Mauerinstandsetzung an der Stiftsruine Schaaken in Lichtenfels

Blitzschlag zerstörte Kirche endgültig
Lichtenfels(pm). Einen Fördervertrag über 25.000 Euro für die Instandsetzung von Mauerwerk und Mauerkronen der Stiftsruine Schaaken in Lichtenfels stellt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) dank zahlreicher Spenden sowie der Lotterie GlücksSpirale zur Verfügung. Die denkmalgeschützte Ruine im Landkreis Waldeck-Frankenberg, bei der weiterhin Hubertusmessen und Himmelfahrtsgottesdienste gefeiert werden, aber auch Konzerte und Kulturveranstaltungen stattfinden, gehört nunmehr zu den über 230 Projekten, die die spendensammelnde DSD dank Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Glücks-Spirale, der Rentenlotterie von Lotto, allein in Hessen fördern konnte.

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Zwischen den Lichtenfelser Ortsteilen Goddelsheim und Immighausen lag einst das Benediktinerinnenkloster Schaaken, dessen Überreste an einem Premiumwanderweg viele Touristen zum Besichtigungsziel wählen. Gegründet von der Reichsabtei Corvey war das Kloster gegen Ende des 12. Jahrhunderts entstanden und bestand bis 1591. Die in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erbaute Kirche wurde bei einem Brand 1518 zerstört und zunächst in etwas veränderter Form wiederaufgebaut.

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Nach 1848 diente die Anlage bis 1848 als protestantisches adeliges Damenstift, Kirche und Stiftsbauten wurden als Wirtschaftsgebäude des Stiftsgutes genutzt. Erst als die Kirche 1913 nach einem Blitzschlag ausbrannte, blieb sie als Ruine stehen. Die Kirche war als spätromanisch-frühgotische, zweischiffige Basilika mit quadratischem Chor, nördlichem Querhaus und Seitenschiff sowie einem Westturm errichtet worden. Heute ist noch das Schiff ohne Dach zu sehen. Von den sich an die Südseite der Kirche anschließenden Konventbauten haben sich außer den Mauern eines später zur Scheune umgebauten Bauteils keine Reste erhalten.

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