt auf Kim Peis, die sich beruflich verändert hat und nun als Klimamanagerin der Städte Medebach, Hallenberg und Winterberg tätig ist. Der neue Leiter des Projektbüros ist Geologe, der nach seiner Zeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Geologischen Institut der RWTH Aachen in die Öl- und Gasindustrie gewechselt hatte. Er war für
verschiedene Firmen international 25 Jahre lang tätig, zuletzt verantwortlich für die Globale Exploration der Wintershall Dea in Kassel. Der Landrat hob die Bedeutung des Geoparks als außerschulischen Lernort hervor und betonte, wie wichtig das „Außenteam“ des Geoparks sei, die coolen Projekte der GrenzWelten vorzustellen und die Öffentlichkeit dafür zu begeistern. „Ich bin von diesem tollen Team sehr freundlich aufgenommen worden“, so Dr. Bresser. Es mache großen Spaß, für einen derart hervorragend aufgestellten Geopark zu arbeiten und ihn weiterzuentwickeln.


Dazu wird der neue Leiter des Projektbüros nun weitere fünf Jahre in einem zertifizierten Nationalen Geopark Gelegenheit haben. Dr. Ulrike Mattig von der GeoUnion Alfred-Wegener-Stiftung als Zertifizierungskommission bestätigte beim zweiten weiteren wichtigen Tagesordnungspunkt die Rezertifizierung. Sie gratulierte den GrenzWelten zu der „großartigen und steilen Entwicklung“, die der Geopark vor allem in den letzten fünf Jahren genommen habe. „Der Nationale Geopark ist ein Gütesiegel, das nur wahrhaft steinreiche Regionen nach ganz klaren Richtlinien erhalten“, sagte Dr. Mattig. Dazu gehöre, dass sich die Region nicht nur als Botschafter für Geologie betätige, sondern vor allem auch einen Bildungsauftrag erfülle und die Entwicklung des Tourismus in einer erdgeschichtlich interessanten Region vorantreibe. Rund um die beiden Highlights „Fossillagerstätte Korbacher Spalte“ und „Eisenberg als größtes Goldvorkommen Deutschlands“ besäßen die GrenzWelten alles Erforderliche, um die strengen Zertifizierungsvoraussetzungen zu erfüllen. Führend seien die GrenzWelten unter den Geoparks in der Nutzung von Augmented Reality, bei der Digitalisierung. Besonderen Gefallen habe in der Zertifizierungskommission auch der neue Internetauftritt und die Kombination des Digitalen mit ansprechenden Printprodukten wie dem Forscherheft für Schulen gefunden. „Wir danken den GrenzWelten für seinen wertvollen Beitrag zur Gesamtidee der Geoparks in Deutschland“, schloss Dr. Mattig ihre Gratulation zur erfolgreichen Rezertifizierung.

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