Russlanddeutsche sind wertvolle Mitglieder unserer regionalen Gesellschaft

Nur wer mehr von einander weiß, kann Vorurteile abbauen – eröffneten die Ausstellung (vl.): Landrat Manfred Müller, Jakob Fischer (LmDR), Nina Wiebel (Monolith e.V.) Irene Meh (Monolith), Heinrich Zertik, Tatjana Wind (Monolith) und Eugen Eichelberg (LmDR). Foto: Kreis Paderborn, Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Meike Delang

Ausstellung „Deutsche aus Russland“ im Kreishaus zu sehen

Kreis Paderborn(krpb). „In Russland sind wir die Deutschen. Und in Deutschland sind wir die Russen“, sagt Jakob Fischer, Projektleiter bei der Landsmannschaft der Deutschen aus Russland LmDR. Die Geschichte der Spätaussiedler aus den Staaten der ehemaligen Sowjetunion in Deutschland ist eine Geschichte voller Missverständnisse. Deshalb wird im Kreishaus bis zum 25. April eine Ausstellung gezeigt, die über die Historie der Russlanddeutschen, ihre Rück-Auswanderung in die Bundesrepublik, von neuen Wurzeln in der neuen/alten Heimat und einem verständnisvollen Miteinander erzählt.

„Die Spätaussiedler, die vor allen in den 90er-Jahren zu uns kamen, waren sehr wertvoll für den Kreis Paderborn. Da kamen Facharbeiter, die mit Fleiß und dem Willen mitzuwirken angepackt haben, und einen großen Anteil daran hatten, dass unsere Region einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt hat“, sagt Landrat Manfred Müller bei der Eröffnung der Ausstellung. Er wünscht sich, dass neben den Besuchern des Kreishauses auch viele Schulklassen die Ausstellung besichtigen, um mehr über die Geschichte und Gegenwart der Russlanddeutschen zu erfahren und gegenseitige Vorurteile abzubauen. „Am Ende ist nur wichtig, dass wir uns gegenseitig in die Augen schauen und sagen: Hier ist unsere Heimat!“, betont Heinrich Zertik, der als erster Russlanddeutsche als Abgeordneter in den Deutschen Bundestag gewählt wurde.

Die Ausstellung „Deutsche aus Russland“ wurde von der LmDR konzipiert und mit Mitteln des Bundesministeriums des Innern und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge realisiert. Sie ist noch bis zum 25. April im Kreishaus, Aldegreverstraße 10-14, zu den Öffnungszeiten des Hauses zu sehen.

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