Das Bergwaldprojekt e.V. im Nationalpark

Pause nach dem Abbau von Einzelschutz aus Draht um Kirschbäume – das Bergwaldprojekt hat diese Woche wieder einen tatkräftigen Einsatz im Nationalpark. Foto: Nationalpark Kellerwald-Edersee

Freiwilligen-Einsatz für naturnahe Wälder

Bad Wildungen(pm). Vom 3. bis 9. November findet zum 15. Mal in Zusammenarbeit mit dem Bergwaldprojekt e.V. eine Einsatzwoche mit Freiwilligen im Nationalpark Kellerwald-Edersee statt. Insgesamt 25 Ehrenamtliche sind im Arbeitseinsatz und führen an verschiedenen Standorten Biotoppflegemaßnahmen durch. Dabei erhalten sie tiefere Einblicke in das Ökosystem Wald. Im Rahmen des Einsatzes werden Biotope aufgewertet, während die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über die Projektwoche hinaus für eine nachhaltige Lebensweise sensibilisiert werden.

Werbung

In dieser Woche führen Freiwillige unter der Leitung von Projektförster Christoph Wehner vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie von „Teamleiter Management“ Marco Enders vom Nationalpark Kellerwald-Edersee im Großschutzgebiet an verschiedenen Standorten Biotoppflegemaßnahmen durch. Teil der Arbeiten ist es, Wege freizuschneiden und die fremden Arten Spätblühende Traubenkirsche und Lupine zu entfernen, um heimische Arten zu fördern. Außerdem wird ein Weisergatter im Nationalpark erneuert, mit dessen Hilfe beobachtet werden kann, welchen Einfluss das Wild auf den Wald und seine Entwicklung hat. Es werden aber auch Zäune abgebaut: Einzelschutz aus Drahtgeflecht, der Kirschbäume beim Wachsen vor dem Wild schützen sollte, hat nun seinen Zweck erfüllt und wird entfernt.

Werbung

Neben der praktischen Arbeit ist auch eine Fachexkursion vorgesehen, um die dynamischen Abläufe innerhalb des Waldes näher zu beleuchten und die vielfältigen Aspekte dieses Ökosystems besser zu verstehen. Ein wichtiges Anliegen der Einsatzwoche ist es, den Nationalpark-Gedanken mit all seinen Facetten zu vermitteln. „Der Wald ist ein idealer Lehrer für die Nachhaltigkeit. Nur wer pfleglich mit ihm umgeht und seine natürliche Dynamik zulässt, erhält seine Funktionen auch für kommende Generationen“, so Enders, „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Einsatzwoche unterstützen uns bei dieser Arbeit und erleben den Wald in der Woche einmal ganz neu.“ Christoph Wehner vom Bergwaldprojekt e.V. ergänzt: „Die Erfahrungen aus den Projektwochen hinterlassen bei den Ehrenamtlichen, die mit viel Freude bei der Arbeit sind, tolle Eindrücke und bleibende Erinnerungen. Sie entwickeln oftmals neue Beziehungen zum Wald und zur Natur. Dies bestärkt sie darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Sie beteiligen sich damit an einem gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung.“

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Einsatzwochen mit jährlich über 2.500 Teilnehmenden. 2019 finden 120 Projektwochen an 51 verschiedenen Standorten statt. Die Arbeitseinsätze dienen dazu, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen.

Informationen:

www.nationalpark-kellerwald-edersee.de

www.bergwaldprojekt.de

Related posts

Leave a Comment