In Waldeck-Frankenberg wird ausgezeichnet ausgebildet

Ausbildungs-Zertifikat für Rohde - Foto:EDR/od - Personalleiter Gerald Pusch, die beiden Geschäftsführer Jörg Scheffer und Stephan Trachte, Bernd Wilke von der Agentur für Arbeit, Melanie Witkowski vom Arbeitgeberservice der Agentur und Personalreferentin Indra-Isabell Berkenkopf.

Rhode Tief-und Straßenbau und horizont erhielten Zertifikat

Meineringhausen/Korbach(od). In der Woche der Ausbildung zeichnet die Agentur für Arbeit zwei Unternehmen für ihre vorbildliches Engagement im Bereich Ausbildung und Nachwuchsförderung aus. Bernd Wilke, Leiter operativer Bereich bei der Agentur für Arbeit sagt bei der Übergabe des Zertifikat an die Firma Rhode Tief- und Straßenbau:“ Noch vor 10 Jahren gab es mehr Bewerber als Ausbildungsstellen. Das hat sich komplett geändert.“ Wilke weiter:“ Im September 2018 haben sich auf 1300 Ausbildungsplätze nur 1200 junge Leute um einen Ausbildungsplatz beworben. Mit dem Zertifikat honoriert die Agentur für Arbeit die Anstrengungen der Unternehmen um den Nachwuchs.“

Wir bauen die Verbindungen der Zukunft

Wir bauen die Verbindungen der Zukunft lautet das Motto der Firma Rhode, um Interessenten für eine Ausbildung im Tief- und Straßenbau zu gewinnen. „ Unsere Branche litt lange unter dem Vorurteil, dass man keine qualifizierte Ausbildung benötigt, da man sowieso nur mit Hacke und Schippe arbeitet.“ Das ist schon lange nicht mehr so im Tief- und Straßenbau, es werden hoch qualifizierte Facharbeiter benötigt. Deswegen bildet Rhode Tiefbaufacharbeiter, Straßenbauer, Baugeräteführer, KFZ-Mechatroniker, Land- und Baumaschinenmechatroniker, Industriekaufleute und IT-Systemkaufleute aus. Zusammen mit der Universität Kassel ist auch das duale Studium möglich. Schachtmeister( Vorarbeiter), Polier(Baustellenleiter) oder nach erfolgreicher Ausbildung ein Studium an Fachhochschulen sind die Karrieremöglichkeiten bei Rhode. Als Traditionsunternehmen mit einer über 140jährigen Firmengeschichte ist Rhode stolz auf die enge Bindung seiner Mitarbeiter zum Unternehmen, so kommt es vor, dass drei Generationen im Betrieb arbeiten. Personalleiter Gerald Pusch dazu:“ Zu Unternehmensveranstaltungen laden wir alle ein, vom jüngsten Firmenmitglied bis zum ältesten Ehemaligen. Und alle kommen gerne, ein Zeichen, dass man sich der Rhodefamilie verbunden fühlt.“ Einen Wunsch hat man noch bei Rhode: Baugeräteführer und der Bereich Kfz- und Baugerätemechatronik ist auch für Frauen ein attraktiver Ausbildungsberuf, körperliche Kraft ist nicht mehr das ausschlaggebende in der Baubranche. „Neben Ausbildungsbörsen und den klassischen Anzeigen setzt Rhode auch eine Fokus auf die sozialen Medien,“ erläuterte Personalreferentin Indra-Isabell Berkenkopf. Neben einem eigenen Firmenblog ist Rhode auch auf Facebook und Instagram vertreten, informiert über offene Stellen und Firmenneuigkeiten. Das Mitarbeiter ein wichtiges Kapital sind, dass man langfristig an sich binden möchte ,zeigt Rhode auch auf andere Weise: nicht Schulnoten sind ausschlaggebend, auch schulisch schwächere Bewerber können, bereut von erfahrenen Ausbildern, ihr Ausbildung bei Rhode erfolgreich absolvieren. Und im Rahmen von Modernisierungen am Standort Meineringhausen wird man auch ein Augenmerk auf das Gesundheitsmanagement legen. So ist unter anderem ein Fitnessraum geplant und ein „Rhode-Cube“ der für Schulungen, Firmenpräsentationen, aber auch für Veranstaltungen genutzt werden soll.

Horizont Azubis sind Siegertypen

Auszubildende Sabrina Heidel, Sonja Frankenstein vom Arbeitgeberservice der Agentur, Bernd Wilke, die Leiterin der kaufmännischen Ausbildung, Clarissa Raabe, und Auszubildende Lea Diehl. Foto:EDR/od

Mit einer Auszubildendenquote von rund 10% setzt horizont als mittelständisches Unternehmen auf den hohen Stellenwert der eignen ausgebildeten Fachkräfte. „Für uns ist die Auszeichnung durch die Bundesagentur für Arbeit etwas Besonderes, denn wir stecken viel Engagement und Herzblut in die Ausbildung,“ betont Clarissa Raabe. Die junge Frau ist in der Horizont-Gruppe Kaufmännische Ausbildungsleiterin sowie für Personalentwicklung und Gesundheitsmanagement verantwortlich. Das Besondere an der Ausbildung bei horizont: die Auszubildenden bekommen nicht nur eine qualifizierte Ausbildung in technischen, kaufmännischen Berufen oder in den dualen Studiengängen, sondern gucken auch über den Tellerand. Das heißt sie lernen alle Abteilungen und Bereiche des Unternehmens kennen. „Unsere Auszubildenden werden zum selbstständigen Arbeiten nicht nur ermuntert, sondern auch bei Ideen oder Projekten von uns unterstützt,“ sagt Raabe. Wie gut diese Vorgehensweise funktioniert beweisen die Erfolge beim HessenMetall-Wettbewerb „Meine Zukunft“: zum vierten Mal räumten horizont-Azubis einen ersten Preis ab(EDR berichtete ausführlich). Im letzten Jahr gehört Sabrina Heidel zum Siegerteam mit dem Projekt „Forscherwerkstatt“. Die Auszubildende im Bereich Mediengestaltung steht kurz vor dem Abschluss ihrer Ausbildung und erläuterte bei der Zertifikatsübergabe das Projekt. Ein weiterer Leuchtturm in der Ausbldung bei horizont ist der „modulare Weiterbildungsführerschein“, vorgestellt von Lea Diehl, Auszubildende zur Industriekauffrau. Entwickelt wurde der „modulare Weiterbildungsführerschein“ gemeinsam von Ausbildern und Auszubildenden. Schwerpunkte sind unter anderem Teambildung, Zeitmanagement, Gesundheitskompetenz, Produktschulungen oder Ergonomie am Arbeitsplatz. Durch die ausländischen Standorte werden den Auszubildenden auch interkulturelle Kompetenzen vermittelt. Lea Diehl berichtete von ihrem zweiwöchiges Praktikum im englischen horizont-Werk. „Nach wie vor ist horizont als Ausbildungsbetrieb sehr gefragt,“ sagt Clarissa Raabe, „ wir erhalten noch hochwertige Bewerbungen, aber es fehlen Fachkräfte und Auszubildende für den Bereich Lagerhaltung und Logistik.Heir würden wir uns noch über mehr Bewerbungen freuen.“

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