Tolerantes Miteinander: Workshop mit Siebtklässlern

2016 03_02_Netzwerk_für_Toleranz_veranstaltete_Workshop_mit_Siebtklässlern

Korbach(nh/od). Konflikte gemeinsam lösen, demokratische Entscheidungen treffen, andere Meinungen respektieren – einen Workshop zum Thema „Tolerantes Miteinander“ veranstaltete das Netzwerk für Toleranz jetzt mit Siebtklässlern der Korbacher Alten Landesschule. Gemeinsam mit den Lehrern im Vorbereitungsdienst Anna Mais und Jannik Schwebel sowie der Schulsozialarbeiterin Ilona Reinhold war die Koordinatorin des Netzwerks für Toleranz Ursula Müller zu Gast bei den Korbacher Gymnasialschülern.

 Bereits im vergangenen Jahr war in der AG Demokratie- und Toleranzerziehung des Netzwerks der Wunsch entstanden – aufbauend auf dem kreisweit durchgeführten Projekt „stark bewegt“ – ein Mitmachmodul für die unteren Klassen der Sekundarstufe 1 zu entwickeln. Hieraus entstand ein Curriculum, das nun erstmalig mit der Klasse der Alten Landesschule umgesetzt wurde. So ging es bei dem Workshop zunächst mit einigen Vertrauensspielen los, die den Schülern helfen sollten, sich aufeinander zu verlassen und Unsicherheiten zu überwinden. In weiteren Einheiten sollten die Jugendlichen dann Entscheidungen treffen, versuchen Konflikte gemeinschaftlich zu lösen und miteinander zum Ziel zu gelangen. Dementsprechend wurden darüber hinaus Rollenspiele zur Förderung der Teamfähigkeit und Demokratieerziehung durchgeführt. Auch hier zeigte sich, dass bei genauem Hinsehen und sachlicher Abwägung viele Lösungsansätze zu finden sind. „Wie fühlt es sich an, in eine neue Klasse oder neue Gruppe zu kommen? Jeder von uns kennt diese Situation; man ist unsicher und hofft auf nette Menschen“, sagt Ursula Müller. „Aber Gruppen können sich auch anders verhalten. Sie können ausschließen oder setzen Bedingungen.“ Auch diese Problematik wurde in Rollenspielen aufgegriffen. „Diese intensive Erfahrung diente der Sensibilisierung der Jugendlichen und Konfrontation mit dem Thema Ausgrenzung im Alltag.“ Ursula Müller betont, dass die Schüler sich begeistert von dem Angebot gezeigt hätten und dass Interesse bestände, an dem Bereich weiterzuarbeiten. „So möchten wir auch den beiden Lehrern danken, die das Curriculum als Praxisprojekt im Rahmen ihrer Ausbildung entwickelten.“ Im Unterricht sollen die Themen des Workshops schlussendlich noch einmal besprochen und aufgearbeitet werden. Das Workshopangebot kann und soll auch an weiteren Schulen im Landkreis ausprobiert werden. Dazu können sich interessierte Schulen und Lehrkräfte beim Netzwerk für Toleranz bei Ursula Müller unter Tel. 05631-954 889 oder per E-Mail an ursula.mueller@landkreis-waldeck-frankenberg.de melden.

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