Pflanzflächen für Hecken und Obstwiesen im Kreis Paderborn gesucht

Amt für Umwelt, Natur und Klimaschutz finanziert Bäume und Sträucher
Kreis Paderborn (krpb). Hecken, Sträucher und Bäume sehen nicht nur schön aus mit ihren Blüten und bunten Beeren, sie sind vor allem auch Lebensraum für Vögel, Amphibien und Säugetiere. „In unseren heimischen Gefilden findet zum Beispiel das Mauswiesel oder die seltene Haselmaus in Hecken Versteckmöglichkeiten und ein Winterquartier“, erzähl Tanja Hochwald vom Amt für Umwelt, Natur und Klimaschutz des Kreises Paderborn. Allein über 1000 Insektenarten, darunter Wild- und Honigbienen, finden hier ihre Nahrung. Doch dieser natürliche Lebensraum schwindet und der Bestand vieler heimischer Vogel- und Insektenarten ist stark bedroht. Deshalb fördert der Kreis Paderborn Anpflanzungen in Form von Neuanlagen oder als Ergänzung von Hecken und Streuobstwiesen.

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Hecken bieten nicht nur Nahrung und Lebensraum, sondern erfüllen noch ganz andere Funktionen: Sie können Windgeschwindigkeiten um bis zu 60 Prozent reduzieren, schützen Böden vor Erosion, verringern als Pufferzone Schadstoffeinträge und regulieren das Mikroklima, indem sie zum Beispiel durch Verdunstung Temperaturschwankungen ausgleichen können. Dadurch sind Hecken auch ein wichtiger Baustein im Rahmen des Klimaschutzes, zumal die Gehölze das Treibhausgas Kohlendioxid (CO²) speichern. „Wir unterstützen daher Landwirte, Jäger, Privatpersonen, Gruppen oder Vereine, die etwas für den Natur- und Artenschutz tun wollen. Wer Gehölze oder Obstbäume in der Landschaft pflanzen will, dem werden geeignete Pflanzen zur Verfügung gestellt“, so Hochwald. Selbstverständlich verwende das Kreisumweltamt dafür nur heimische Pflanzen und für Streuobstwiesen alte, regionale Kultursorten wie das Paderborner Seidenhemdchen, eine Apfelbaum-Sorte. Wichtig sei außerdem, dass die Neupflanzung im Zusammenspiel mit der Umgebung über eine gewisse Größe verfügt und – neben einer Bereicherung des Landschaftsbildes – einen entsprechenden Mehrwert für die Tier- und Vogelwelt bringe. Gefördert werden daher nur Anpflanzungen außerhalb der bebauten Ortsbereiche. Auch werden keine Anpflanzungen gefördert, für die es bereits anderweitige Verpflichtungen, z.B. im Rahmen von Kompensationsmaßnahmen, gibt. Der Kreis Paderborn stellt die heimischen Gehölze auf Anfrage zur Verfügung. Pflanzung und Pflegemaßnahmen müssen in der Regel eigenständig erfolgen. „Jetzt beginnt die optimale Zeit, um Sträucher und Bäume in die Erde zu bringen. Ich hoffe daher, dass sich viele Naturfreunde melden werden, die Pflanzflächen zum Schutz unserer Natur, der heimischen Vögel und Tiere zur Verfügung haben“, betont die Umweltschützerin. Für Auskünfte zur Förderung und für eine Beratung zum Thema steht Tanja Hochwald vom Amt für Umwelt, Natur und Klimaschutz des Kreises Paderborn unter der Telefonnummer: 05251 308-6656 zur Verfügung.

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