Ein flächendeckendes Glasfasernetz ist das Ziel in Frankenberg

Förderzusage für Zielnetzplanung liegt vor

Frankenberg(pm). Die Datenströme, die jeden Tag durch unsere Leitungen rauschen, werden immer größer, unsere Gesellschaft ist auf dem Weg von der Megabit-Gesellschaft zur Gigabit-Gesellschaft – auch in Nordhessen. Die Stadt Frankenberg (Eder) hat jetzt den nächsten Schritt in diese Richtung gemacht: Anfang Februar ist die offizielle Förderzusage für die notwendige Zielnetzplanung vom Breitbandbüro in Berlin bei der Stadtverwaltung eingegangen. Auf Basis des Förderbescheids kann jetzt ein Unternehmen mit der Planung beauftragt werden.

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Die Zielnetzplanung beschreibt, wie der langfristige und gezielte Netzausbau vorbereitet und begleitet werden kann und ist damit ein wichtiges Hilfsmittel für die kosteneffiziente Weiterentwicklung der Netzstruktur. „Um strategisch weiter am Ausbau arbeiten zu können, ist jetzt eine Zielnetzplanung nötig. Das ist ein zentraler Schritt für die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt“, ist sich Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß sicher. Die Stadt kann die entstehenden Planungskosten von bis zu 50.000 Euro voraussichtlich zu 100% über die Bundesförderung abdecken. Der großflächige, ringförmige Ausbau des Glasfasernetzes ist in den letzten Jahren in den fünf nordhessischen Landkreisen durch die Breitband Nordhessen GmbH realisiert und 2019 erfolgreich zum Abschluss gebracht worden. Der Ausbau ist während dieser Maßnahme allerdings nur bis zu den jeweiligen Kabelverzweigern erfolgt. Von dort führen die Teilnehmeranschlussleitungen zu den einzelnen Gebäuden.

Der darauf aufbauende FTTH-Ausbau (FTTH = engl. für Fibre to the Home, also der Netzausbau bis zum jeweiligen Gebäude) ist ebenfalls nur mit entsprechender Planung möglich. Hier setzt die Zielnetzplanung für Frankenberg an. Sie betrifft vor allem die Letzte Meile. So wird die Kabelstrecke von den Kabelverzweigern bis zu den einzelnen Gebäuden genannt. Diese Letzte Meile besteht in den meisten Fällen noch aus langsamen Kupferleitungen. Je länger die Strecke von diesen Knotenpunkten zu den einzelnen Gebäuden ist, desto langsamer ist auch der Datenstrom, der bei den Bürgerinnen und Bürgern ankommt.

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Mit der Zielnetzplanung sollen auch Antworten gefunden werden auf Fragen, die sich für Frankenberg aus dem Gesetz zur Erleichterung des Ausbaus digitaler Hochgeschwindigkeitsnetze (DigiNetzG) ergeben. Auch für zukünftige Förderungen vom Bund oder vom Land Hessen in diese Richtung ist eine Zielnetzplanung Voraussetzung. Der Ausbau eines Glasfasernetzes bis in jedes Haus wird allein in Nordhessen nach Schätzungen der Breitband Nordhessen voraussichtlich etwa 1,3 Milliarden Euro kosten. Entsprechend werden auch hier Fördermittel die Grundlage der Ausbaufinanzierung sein müssen.

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