Steine auf fahrenden Zug geworfen: Frontscheibe der Lok gerissen

Beschädigte Frontscheibe an der Lok. Foto: Bundespolizei/ots

Gießen(ots/od). Durch einen Steinwurf wurde am Samstagabend, gegen 17 Uhr 10, die Frontscheibe am Führerstand eines Nahverkehrszuges zwischen Gießen und Großen Buseck stark beschädigt. Das Glas war sternförmig gerissen.

Der 38-jährige LokfĂĽhrer bekam einen Schreck, blieb zum GlĂĽck aber unverletzt. Der Zug war auf der Fahrt von Alsfeld nach GieĂźen. Der Bahnmitarbeiter hat die beiden Unbekannten am Bahndamm in der Feldgemarkung GieĂźen (Bereich GrĂĽnberger StraĂźe) gesehen. Die Steinewerfer standen beide mit dem RĂĽcken zu den Gleisen, als der Stein flog. Der reine Sachschaden beträgt rund 1500 Euro. “Solche Handlungen sind keine Dummejungenstreiche!”, sagte die Leiterin der Bundespolizeiinspektion Kassel Sonja Koch-Schulte. “Steine, die auf fahrende ZĂĽge geworfen werden, sind wie Geschosse und können fĂĽr die Menschen im Zug zu tödlichen Gefahren werden”. Hinweis der Bundespolizei: Neben strafrechtlichen Konsequenzen können auch zivilrechtliche Forderungen des Eisenbahnverkehrsunternehmens oder durch Privatpersonen auf die Verursacher zukommen. Solche AnsprĂĽche können im Einzelfall noch bis zu 30 Jahren nach der Tat geltend gemacht werden.

Zeugen dringend gesucht

Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat ein Strafverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr eingeleitet. Zeugenhinweise sind unter Tel. 0561-81616-0 bzw. der kostenfreien Service-Nr. der Bundespolizei 0800 6 888 000 oder über Internet www.bundespolizei.de  erbeten.

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