Autoreifen – richtig auswählen und rechtzeitig wechseln

Hamburg(pm). Bei einem PKW oder LKW sind es alleine die Reifen, die in direktem Kontakt zur Fahrbahn stehen. Ob heißer Asphalt, rutschiges Laub oder Glatteis – auf die richtige Bereifung kommt es an, um sicher und komfortabel im Straßenverkehr unterwegs zu sein. Doch welche Reifen passen zum eigenen Fahrzeug und der jeweiligen Fahrtregion? Unser Artikel gibt einen kompakten Überblick, inklusive Hinweise für den idealen Zeitpunkt des Reifenwechsels.

Verschiedene Arten von Reifen im Profil

Zu unseren Nachrichten aus der Region gehören leider immer wieder Verkehrsunfälle. Nicht selten ist ein Fahrzeug auf regennasser oder eisiger Fahrbahn abgekommen. Zu alte oder ungeeignete Reifen kommen die Ursache hierfür sein, weshalb sich der Gesetzgeber vor wenigen Jahren zur Einführung einer Winterreifenpflicht entschied. Bein Reifenkauf stehen Ihnen nach den Angaben von pkwteile.de über Autoreifen grundsätzlich drei Varianten zur Auswahl: Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen. Mit letzteren ersparen Sie sich den zweimaligen Reifenwechsel pro Jahr, sie genügen also den gesetzlichen Anforderungen an Winterreifen. Unterschiede zwischen diesen Reifentypen ergeben sich durch die Gummimischungen, die auf jeweiligen Außenbedingungen der einzelnen Jahreszeiten abgestimmt sind. Auch Art und Form der Reifenprofile weichen voneinander ab. Wird zusätzlich auf die richtigen Abmessungen geachtet, die den Fahrzeugpapieren zu entnehmen sind, ist das ideale Reifen-Set schnell gekauft.

Wie funktionieren die unterschiedlichen Reifen?

Die unterschiedlichen Mischungen aus Kautschuk, Weichmachern und Füllstoffe der verschiedenen Reifen sorgen für Abweichungen im Verhalten. Kautschuk als natürliches Gummi verleiht den Reifen als Hauptmaterial ihre hohe Flexibilität. Weichmacher sind eine ideale Beimischungen, um ein sicheres Fahrgefühl bei Regen und Schnee herbeizuführen. Wichtig ist zudem eine ausreichende Profiltiefe, damit Schmutz und Nässe von der Auflagefläche nach außen abgeführt werden kann. Ohne eine angemessene Profiltiefe fängt der Reifen an zu „schwimmen“, was bei angestautem Wasser auf der Fahrbahn als Aquaplaning bekannt ist.

Wann ist der ideale Zeitpunkt für einen Reifenwechsel?

Reifen sollten aus zwei Gründen ausgetauscht werden, bevor eine Gefährdung im Straßenverkehr eintritt. Das Alter des Reifens spielt ein, der zunehmend poröser wird. Selbst Reifen in Discount-Qualität sind einige Jahre haltbar, Markenmodelle im Regelfall länger. Noch wichtiger als Faktor für den Reifenwechsel ist die Tiefe des Profils. So sind nach den Angaben von adac.de über Autoreifen 1,6 mm als gesetzliche Mindestprofiltiefe vorgeschrieben. Aus praktischer Erfahrung sollte ein Reifen jedoch nicht erst bei Erreichen dieses gesetzlichen Grenzwertes ausgewechselt werden. Für die Sicherheit im Straßenverkehr rät adac.de zu einer Mindesttiefe von 3,0 mm bei Sommerreifen und 4,0 mm bei Winterreifen. Ansonsten können Nässe und Schneematsch zum Problem werden, da die Tiefe des Profils nicht mehr für eine ausreichende Verdrängung und Ableitung des Wassers auf der Fahrbahn taugt. Werden 1,6 mm unterschritten, gilt das Fahrzeug als nicht mehr verkehrstauglich. Hier drohen Bußgelder, ein Punkt in Flensburg und der Verlust des Versicherungsschutzes bei einem Unfall.

Für eine Prüfung im Alltag reicht ein Ein-Euro-Stück aus, das testweise ins Profil eingefügt wird. Verschwindet hierbei der goldene Rand mit seiner Dicke von 3,0 mm, ist ausreichend Profil vorhanden.

Wer sollte den Wechsel des Reifens vornehmen?

Grundsätzlich sollte jeder Fahrzeughalter in der Lage sein, einen Reifen selbst zu wechseln. Schließlich kann auch unterwegs ein Platten drohen, der sich mit dem richtigen Zubehör und einem Ersatzreifen beheben lässt. Um sich Zeit und Mühen beim Wechsel der saisonalen Bereifung zu ersparen, kann alternativ eine Kfz-Werkstatt angesteuert werden. Diese sind mit einem professionellen Equipment ausgestattet, was den gesamten Prozess abkürzt und dem Fahrzeughalter Mühen und Zeit erspart.