Frankenberger Liebfrauenkirche mit grandioser Aussicht

Frankenberg/Eder(pm). Die heimische Landtagsabgeordnete Dr. Daniela Sommer hat ihre diesjährige Sommertour unter dem Motto „Kirchen & Klöster in Waldeck-Frankenberg“ durchgeführt. Daniela Sommer besuchte mit ihren Sommertourgäste das Liebfrauenkirche in Frankenberg. Die heimischen Landtagsabgeordnete sagt: „Die Liebfrauenkirche ist neben dem Rathaus, dem Kloster und dem Steinhaus, eine der historischen Sehenswürdigkeiten in Frankenberg. Sie gilt als eine der ältesten gotischen Kirchen Deutschlands und ist nach dem Vorbild der Elisabethkirche in Marburg in gotischer Bauweise errichteten wurden. Vom neu restaurierten Turm aus, hatten wir eine grandiose Aussicht – das war wirklich ein Höhepunkt im wahrsten Sinne des Wortes!“
In der Liebfrauenkirche empfangen Dekanin Hegmann und Pfarrer Schott die Gäste. Frau Hegmann und Ruth Piro-Klein zeigten den Gästen die Kirche, während Pfarrer Schott kleine Gruppen auf den Kirchturm führte, um den Altkreis Frankenberg und die Landschaft darüber hinaus von oben erkunden zu können. Ruth Piro Klein vom Geschichtsverein Frankenberg erläuterte die Historie der Kirche, die Außenfassade, die Marienkirche, die gotische Baukunst und über Philipp Soldan und Meister Tyle: „Im Jahre 1286 wurde der Grundstein im Beisein des Landgrafen Heinrich I. gelegt. Es dauerte fast 100 Jahre, dieses Meisterwerk gotischer Baukunst zu vollenden. Das Langhaus, ein dreischiffiger Hallenbau, war 1337 fertig. Der von Tyle von Frankenberg vergrößerte Chor wurde 1353 geweiht. Es folgten der Kirchturm 1359 und die Marienkapelle gegen 1380.“ Piro-Klein ging auch auf den großen Brand von 1476 ein und der danach folgenden Restaurierung am Ende des 15. Jahrhunderts.

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Auch das besondere Schmuckstück spätgotischer Architektur stellte Ruth Piro-Klein vor: die nur von außen zugängliche Marien-Kapelle. Sie wurde von dem Frankenberger Bürger Johannes von Cassel gestiftet und um 1370 bis 1380 von Tyle von Frankenberg erbaut. Über einem unregelmäßigen Achteck-Grundriss wächst der schlanke Bau turmartig empor. Über dem Portal befand sich eine Darstellung der Marienkrönung. Der steinerne Marienaltar ist im Inneren der Kapelle noch erhalten. Auch der frühe Frankenberger Künstler Philipp Soldan blieb nicht unerwähnt: Piro-Klein berichtete, dass ein Teilstück der Kanzel Philipp Soldan zugeschriebenen werde. Das Steinmetzzeichen deute auf ihn hin. Auch ein Nachguss einer sog. Bibelofenplatte ist gegenüber der Kanzel zu sehen, zu der Soldan die Vorlage geschnitzt hat. Auf ihr wird die Weihnachtsgeschichte dargestellt. Die Sommertourgäste zeigten sich begeistert von der Kirche, ihrer Fassade, ihrer Geschichte und des Innenraumes. Vor allem aber war es ein Höhepunkt, den durch Bundesmittel erst kürzlich restaurierten Kirchturm besteigen, dem Himmel nah sein und den Ausblick genießen zu können. Ein Dank galt daher auch dem anwesenden Bundestagsabgeordneten Dr. Edgar Franke. Sommer bedankte sich bei Ruth Piro-Klein, die immer wieder mit ihrem historischen Wissen die Sommertouren bereichert. Sie bedankte sich ebenfalls bei Dekanin Hegmann und Pfarrer Schott, die den Besuch in der Kirche und v. a. auf dem Kirchturm möglich gemacht haben.

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