Die SPD Volkmarsen unterstützt die Forderung der Bürgermeister Impfung vor Ort zu ermöglichen

Foto: SPD Volkmarsen

Volkmarsen(pm). Mit der Organisation der Impfungen für die über 80-Jährigen hatte sich auch die SPD-Fraktion im Volkmarser Stadtparlament in mehreren Videokonferenzen in den letzten Tagen auseinandergesetzt. Einen entsprechenden Fragenkatalog hat die Fraktion vor einigen Tagen an Bürgermeister Hartmut Linnekugel gestellt. Immerhin leben zurzeit ca. 450 Menschen (6,5 % der Bevölkerung), die das 80. Lebensjahr vollendet haben und damit zur ersten Impfgruppe gehören, in Volkmarsen.

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Die Impfungen für die Personen der ersten Gruppe, die das 80. Lebensjahr vollendet haben und in Einrichtungen leben, haben bereits begonnen. Die dafür getroffenen Vorkehrungen des Landkreises zeigen vor Ort erste sehr mutmachende Ergebnisse. Die mobilen Impfteams leisten nach ersten Rückmeldungen hervorragende Arbeit vor Ort. „Wir sind sehr froh und dankbar, dass in der Volkmarser Senioreneinrichtung „Haus Kugelsburg“ die erste Tranche (Mitarbeiter und Bewohner) bereits schon im alten Jahr verimpft werden konnte“, erklärt Fraktionsvorsitzender Bruno Kramer. Alle anderen Menschen ab dem 80.Lebensjahr, die außerhalb von Einrichtungen auf Pflege oder Unterstützung durch Dritte oder Familienangehörige angewiesen sind, müssen sich aber per Telefon oder im Internet anmelden und dann irgendwie ihre Anreise und Begleitung organisieren. Zahlreiche Ansprachen aus der Bevölkerung deuten darauf hin, dass der Weg über Hotlineportale oder das Internet für viele ältere Menschen eine teilweise unüberwindbare Hürde darstellt. Dies gilt im Besonderen, wenn der/die Einzelne nach zahlreichen vergeblichen Anrufversuchen frustriert aufgibt. Zu hoffen sei, dass die Auslastungsprobleme in den nächsten Tagen behoben würden. Zu wünschen sei aber die Öffnung der lokalen Impfzentrum und die Möglichkeit einer dezentralen Terminvergabe.

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Der Landkreis Waldeck-Frankenberg ist bekanntlich ein großer Flächenkreis. Das kann durchaus eine abenteuerliche Anreise zum Impfzentrum werden. Aus diesem Grund schlägt die SPD Volkmarsen vor, die positiven Erfahrungen mit den Impfungen von Menschen in stationären Einrichtungen zu nutzen und die Möglichkeit der wohnortnahen Impfung auf den Personenkreis der übrigen 80-Jährigen auszuweiten. Hierfür stehen den Kommunen geeignete Räumlichkeiten wie Dorfgemeinschaftshäuser, Turn- und Sporthallen usw. zur Verfügung. Ein erreichbares „Sorgentelefon“ und personelle Unterstützungen durch die Städte und Gemeinden könnten als flankierende Maßnahmen hilfreich sein. Solche niederschwelligen Angebote würden sicherlich auch die Impfbereitschaft unterstützen.

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Die mit großem Engagement fristgerecht aufgebauten und ausgerüsteten Regionalzentren sowie die dezentralen Impfzentren würden dadurch nicht beeinträchtigt. Dies gilt insbesondere, wenn ausreichend Impfstoff zu Verfügung steht. Sie werden ihre Aufgabe für alle anderen Impfgruppen erhalten und wahrscheinlich sehr lange innehaben.

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