Der offene Weg zum Schulabschluss

Frankenberg(pm). Die heimische Landtagsabgeordnete und parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Landtagsfraktion Dr. Daniela Sommer hat mit Sieglinde Peter-Möller, schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion in Waldeck-Frankenberg und Volker Heß, Vorstandsmitglied der SPD Frankenberg, die Ortenbergschule besucht. Schulleiterin Tanja Lauber begrüßte die Besucher und zeigte ihnen die Räumlichkeiten, so konnten die Gäste auch kurz Unterrichtsluft schnuppern. Als Grund-, Haupt- und Realschule mit Förderstufe seit 1999 bietet die Ortenbergschule allen Schülerinnen und Schülern einen offenen Weg zum Hauptschul- oder Realschulabschluss. Die Schule umfasst die Klassen 1 – 10, so dass Schülerinnen und Schüler individuell begleitet werden, ihren Bildungsweg zu finden und zu gehen.


Tanja Lauber sagt: „Schülerinnen und Schüler werden heute immer früher selbstständig und wollen mit ihren Neigungen und Interessen ernst genommen werden. Gleichzeitig steigen die Anforderungen von außen nicht nur an die Schule, sondern in noch stärkerem Maße an die Schülerinnen und Schüler. Unsere Schule fördert und fordert deshalb alle Schüler und Schülerinnen auf ihrem Weg. Ab Klasse 6 wird in der Förderstufe in Mathematik nach Erweiterungs- und Grundkursen differenziert. Ab Jahrgangsstufe 7 werden die gemeinsamen Klassen der Förderstufe fortgeführt und erst im Jahrgang 8 in Haupt- und Realschulklassen aufgeteilt. Ab Klasse 7 wählen sich die Schülerinnen und Schüler in Spanisch als zweite Fremdsprache oder in den Arbeitslehrerunterricht ein, der je ein halbes Jahr Metall, Holz, Hauswirtschaft, Textiles Gestalten, Experimentelle Naturwissenschaften und Kreatives Gestalten umfassen kann. Ab Klasse 8 wird der Arbeitslehreunterricht durch Wahlpflichtbereich erweitert. In diesen Kursen streben wir einen projektartigen Unterricht an, wo jeder Schüler und jede Schülerin entsprechend seinen und ihren Fähigkeiten und Neigungen eigene Schwerpunkte setzen kann, z.B. bei zusätzlichem Sportunterricht, Möbelbau, kreatives Gestalten und weiteren Angeboten.“


Insbesondere erkundeten die Gäste neben der Grund-, Haupt- und Realschule die Berufsorientierungsangebote. Neben den möglichen Praktika, Berufsberatung, Kompo7 und jump wird an der Ortenbergschule auch PUSCH angeboten: PUSCH stellt eine Kombination aus schulischer Qualifikation zum Erwerb des Hauptschulabschlusses und beruflicher Orientierung, Erfahrung und Bewerbung um einen Ausbildungsplatz dar. Diese berufliche Orientierung findet an zwei Tagen in der Woche in Betrieben statt. An den anderen drei Tagen findet der schulische Unterricht statt. Der Wechsel der Praktikumsstellen erfolgt halbjährlich. Die Schüler lernen verschiedenste Betriebe kennen und auch potentielle Arbeitgeber nutzen gern diese Möglichkeit um nach geeigneten Bewerbern Ausschau zu halten. Schnell stellen die Schülerinnen und Schüler fest, ob der Beruf zu ihnen passt. Nach Ablauf des Halbjahres erhalten sie vom jeweiligen Betrieb ein Praktikumszeugnis.
Mit den PUSCH-Schülerinnen und Schüler kamen die Gäste ins Gespräch. Es wurde deutlich, dass die Bindung an die Betriebe hervorragend funktionieren kann. Dr. Daniela Sommer freute sich: „Es ist gut, wenn Schülerinnen und Schüler gute Erfahrungen machen können und so motiviert werden, den Schulabschluss und eine Ausbildung anzustreben. Investitionen in die Arbeitslehre und Berufliche Bildung sind ein wichtiger Beitrag zu Chancengleichheit und guter Bildung für alle.

Unsere Maxime ist, dass junge Leute möglichst wohnortnah ihre Ausbildung durchführen können. Investitionen in Berufliche Bildung sind Grundlage für die Ausbildung von Fachkräften und für die Zukunftsfähigkeit des Wirtschaftsraumes. Eine qualifizierte berufliche Erstausbildung befähigt Menschen zu einer kontinuierlichen und existenzsichernden Erwerbsbiografie mit vielfältigen Entwicklungsmöglichkeiten in ihrer beruflichen Karriere. Wir freuen uns, wenn Schülerinnen und Schüler erfolgreich durchstarten und nach ihren Talenten sowie Interessen gefördert werden und den Weg in den Arbeitsmarkt finden.“ Sieglinde Peter-Möller, Volker Heß und Dr. Daniela Sommer wiesen gemeinsam mit Tanja Lauber darauf hin, dass zu einem guten Übergang von Schule und Beruf und einer erfolgreichen Ausbildung auch die Bereitschaft der Betriebe in der Region gefragt ist, immer wieder Praktikumsplätze und Ausbildungsstellen zur Verfügung und die entsprechende Betreuung sicher zu stellen. Dass dies hier in unserem Landkreis so gut funktioniert, dafür bedanken sich die Akteure ausdrücklich bei den Betrieben und Ausbildungsstätten.

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