Bad Wildungen stärken: Green Trail -Thema Gesundheit im Fokus

Bad Wildungen(pm). Ride, Nature, Relax, so lautet der Slogan des Projekts Green Trails, für das sich 15 Kommunen aus Waldeck-Frankenberg zusammengeschlossen haben. Aber was genau erwartet die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Wildungen nun in den kommenden Jahren? Einen kleinen Einblick dazu gaben die Projektverantwortlichen in einem Pressetermin am Freitag in Bad Wildungen. Genau wie in Korbach, Hatzfeld und den anderen teilnehmenden Kommunen werden die Green Trails in Bad Wildungen eine breite Zielgruppe ansprechen. Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren stehen kreisweit bei diesem Projekt im Vordergrund. Das bedeutet, dass die Strecken so angelegt werden, dass jeder, der die Natur auf seinem Mountainbike genießen möchte, diese auch entspannt und mit viel Freude fahren kann. Bad Wildungen bekommt zusätzlich zu dieser breit angesprochenen Zielgruppe ein besonderes Alleinstellungsmerkmal innerhalb des Projektes, einen Trail mit dem Thema „Gesundheit“.


Natur genießen und das Fahrrad aktiv zur Genesung nutzen, so ist der Plan für den Kurort. Aber wie genau soll das funktionieren? Mit kleinen Hindernissen und Einbauten sollen Personen jeder Altersklasse ihren Körper und auch ihren Geist stärken können. „Mit den Green Trails können wir unsere Kernkompetenz im Bereich Gesundheit noch weiter ausbauen und zusätzlich Familien sowie Jugendlichen ein hoch attraktives Outdoor Angebot bieten“, erläuterte Bürgermeister Ralf Gutheil. Um so einen Trail effektiv zu planen und umzusetzen, sind aber auch Kompetenzen aus dem Bereich Gesundheit erforderlich. „Zu diesem Thema wurden bereits erste Gespräche mit unseren ortsansässigen Kliniken geführt. Sobald die Streckenplanungen konkreter werden, wollen wir gemeinsam mit ihnen das Trail-Konzept erarbeiten und umsetzen“, erläuterte Gutheil weiter. Denn die Kliniken sollen den Trail in ihre Angebote integrieren können.


Aber nicht nur die Kurkliniken in Bad Wildungen sollen am Ende von den Green Trails profitieren. Mehr Touristen sollen die Einkaufsstraßen füllen und den heimischen Einzelhandel, Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe beleben. „Angebot und Nachfrage müssen aufeinander abgestimmt werden, um einen effektiven Mehrwert für die Region zu schaffen“, erklärte Landrat Jürgen van der Horst, Verbandsvorsteher des Zweckverbands. „Die Nachfrage ist da, der Fahrradmarkt boomt, nun müssen wir das Angebot schaffen, um die Menschen zu bewegen, bei uns ihren Urlaub zu machen“, ergänzte der Erste Kreisbeigeordnete und Tourismus-Dezernent Karl-Friedrich Frese. Ein Angebot, welches für einen längeren Aufenthalt wirbt. In den 14 beteiligten Städten und Gemeinden werden somit nach für nach Trailparks geschaffen, die über vorhandene Wege verbunden werden. Diese führen an Sehenswürdigkeiten, innerstädtischer Infrastruktur und anderen Attraktionen vorbei.

Aber wie geht es jetzt in Bad Wildungen weiter? Jürgen van der Horst: „Den relevanten Bereich, in dem die Trails gebauten werden sollen, haben wir gemeinsam mit der Stadt bereits ermittelt. Aktuell warten wir noch auf die Ausweisung von Stilllegungsflächen im näheren Umfeld dieses Potentialraums. Sobald diese festgelegt wurden, können die Planungen fortgesetzt werden.“ Neben den Stilllegungsflächen befinden sich in diesem Bereich auch Heilquellenschutzgebiete, die durch den Bau und den Betrieb der Strecke nicht gefährdet werden dürfen. Um diese bei der Planung direkt angemessen zu berücksichtigen, erfolgen die erforderlichen Abstimmungsprozesse der Projektverantwortlichen mit der Wasserbehörde des Landkreises. Anschließend stehen weitere Gespräche mit verschiedenen Interessenvertretungen an, die vom Projekt im Bereich Bad Wildungen betroffen sind. „Wenn alle Gespräche geführt wurden und die Planungen abgestimmt sind, kann die naturschutzrechtliche Genehmigung bei der Unteren Naturschutzbehörde beantragt werden“, erklärte van der Horst. So könnten die Trails in Bad Wildungen im Jahr 2024 gebaut werden.