Geopark und Stadt Korbach präsentieren Augmented Reality auf dem Eisenberg

Korbach(pm). Der Nationale Geopark GrenzWelten und die Kreis- und Hansestadt Korbach laden ein zur feierlichen Einweihung ihres neuen gemeinsamen Augmented Reality Projekts. Am Samstag, 22. April 2023, dem „Tag der Erde“, wird das Projekt ab 14 Uhr auf dem Gipfel des Eisenbergs und im Zechenhaus, Turmweg 4, in Korbach-Goldhausen vorgestellt. An diesem Tag öffnet auch das Goldbergwerk seine Türen und bietet zur Saisoneröffnung Sonderführungen an. Für Essen und Getränke sorgt die Eisenberg-Hütte. Wie sah die Landschaft hier vor 250 Millionen Jahren aus? Wie bildeten sich die regionalen Gesteine und unter welchen Bedingungen lebte eigentlich der berühmte Korbacher Urzeitdackel Procynosuchus? Auf diese und viele weitere Fragen bekommen Besucher nun auf dem Korbacher Eisenberg bei Goldhausen nicht nur Antworten, sondern auch ein genaues und realitätsnahes Bild. Dank modernster Technik tauchen sie auf dem Georg-
Viktor-Turm in die Erdgeschichte und ihre Geheimnisse ein, live auf Smartphone oder mit dem Tablet.

Foto: Geopark/MT Intertex

Worum geht es?
Die Landschaftsgeschichte der Region Waldeck-Frankenbergs und der umliegenden Gebiete birgt viele spannende Geheimnisse. Doch die Spuren der Vergangenheit sind häufig schwierig zu lesen und können nur von Spezialisten interpretiert werden. Wie ermöglicht man also einen Zugang zur Erdgeschichte und regionalen Landschaftsentwicklung? Mit dieser Frage beschäftigten sich der Nationale Geopark GrenzWelten und die Kreis- und Hansestadt Korbach. Sie holen nun mittels moderner Augmented Reality-Technik längst vergangene Zeiten in die Gegenwart. Ein Smartphone oder Tablet genügt und Besuchern öffnet sich eine völlig neue Welt aus einem urzeitlichen Meer, längst ausgestorbenen Pflanzen und Tieren, Wüstenlandschaften und Gebirgszügen.

250 Millionen Jahre Erdgeschichte werden lebendig und greifbar, da sie in die gegenwärtige Landschaft eingebunden werden – eine völlig neue Form der Wissensvermittlung. Die digital rekonstruierte Burg Eisenberg kann ebenso erforscht werden wie die Veränderungen des Klimas in erdgeschichtlicher Vergangenheit und eine mögliche Zukunft in Zeiten des Klimawandels.
Fördermittel
Die Umsetzung der Landschaftsrekonstruktionen konnte dank des Förderprogramms „Starke Heimat“ des Hessischen Ministeriums für Digitale Strategie und Entwicklung verwirklicht werden. Es entstanden Kosten in Höhe von 150.000 Euro, die mit einer Fördersumme von 135.000 Euro bezuschusst wurden. Mit dem Programm „Starke Heimat“ werden die Kommunen bei wichtigen Zukunftsprojekten unterstützt. Rund 400 Millionen Euro stehen von 2020 bis 2024 dafür zur Verfügung, davon um die 100 Millionen Euro allein für die Digitalisierung der Kommunen. Darüber hinaus wurde die digitale Rekonstruktion der Burg Eisenberg aus dem europäischen LEADER-Programm in der Region Diemelsee-Nordwaldeck unterstützt.

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