Vergangenes lebendig machen

Vertreterinnen der Geopark-Führer , Korbachs Bürgermeister Klaus Friedrich, Tourismusförderer Dr. Marc Müllerhoff, Geopark-Projektbüroleiterin Kim Peis, Fachdienstleiter Umwelt Ralf Enderlein,Sebastian Freitag von der Firma MT Interactive und der "Korbacher Dackel". Foto: Landkreis Waldeck-Frankenberg
Geopark des Landkreises weckt Erdgeschichte auf dem Smartphone zum Leben

Korbach(pm). Vergangenes lebendig machen: Das ist das Motto des Geoparks GrenzWelten des Landkreises Waldeck-Frankenberg. Aber wie kann man geologische Prozesse, enorme zeitliche Dimensionen und längst ausgestorbene Lebewesen verständlich erläutern und darstellen? Künftig geht dies an der Korbacher Spalte mit einem Klick auf dem Smartphone. Den lebensechten Procynosuchus beobachten, eine interaktive Reise durch die ganze Erdgeschichte unternehmen und die visualisierte Entstehung der Korbacher Spalte erfahren – das wird künftig mittels der so genannten Augmented-Reality-Technologie möglich sein.

Mit dem Smartphone können Besucher an der Korbacher Spalte einen QR-Code scannen und bekommen durch eine computergestützte Erweiterung der Realität Themen und Informationen visuell und interaktiv vermittelt. Das einzige was die Besucher dazu benötigen ist ein Smartphone oder ein Tablet, mit der man QR-Codes lesen kann. Zunächst hat der Geopark gemeinsam mit der Firma MT Interactive und der Stadt Korbach zwei interaktive Projekte umgesetzt: Die 3D-Darstellung des Procynosuchus, eines der äl-testen an der Korbacher Spalte gefundenen Fossilien und die Entstehung der bekannten Fossillagerstädte in der Kreis- und Hansestadt. Über die moderne Technologie wird mit Hilfe der 2D-Simulationen Wissen über die Entstehung der Korbacher Spalte und die Entwicklung des Lebens vermittelt. Das neue Angebot steht ab sofort zur Verfügung. „In Zeiten der Digitalisierung und immer weiter fortschreitenden Entwicklung der technischen Möglichkeiten, finde ich diese Art der Wissensvermittlung zukunftsweisend“, sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat. „Modernste Möglichkeiten unterstützen hier bei der Weitergabe von Jahrtausende alten Entwicklungen. Das ist eine tolle Sache!“ Hiermit spreche man besonders jüngere Zielgruppen wie Jugendliche oder Schulklassen an. „Hier kommt jeder auf seine Kosten und kann das Erlebnis Korbacher Spalte ganz neu für sich entdecken“, verspricht die Leiterin des Geoparks Kim Peis. „Auf eigene Faust oder im Rahmen der angebotenen Führungen können Besucher das Angebot nutzen und so ihren Ausflug

perfekt ergänzen.“ Ein solches Angebot gebe es bis jetzt in keinem anderen deutschen Geopark. Neben der Entstehung der Korbacher Spalte und dem 3D-Procynosuchus sollen dem-nächst weitere Themenbereiche digitalisiert werden – und voraussichtlich im kommenden Jahr zum Saisonstart im Sommer zur Verfügung stehen. Diese und viele weitere Angebote, Führungen und Aktionen sind auch online auf der neu gestalteten Webseite des Geoparks unter www.geopark-grenzwelten.de zu finden. „Auch hier lohnt es sich, einmal reinzuschauen“, sagt Kim Peis. „Denn auch hier kann man weitere Angebote und Aktionen entdecken.“

Die Korbacher Spalte. Foto: EDR/od
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