EWF erhält Arbeitsschutz-Zertifikat

Michael Wiechers (Sicherheitsfachkraft bei der EWF, Leiter der Abteilung Technische Dienste), Joachim Müller (Bereichsleiter Netzbetrieb der EWF), Stefan Schaller (Geschäftsführer EWF), Franz-Wilhelm Schnittker (BG ETEM, Leiter für das Audit bei der EWF), Martin Schmitt (BG ETEM),Thomas Deuerling (Beauftragter für das Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement bei der EWF)Foto: EWF/Axel Voigt

Landkreis Waldeck-Frankenberg, Bad Zwesten, Breuna, Fritzlar, Trendelburg(pm). Nach umfassender Überprüfung erhielt die Energie Waldeck-Frankenberg GmbH (EWF) am 3. Juni von der Berufsgenossenschaft Energie, Textil, Elektro und Medienerzeugnisse (BG ETEM) das Zertifikat zur erfolgreichen Umsetzung eines Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagementsystems (AGMS). Ende 2017 hatte der regionale Energieversorger die Entscheidung getroffen, ein solches System einzuführen und durch die Berufsgenossenschaft zertifizieren zu lassen.

„Wir kümmern uns schon seit Jahren um das Thema Arbeitsschutz, beispielsweise durch regelmäßige Schulungen und Unterweisungen. Und wir haben schon seit Jahren verschiedene Angebote für Mitarbeiter zum Thema Gesundheitsschutz,“ erläutert Stefan Schaller, Geschäftsführer der EWF. „Mit der Umsetzung des AGMS haben wir diese einzelnen Maßnahmen nun gebündelt und können damit auf künftige Herausforderungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz reagieren.“ Mit der zunehmend digitalisierten Arbeitswelt müsse den möglichen psychischen Belastungen, die der Arbeitsalltag mit sich bringen kann, mehr Aufmerksamkeit gewidmet werden. Zudem sei ein umfassender Arbeits- und Gesundheitsschutz auch wichtig, um begehrten Fachkräften eine attraktive berufliche Perspektive in der Region zu bieten.

Sicherheit bei der EWF schon lange Thema
Schon seit fast 15 Jahren lässt sich die EWF regelmäßig von externer Seite begutachten. Bereits 2005 erhielt die EWF als Netzbetreiber ein Zertifikat zur Umsetzung eines Technischen Sicherheitsmanagements für die Strom-, Erdgas- und Wasserversorgung. Damit wurde bescheinigt, dass sich das Unternehmen an die hohen technischen Standards der Energiebranche hält. Auch die Arbeitssicherheit der Mitarbeiter ist ein Teil dieser Überprüfung. Dazu sagte der Geschäftsführer der EWF: „Das TSM-Zertifikat belegt bereits, dass wir uns als Netzbetreiber einem hohen Standard verpflichtet fühlen, auch zum Schutz der Mitarbeiter. Die Überprüfung umfasst bereits Regeln zum Thema Arbeitssicherheit.“ Beim neu eingeführten Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement konnte die EWF auf die Erfahrungen aus der TSM-Zertifizierung aufbauen und ein umfassendes System für alle Tätigkeiten im Unternehmen aufbauen.

Grundlage für die Überlegungen ist die systematische Gewährleistung der persönlichen Sicherheit – sei es bei alltäglichen Arbeiten wie dem Tonerwechsel beim Kopierer oder beim Umgang mit technischen Bauteilen, die möglicherweise unter Hochspannung stehen können. Diese heute praktisch selbstverständlichen Maßnahmen werden durch ein Arbeits- und Gesundheitsschutzmanagement wirkungsvoll ergänzt. Gesundheitsgerechte Arbeitsplätze und weitere Angebote zur Erhaltung des persönlichen Wohlbefindens sorgen für niedrigere Krankheitsquoten, hohe Motivation, eine nachhaltige Verbesserung des Arbeitsklimas und damit für eine hohe Leistungsbereitschaft der Beschäftigten. „Die Mitarbeiter sind aktiv dabei und haben jederzeit die Möglichkeit, eigene Vorschläge zur Verbesserung des AGMS zu machen,“ erklärt Joachim Müller, Bereichsleiter für den Netzbetrieb der EWF. Zudem werde den psychischen Belastungen im Arbeitsalltag heute mehr Aufmerksamkeit geschenkt, so Joachim Müller weiter.

Als Partner für die Zertifizierung entschied die EWF, sich durch die Berufsgenossenschaft Energie, Textil, Elektro und Medienerzeugnisse zertifizieren zu lassen. „Im Vergleich zu anderen Unternehmen müssen wir im technischen Bereich auf andere Gefahren achten, beispielsweise bei Tätigkeiten im Gas-, Wasser- oder Strombetrieb,“ erklärt Joachim Müller. Als zuständige Berufsgenossenschaft für die Energiebranche könne daher die BG ETEM am besten die Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz der EWF einschätzen.

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