Von Mareike Otterbach
Reddighausen .Seit 2012 war es mein Traum, den Grafen von Unheilig einmal zu treffen. Was habe ich nicht alles versucht, das dieser Traum zur Wirklichkeit wird, aber irgendwie hatte ich immer kein Glück. Doch im Jahre 2014 wendete sich dann das Blatt, sogar schon in der Silvesternacht 2013/2014.
Meine Familie und ich gingen wie jedes Jahr unserem Ritual nach und gossen Blei. Bei mir kam heraus, dass 2014 mein Vorhaben gelingen wird und da stieg mir sofort mein Wunsch in den Kopf: „Ein Treffen mit dem Graf!“ Diese Gedanken warf ich natürlich sofort In die Runde. Das konnte ich mir nicht verkneifen, wo mich die meisten doch für verrückt halten, was meine Liebe zu Unheilig betrifft. Auch wenn wir dieses Ritual eigentlich nur aus Spaß an der Freude machen, irgendwie glaubte ich nun an diese Bedeutung. Ich nahm mir fest vor, weiter zu kämpfen, um es vielleicht irgendwann doch wirklich mal zu erreichen, dass ich dem Grafen mal die Hand geben kann.
Noch mehr Ansporn gab es dann, als fest stand, dass ich im Juli 2014 nach Mainz auf mein dritte UH – Konzert fahre. Oh, was freute ich mich ab Januar auf diesen Tag und immer und immer wieder malte ich mir aus, wie es wäre, wenn ich dann den Grafen treffen würde. Für mich geglaubte Spinnereien!
Der Wunsch, dass dieser Traum wahr wird, wurde von Woche zu Woche stärker. Ich versuchte einiges, doch ohne Erfolg. Und als dann Unheilig den Song „Wir sind alle wie Eins“ rausbrachte, ich mich sofort in diesen Song und diesen Text verliebte, war ich nicht mehr zu bremsen. Schon lange hatte ich die Idee, über Facebook nach Unheiligfans zu suchen, die den Grafen schon einmal gesehen haben und mir erzählen können, wie sie dies geschafft haben. Die Textzeile, „in den Träumen ist die Sprache gleich…“ machte mir Mut und ich gründete bei Facebook eine Gruppe. Dort erzählte ich von mir und meinem Traum, bat um Hilfe und Tipps. Und was ab diesem Zeitpunkt alles passierte, was binnen in ein paar Stunden diese Gruppe für Kreise zog, dies war echt Wahnsinn.
Etliche teilten meinen Beitrag und wollten mir helfen, dass mein Traum zur Wirklichkeit wird. Mit solch einer Unterstützung hatte ich im Leben nicht mit gerechnet. Doch das Unglaubliche passierte am 18.3.2014. Ich bekam die beste Nachricht aller Zeiten.
„ICH DARF DEN GRAFEN TREFFEN!“
Ich traute meinen Augen nicht. Lies einen Schrei los und musste erst einmal ein paar Tränen verdrücken. Die Freude war tierisch groß, unbeschreiblich. Ich konnte es kaum glauben, dass ich wirklich dieses Geschenk bekommen habe. Von da an zählte ich die Tage. Zuerst kam es einem vor, wie eine Ewigkeit, doch plötzlich war der 19. Juli 2014, wo es dann hieß, nur noch einmal schlafen, dann ist es soweit. Dann sollte wahrhaftig der Graf vor mir stehen. Oft stellte ich mir die Frage, ob ich träume, „treffe ich wirklich morgen den Grafen und sogar Licky?“ Den ganzen Tag über war ich sehr aufgeregt, hatte auch ständig die Bedenken, dass ich etwas vergessen habe, oder das noch etwas schief geht und ich nicht fahren kann. Erstaunlicherweise konnte ich einigermaßen gut schlafen, aber als ich dann am 20. Juli am Morgen aufwachte und mein erster Gedanke war, dass heute mein Traum zur Wirklichkeit wird und ich den Grafen treffen darf, wurde mir sofort anders. Es kribbelte am ganzen Körper und in meinem Magen wurde es ganz komisch. Gegen 12 Uhr 30 begann dann endlich die Reise Richtung Mainz. Ich war so froh und happy, bis zu diesem Zeitpunkt verlief alles ohne Pleiten, Pech und Pannen und um15 Uhr 20 sind wir dann am Ziel angekommen.
Es war alleine schon überwältigend den riesigen Fluss zu sehen, oder auch von weitem schon die Bühne am Zollhafen. Die Nervosität stieg von Sekunde zu Sekunde. Und kaum war ich aus dem Auto raus, hörte ich schon meinen Namen rufen. Eine nette Dame begrüßte mich herzlich und freute sich so mit mir, dass mein Traum wahr wird. Diese nette Dame hatte auch ein Meet & Greet. Ich bin ehrlich, ich wusste nicht, wo ich sie hinstecken sollte, denn aus meiner Gruppe kannte sie mich zumindest nicht. Vor dem Konzertgelände ging es dann gleich weiter mit Bekanntschaften. Sie kannten mich alle aus Facebook.
Die Rollstuhlfahrer hatten ihren Einlass über den Notausgang. Es waren ganz schön viele Rollstuhlfahrer da, was ich klasse fand. Es war natürlich alles prima abgesperrt und verdeckt, dass man auch bloß nichts sieht.
Aber auf der Bühne hörte man immer mal Gitarrenklänge und auch Gesang, Louis Manke von der Band Staubkind hörte ich sofort raus. Neben Unheilig meine weitere Lieblingsband. Und dann war es endlich 17 Uhr und die Tore öffneten sich. Ich brauchte mich noch nicht beeilen, um mir einen guten Platz zu sichern, denn ich hatte ja erst noch um 18 Uhr ein Date mit Graf und Licky. Die anderen Fans rannten zu Bühne, als ginge es um Leben und Tod. Ich fand es amüsant und tat mal mit dem Rolli so, als hätte ich es auch ganz eilig, um nach vorne in die erste Reihe zu gelangen. Ich gab also „Gas“ und mischte mich in die Menschenmenge, eine Frau hatte so ein Tempo drauf, dass sie bald in mich hineinrannte. Das war echt verrückt.
Wir fragten nun am Merchandisestand nach, wo denn das Meet and Greet stattfindet und da sagte uns eine nette Dame, dass uns um 17 Uhr 55 ein netter Herr an diesem Stand abholt. Wir hatten also noch genügend Zeit. Erst einmal kaufte ich mir etwas im Fanshop, dann holten wir uns etwas zu trinken, natürlich mit Unheiligbecher und dann ließen meine Begleitperson Sabine, mein Neffe Michel und ich uns im unheiligen Kinderland ein Tattoo auf den Arm machen. Wir Kinder! Auf meine Frage, ob ich denn auch eines bekomme, obwohl ich kein Kind bin, sagte der nette Herr, „aber klar doch, wenn Sie mir versprechen, dass Sie im Herzen jung geblieben sind!“. Sicher doch! Ich entschied mich dann für das Motiv Graf und UH Logo. Wieder wurde ein großer Traum wahr, endlich ein UH – Tattoo, wenn auch nur für kurze Zeit.
Danach schaute ich mir noch etwas das überwältigende Wasser an und dann ging es langsam zum Treffpunkt. Es wurde nun ernst, noch ein paar Minuten und dann sollte der Graf und Licky vor mir stehen. So wirklich glauben konnte ich es immer noch nicht und mein Puls schlug und schlug immer schneller.
Der angekündigte Herr holte uns alle nun pünktlich ab und los ging es in Richtung Bühne, um dann natürlich hinter die Bühne zu gelangen. Und es wäre auch mal ein Wunder gewesen, wenn Mareike mal ein Konzertbesuch ohne Pleiten, Pech und Pannen zu verkünden hätte. Es war vielleicht so peinlich, denn alles musste auf mich warten, da ich eine Panne mit dem Rollstuhl hatte. Neben der Bühne waren dicke Kabel auf dem Boden verlegt, die eine Verkleidung hatten, die ich überqueren musste. An sich für mich und meinen Rollstuhl kein Problem, beim Einlass befand sich so etwas auch und da kam ich problemlos drüber. Doch bei dieser Verkleidung war ein Stück Plastik nach oben geknickt, was ich leider im Vorfeld übersehen habe. Mein Rollstuhl verhakte sich darin und die Elektrik versagte. Der Rollstuhl wollte weder nach vorne, geschweige denn wieder rückwärts hinunter fahren. Er machte kein Brumm mehr. Was für eine Aufregung! Die Security wollte mich hinunter schieben, was aber nicht möglich ist, wenn der Rollstuhl auf Elektrik eingestellt ist. Ich wusste ja im Prinzip was zu tun war, aber ich hatte keine Ahnung, wie ich das einem Laien erklären sollte, wenn ich nichts zeigen konnte. Doch die Rettung nahte. Marco und Michel hatten zum Glück das Drama gesehen und kamen angerannt. Marco machte den Motor aus, stellte den Rollstuhl auf manuelle Funktion um und schob mich erst einmal mit Michel von dieser Verkleidung herunter. Nun drehten sich mich um, sodass sie mich rückwärts darüber schieben konnten. Rollstuhl wieder auf Elektrik gestellt und dann konnte ich wieder selber steuern und es konnte endlich weitergehen. Nur noch wenige Meter bis zum Ziel, ich war nur noch wenige Sekunden von meinem Traum entfernt. Und obwohl ich tierisch aufgeregt war, musste ich erst einmal mit den anderen über diese Panne herzlich lachen. Irgendwas musste ja noch passieren, grins. Doch dann wurde es „ernst“ und mir war erst einmal nicht mehr zum Lachen zu Mute.
Wir kamen dem Backstagebereich immer näher und näher. Der nette Herr öffnete eine Absperrung und wir kamen auf einen Rasenplatz. Ich fuhr nichts ahnend ums Eck und traute meinen Augen nicht. Da standen der Graf und Licky schon und waren sich locker und fröhlich am unterhalten, wie als wenn sie auf einer Geburtstagsfeier wären. Vor lauter Schock blieb ich aus Reflex erst einmal stehen. Mir wurde ganz komisch, mein ganzer Körper fing an zu kribbeln und mein Magen fühlte sich an, als würde er sich drehen. Ich hatte ja vermutet, dass wir uns da jetzt alle sammeln und dann kommen die zwei heraus. Nein, da stehen die da schon und warten auf uns. Am liebsten hätte ich einen Schrei losgelassen. Wahnsinn, mein Traum wurde nun Wirklichkeit und dies war ein unbeschreibliches schönes Gefühl.
Es gingen nun alle weiter nach vorne und da ich den ersten Schock überwunden hatte, schloss ich mich an. Graf und Licky kamen nun und begrüßten uns alle erst einmal herzlich. Wieder wusste ich nicht wie mir geschah, ich wusste auch gar nicht mehr, wie man überhaupt spricht, hatte ich von einer Sekunde auf die andere verlernt, grins. Natürlich begrüßte ich die beiden auch, doch dann war ich in einer anderen Welt. Ich schaute den Graf und Licky freudig zu, lauschte gespannt was sie erzählten, aber mal selber etwas sagen, daran war zu Anfang nicht zu denken. Da ich meine Geschenke eh nicht selber in die Hände nehmen konnte, bat ich Sabine, dass sie doch Licky seins ihm bitte überreichen soll. Licky schien freudig überrascht und sagte zu mir, dass dies aber lieb von mir sei und dass er es dann in Ruhe auspacken wird. Fand ich gut, denn es war einfach zu unruhig dort und die Zeit zu kostbar. Das Geschenk für den Graf lag auf meinem Schoß. Am liebsten hätte ich mir den Graf geschnappt und es ihm gegeben, doch ich war zu aufgeregt. Doch dann stand der Graf in der Runde und fragte, ob wir Fotos machen wollen und gerne Autogramme hätten. Alle waren natürlich sehr erfreut und dann fragte die liebe Dame, die mich auch schon so nett auf dem Parkplatz begrüßte, den Grafen, mit wem er denn anfangen möchte. „Mit Mareike vielleicht?“ Und da schlug mein Herzchen bis in den Hals. Der Graf drehte sich sofort zu mir, als kenne er mich schon ewig. Er schaute mir direkt ins Gesicht und fragte: „Machen ma Foto? Darf ich zu dir kommen?“ Was eine Frage, ABER NATÜRLICH, grins. Mir wurde immer heiße und heißer, der Graf kam wahrhaftig zu mir. Ich konnte das alles gar nicht glauben und realisieren. Alles lief wie in Trance, grins. Und als der Graf sich dann gerade so schön in Position zum fotografieren bringen wollte, nahm ich all meinen Mut zusammen und erzählte ihm dann doch mal, dass das Geschenk, welches sich immernoch auf meinen Beinen befand, für ihn sein. „Für mich? Das ist aber lieb!“, sagte er. Dann nahm er es hoch und kam auf die Idee, dieses Bildlich mit festzuhalten. Etliche, auch unbekannte, standen vor uns mit ihren Handys und Kameras und knipsten um die Wette. Dies war ein wahnsinniges tolles Gefühl, Kopf an Kopf mit dem Grafen, unbeschreiblich. Als das dann Licky sah, nahm er sein Geschenk und wollte auch mit aufs Foto. Fand ich cool! Puhhh, nun war ich von beiden Herren „umzingelt“. Gut, dass ich immer einen Sitzplatz bei mir habe, so gab es keine Gefahr jeden Moment gleich umzukippen. Auch dieses Erlebnis wurde natürlich bildlich festgehalten.
Nun fragte der Graf mich, was denn in der Box sei, „Überraschung?“ Er schüttelte es wie ein Überraschungsei und sagte: „Spiel, Spannung und ein tolles Booooooooooooom!“ Woraufhin er selber, Licky und wir anderen alle herzlich lachten. Es war so eine lockere, lustige Atmosphäre, einfach klasse. Der Graf bedankte sich dann auch für das Geschenk, erzählte, dass er es auch in Ruhe öffnen möchte und brachte es in sein Privatgemach.
Nun waren erst einmal mal andere mit Fotoshooting und „Autogrammstunde“ dran. So viele Eindrücke und Erlebnisse, dies konnte man gar nicht alles sofort realisieren. Graf und Licky wechselten dann immer mal die Standorte, dann gab es mal Gruppengespräche, dann mal Einzelgespräche, war echt toll. Ich fuhr dann mal zu Licky, ließ mir auf Kerzen, einen Teddy und die Unheilig – Rollstuhltasche Autogramme geben und ein Foto mit uns beiden alleine gab es dann auch nochmal. Und dann kam der Herr Graf, der dann natürlich auch nicht verschont blieb und fleißig Autogramme geben „musste“. Zuerst hat er sich auf meinem Rollstuhl verewigt, worauf ich sehr stolz bin. Für diese Unterschrift, holte w er extra seinen eigenen Stift, weil meine nicht toll seien, sagte er. Mit seinem silbernen Lackstift sehe das auf dem schwarzen Rolli viel geiler aus. Grins! Brüll! Als der Graf dann meinen Rollstuhl unterschrieben hatte, sagte er: „So, nun bin ich immer bei Dir!“ *dahinschmelz* Das fand ich wieder so überwältigend, dass es mir die Sprache verschlug. Ich versuchte krampfhaft die Tränen zu unterdrücken. Dies war wirklich ein Moment, wo mir die Knie weich wie Gummi wurden. Nachdem ich mich dann wieder einigermaßen gefangen hatte, bat ich dann auch noch um Autogramme auf den Kerzen, auf den Teddy, auf meiner Rollstuhltasche und auf meine Handyhülle.
Und während dann andere wieder an der Reihe waren, schaute mich Marco an und grinste. Ich fragte mich, was denn nun los sei, doch dann traute ich meinen Augen nicht. Da kommt doch eben mal Louis Manke, der Sänger von Staubkind hinaus, um mal eben Hallo zu sagen. Er hätte gehört, dass ich angekommen bin. Verrückt! Ich habe mich tierisch gefreut ihn wiederzusehen. Wir haben uns ein bisschen unterhalten, auch darüber, dass meine ursprüngliche Begleitperson leider nicht mit konnte und über das kommende Konzert in Frankfurt, im Oktober, wo ich auch schon seit einer Weile ein Date mit den Jungs habe. Seit diesem Gespräch wurde mir so richtig bewusst, dass Louis wahrhaftig meine Beiträge in der Gruppe verfolgt. Klasse! Hab mir dann von Louis auch erst einmal meine Rollitasche unterschreiben lassen und ein Bildchen gab es natürlich auch noch mit ihm zusammen. Doch dann musste Louis wieder gehen, weil kurze Zeit später Staubkind auf die Bühne musste. Staubkind war eine von zwei Vorgruppen von Unheilig.
Zum krönenden Abschluss ließ ich mir vom Graf auch noch mein neu erworbenes T-shirt vom unterschreiben. Dies tat er direkt auf meinen Beinen, der Graf lag mir quasi fast zu Füßen. Dann nahm er das Shirt hoch, pustete die Unterschrift an und fragte mich ganz freundlich, ob er es wieder auf meine Beine legen dürfe. Nun knipsten wir nochmal ein paar Fotos und gegen 19 Uhr war für alle die Zeit leider um, denn es dauerte nicht mehr lange, bis zum Beginn des Unheiligkonzertes.
Licky und der Graf verabschiedeten sich von allen freundlich und dann mussten sie gehen. Als Licky an mir vorbei ging lächelte er mich an und bedankte sich noch einmal für die Lickybox. Darüber freute ich mich sehr! Der nette Herr, der uns auch abholte, brachte uns auch wieder zum Konzertgelände zurück. „Und war es toll?“, fragte er mich. Fettgrinsend sagte ich: „Ohja! Was ein tolles Erlebnis!“ Ich war völlig geflasht. Es war so toll, mein Traum wurde wirklich wahr, doch so richtig begreifen konnte ich das zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Nun hieß es ja erst einmal wieder, die Hürde über diesem Kabel zu besiegen, doch Marco und Michel schoben mich gleich manuell rückwärts hinüber, um weitere Dramen zu vermeiden.
Staubkind war, wie ich schon beim Meet & Greet hörte, voll im Element. Und als ich die Absperrung für die Rollstuhlfahrer und den engen Spielraum dort sah, nutzte ich die Chance und nahm den freien Platz, ungefähr drei Reihen hinter der ersten Absperrung rechts von der Bühne war. So nah an der Bühne war ich noch nie und da dort auch schon zwei Rollstuhlfahrer standen, hatte ich keine Hemmungen, mich auch einfach dahin zu stellen. Ich war so happy, unbeschreiblich, ein Konzert nun auch mal so nah erleben zu können. Während ich schon fleißig bei Staubkind mitsang, fuhr ich erst einmal meinen Rollstuhl nach ganz oben und hatte somit eine noch bessere Sicht. Ich genoss die letzten drei Lieder von Staubkind, trotz etwas Nieselregen. Eine tolle Band, die auch im Regen gute Stimmung machte.
Während dann alles auf Unheilig wartete, gönnten wir uns erst einmal etwas zu Essen und schnell nutze ich eine weitere Chance, noch näher an die Bühne zu gelangen, da welche fortgingen. Und dann ging es endlich los, dass Unheiligkonzert begann, das Intro lief. Gänsehaut verbreitete sich am ganzen Körper. Potti, Henning und Licky betraten nach und nach die Bühne, alles klatschte, jubelte und schrie.
Nun ertönten die Klänge von Lickys Gitarre zu dem Song „Auf Ewig“. Gänsehaut pur, sage ich euch. Licky lief zum Steg und wieder kreischte alles. Ein wirklich überwältigender Moment. Und dann war es soweit, ER kam, der Graf! Mit seinem schicken schwarzen Anzug sprang er auf die Bühne, lief nach rechts, nach links und dann zum Steg und keiner war mehr zu halten. Alles jubelte! Es war ein wahnsinniges tolles Konzert mit vielen vielen schönen Erlebnissen und Eindrücken, die man so gar nicht alle im Detail wiedergeben kann. Viele kennen auch nur die Songs von Unheilig, die im Radio gespielt werden, aber Unheilig ist so viel mehr. Unheilig muss man einfach selber erleben, um zu verstehen, was ich eigentlich ausdrücken möchte. Das mein Lieblingssong „Spiegelbild“ gespielt wurde, erfreute mich natürlich sehr. Das Duett Licky und der Graf, oder Lickys Soloauftritt, fand ich einfach nur genial. Licky ist echt ein toller Künstler und sein eigenes Album „Cravity Castle“ ist sehr zu empfehlen. Ich finde Licky so klasse, dass ich mir das Ziel gesetzt habe, auch mal auf ein Konzert von ihm zu fahren. Und das sage ich nicht nur, weil er ein Teil von Unheilig ist, sondern weil er echt tolle Musik macht, auch in ganz anderer Richtung als Unheilig.
Während dann der Graf den Song „An deiner Seite“ sang, hatte ich auch einen ganz besonderen Moment. Denn der 20. Juli ist der Todestag vom meinem Uropas und da schaute ich hinauf zum Himmel und dachte ganz fest an ihn. Es passte alles total gut zusammen, denn der Himmel sah an diesem Abend auch noch echt Atemberaubend aus. Was auch noch traumhaft aussah, ein Schiff fuhr neben dem Konzertgelände vorbei und dieses war zusammen mit dem Grafen auf der Leinwand zu sehen. Auch die Bilder, als es zum Schluss des Konzertes wieder anfing zu Regen und dann zusätzlich dieser Sonnenuntergang, ein echt gelungenes Ende, einfach traumhaft.
Das Konzert war der absolute Hammer. Natürlich nur wie immer viel zu schnell vorbei.
Nun machten wir erst einmal die obligatorischen Bilder vor der Bühne, wo mich dann auch wieder drei nette Damen begrüßten, die ich von Facebook kannte. Es war ja alles so überwältigend! Ich weiß nicht wie viele Menschen mich angesprochen haben. Aus jeder Ecke hörte ich nur „Mareike“ rufen, dies war echt der Wahnsinn. Habe mich schon bald selber gefühlt wie ein kleiner Star, grins, dies war schon echt witzig. Marco sagte schon, dass es wohl besser gewesen wäre, wir hätten von mir auch noch Autogrammkarten mitgenommen.
Dann lief eben nochmal Licky mit ein paar Meter Abstand an uns vorbei, da er auf dem Weg zur seiner Autogrammstunde war. In diese Richtung führte auch unser Weg, denn ich wollte mir noch eine Autogrammkarte von Staubkind abstauben, doch erst machte ich nochmal Stop vor Lickys Plakat, um dieses mit mir zusammen bildlich festzuhalten.
Bei Louis und den Staubkindern war natürlich ein riesiger Ansturm, aber nach einiger Zeit und einer weiteren netten Unterhaltung mit Louis, bekam ich dann meine Autogrammkarte und ein Foto mit Band. Dann verabschiedeten wir uns.
Nun traten wir die Heimfahrt an und gegen halb 3 in der Nacht, war dann die Chance in meinem Bettchen mal die Äugelein zu zu machen, aber dies war ja kaum möglich. Ich war ja so aufgedreht, so überwältigt von diesem Tag, der musste erst einmal verarbeitet werden. Es gingen einem ja so viele Gedanken und Bilder durch den Kopf! Selbst heute noch…
Resümee:
Der 20. Juli 2014, ein Tag, den ich niemals vergessen und immer im Herzen tragen werde. All denen, die dafür gesorgt haben, dass mein Traum wahr wurde, bin ich unendlich Dankbar. Den Grafen und auch Licky hautnah erleben zu dürfen, das größte Geschenk was man mir machen konnte. Für mich ist an diesem Tag ein langersehnter Traum zur Wirklichkeit geworden und ich kann gar nicht zum Ausdruck bringen, wie viel mir dieses Treffen mit dem Graf und auch Licky bedeutet. Nur ein kurzer Gedanke an dieses Erlebnis und mein Herzchen fängt vor Freude an zu hüpfen. Ich sprühe wieder voller Lebensqualität und freue mich über jeden neuen Tag.
Ich danke natürlich in erster Linie dem CulturClub Battenberg (Günter Wack und Monika Huft) und dem Ederdampf – Radio (Olaf Dudek), für all das was sie für mich getan habt.
Ich danke meinen Mitgliedern aus meiner Facebookgruppe und dann natürlich Marco, denn ohne ihn wäre ich niemals nach Mainz gekommen. Ich danke meinem Neffen Michel für seine Unterstützung und ich danke Sabine, dass sie als Begleitperson eingesprungen ist.
Ich danke Simone, dass sie trotz Traurigkeit sich für mich freut, dass endlich mein Wunsch in Erfüllung ging.
Und dann danke ich natürlich noch dem Grafen und Licky für das tolle Meet & Greet, für die herzliche Begrüßung und die schöne Zeit. Danke für die tollen Fotos und die vielen Autogramme.
Ich danke Louis von Staubkind für die Überraschung, die nette Unterhaltungen, Fotos und Autogramme. Ihr seid echt tolle und herzliche Menschen.
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