Gründungswettbewerb in der Altstadt von Bad Wildungen

Drei Gründer mit belebenden Geschäftsideen für die Altstadt ausgezeichnet

Bad Wildungen(pm). Mit der Bekanntgabe von 3 Prämierten endet der erste Gründungswettbewerb der Stadt Bad Wildungen. Gesucht wurden kreative und belebende Geschäftsideen für die Altstadt. 10.000 € Preisgeld teilen sich eine Gründerin, die mit einem Upcycling-Geschäft in der Brunnenstraße 34 bereits als Pop up an den Start gegangen ist, ein junger Unternehmer, der ein Konzept zur Ferienwohnungsvermietung entwickelt hat sowie ein Gründer, der bereits mit seinem „Kiosk im Laden“ als Leerstandsnutzung im ehemaligen Haushaltswarengeschäft Grebe in der Altstadt an den Start gegangen ist. Während die beiden Gründer, die bereits ein Geschäft in der Altstadt haben das Preisgeld dazu nutzen wollen, um ihre Geschäftsidee weiter auszubauen, sucht der dritte Preisgeldgewinner noch geeignete Räumlichkeiten zum Vermieten in der Altstadt und würde sich freuen, wenn Hausbesitzer oder Hausbesitzerinnen auf ihn aufmerksam werden. Die Stadt Bad Wildungen hat mit der Initiierung des Gründungswettbewerbs und der damit verbundenen Startprämie das Ziel verfolgt, Menschen, die eine Geschäftsidee haben, aber sich bisher noch nicht getraut haben diese umzusetzen, aufzurufen, Mut zu machen und bei der Gründung finanziell und beratend zu unterstützen. Dadurch soll in erster Linie die Altstadt in Bad Wildungen belebt werden. Die Bewerbungsfrist lief von Mai bis Ende Juli dieses Jahres. Werbung für den Gründungswettbewerb wurde in dieser Zeit intensiv über verschiedene digitale sowie analoge Kanäle betrieben.

Die Jury des Wettbewerbs, welche aus Vertreter*innen der Stadt Bad Wildungen, des Stadtmarketings, des Altstadtvereins, der Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg sowie der an der Konzeption und Umsetzung beteiligten Planungsbüros CIMA aus Hannover und ProjektStadt aus Kassel zusammengesetzt war, ist mit dem Ablauf des Wettbewerbs und den eingegangenen Bewerbungen, zufrieden. Insgesamt haben sich sieben Gründungswillige mit ihrer Geschäftsidee beworben. Alle Ideen waren spannend, aber nicht alle Ideen waren so ausgereift, dass man daraus zum jetzigen Zeitpunkt schon konkret hätte etwas realisieren können. Dennoch wollen die Stadt und das Stadtmarketing mit einigen dieser Bewerber weiter im Kontakt bleiben. Vielleicht können die Ideen zu einem späteren Zeitpunkt realisiert werden. Nach der Bewerbungsphase wurde allen Bewerber*innen zusätzlich die Möglichkeit gegeben, sich und das dahinterstehende Konzept ausführlich persönlich gegenüber der Jury vorzustellen. Letztendlich konnte sich die Jury auf die Prämierung von drei Konzepten einigen, die durch ihren Belebungsfaktor oder innovative Ansätze hervorstechen und sofort umsetzbar sind bzw. schon in der Umsetzung sind.

Die drei Prämierten des Gründungswettbewerbs

• Monja Carolin Kühn, in der Altstadt groß geworden, hat sich erfolgreich mit ihrer Idee eines Upcycling-Geschäfts beworben. Ihr Fokus liegt auf selbst genähter nachhaltiger Mode aus abgelegten Stoffen und Kleidungsstücken und diversen Kunstobjekten. Aktuell nutzt sie mit „Monj-Art – Atelier + Galerie“ bereits die Möglichkeiten der temporären Pop-up Ladenfläche in der Brunnenstraße 34 und trifft auf reges Interesse. Daher ist eine dauerhafte Ansiedlung in der Altstadt im Jahr 2024 geplant. Mit ihren bis zu 6.000 € Preisgeld möchte Sie neben der Miete für eine neue Ladenfläche u.a. ihre Ausstattung verbessern und einen Zuschneidetisch anschaffen sowie Nähkurse und Upcycling-Workshops anbieten.

• Nick Miller, angestellt in einem namhaften Unternehmen, möchte das Gastgewerbe in der Altstadt stärken und dafür neue, attraktive Ferienwohnungen einrichten. Die Kurzzeitvermietung seiner Ferienwohnungen wird er über eine eigene anwendungsfreundliche online Plattform anbieten. Durch dieses Konzept erhofft sich die Jury indirekt mehr Frequenz in der Altstadt, auch zu Randzeiten. Sobald eine passende Immobilie gefunden ist, soll das Preisgeld i.H.v. bis zu 2.000 € in die Grundausstattung und Möblierung fließen.

• Johann Pitschugin, schon lange mit seiner Familie in Bad Wildungen zuhause, betreibt einen neu gegründeten „Kiosk im Laden“ in der Brunnenstraße 17, der sich noch in der Startphase befindet und gut angenommen wird. Mit seinen langen Öffnungs- und kurzfristigen Anschaffungszeiten bietet er eine grundlegende Nahversorgungsmöglichkeit in der Altstadt, bei vielen Kleinigkeiten, die man beim Großeinkauf vergessen hat und schließt darüber hinaus die Lücke im Bereich Schreibwaren und Unterhaltungselektronik. Durch das Preisgeld im Rahmen des Wettbewerbs i.H.v. 2.000 € sollen u.a. die Beleuchtung verbessert und eine Einkaufsapp aufgesetzt werden.

Die drei Gewinner haben nun eineinhalb Jahre Zeit, um die Startprämie für die Umsetzung Ihrer Geschäftsidee in der Altstadt zu nutzen. Insgesamt kann der Gründungswettbewerb als Erfolg für die Altstadt bewertet werden. Die Initiatoren des Wettbewerbs danken allen Bewerber*innen vielmals für die spannenden Ideen und den Austausch. Vier von Ihnen, die in dieser Runde nicht prämiert wurden, werden weiter durch die Stadt, das Stadtmarketing und die Gründungsberatung der Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg bei der Ausarbeitung Ihrer Konzepte unterstützt. Bei der Umsetzung des Gründungswettbewerbs wurde die Stadt Bad Wildungen von den Experten der CIMA Beratung + Management GmbH aus Hannover und der ProjektStadt aus Kassel unterstützt, die auf die Entwicklung von Städten und Regionen spezialisiert ist.

Barbara Eckes, Wirtschaftsförderung Waldeck-Frankenberg, die leider nicht an dem Pressetermin teilnehmen kann, gratuliert den Gewinnern und wünscht allen viel Erfolg bei der Verwirklichung ihrer Geschäftsidee. Sie steht seitens der Wirtschaftsförderung des Landkreises gern auch weiterhin beratend den Neugründern zur Seite. Bürgermeister Ralf Gutheil konnte sich als Jury-Mitglied bei der Präsentation der Gründungsideen nur schwer entscheiden, am liebsten hätte er, dass alle Ideen von den Ideengebern sofort zur Belebung der Altstadt umgesetzt werden können, denn die Altstadt braucht aus seiner Sicht dringend qualitatives Wachstum und die leerstehenden Ladenflächen müssen von den Hausbesitzern in den Mietpreisen so angepasst werden, dass eine Gründungsstart möglich ist. Leider stößt dieser Wunsch nicht überall auf offene Ohren. Ute Kühlewind vom Stadtmarketing wünscht sich, dass zukünftig noch mehr schlummernde Gründungsideen an die Stadt herangetragen werden, um durch innovative Geschäftsideen Leben in die Altstadt zu bringen und Bürger und Gäste zum Einkaufsbummel anlocken. Robert Hilligus will seitens der Stadtplanung das passende Umfeld mit der Neugestaltung von Flächen rund um das Rathaus schaffen. Frank Volke freut sich mit dem Altstadtverein über diese erste gelungene Initiative neue Unternehmer in die leerstehenden Ladenflächen zu bekommen und so die Altstadt noch sehens- und erlebenswerter zu machen. Marvin Cocker ist sehr begeistert von der Vielfalt an Ideen und Gründern, welche sich im Rahmen des Wettbewerbes beworben haben. Neben der städtebaulichen Entwicklung sowie der Schaffung von attraktiven öffentlichen Räumen, spielt die Weiterentwicklung der gewerblichen Struktur, insbesondere im Rahmen der Innen-/Altstadtentwicklung, eine wichtige Rolle.

Arne Decker vom Beratungsbüro CIMA, das 2 Jahre lang mit dem Aufbau eines Altstadtmanagements betraut war, freut sich, dass der Gründungswettbewerb derart viele kreative Ideen zutage gefördert hat. Auch unter den Nicht-Prämierten schlummerten noch Potenziale. Alle Teilnehmenden wurden daher motiviert, mit der Hilfe von IHK und Wirtschaftsförderung ihre Konzepte weiter auszuarbeiten und mit der Stadt in Kontakt zu bleiben.

 

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