Edertal investiert in die Trinkwasser-Versorgung

Ortstermin in Böhne - Foto: Klein - Bürgermeister Klaus Gier, Hartmut Emde, Helmut Hauer und Alexander Paul besichtigten den Baufortschritt in der Vorkammer des Hochbehälters

Umfangreiche Sanierungsarbeiten in drei Hochbehältern

Edertal(Uli Klein/nh). Die Gemeinde Edertal investiert kräftig in die Modernisierung der Trinkwasser-Versorgungsanlagen. Die Komplettsanierung von Wasserspeicher-Reservoiren in drei von 13 Ortsteilen kostet mehr als 900.000 Euro. Die Hochbehälter in Wellen, Bringhausen und Böhne waren und sind nach Auskunft von Bauamtsleiter Alexander Paul dringend sanierungsbedürftig. „Die umfangreichen Erneuerungen in Wellen und Bringhausen konnten bereits abgeschlossen werden, die Arbeiten am Wasserspeicher in Böhne laufen seit vergangenem November.“ Trotz regelmäßiger und kleinerer Instandsetzungsarbeiten seien die drei Hochbehälter „ganz einfach in die Jahre gekommen“, gibt Paul zu bedenken. Der bauliche Zustand der Wasserkammern habe Oberflächenschäden aufgewiesen, die einen regulären Betrieb des Bauwerks aber auch der Trinkwasserversorgung hätten stören können. Insgesamt verfüge die Gemeinde Edertal über 14 Hochbehälter, mit denen die Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser sichergestellt werde. Die Hochbehälter in Bringhausen und Böhne seien in den 1960er Jahren gebaut worden, berichtet Bürgermeister Klaus Gier. „Nach damaligem Stand der Technik wurden die Stahlbetonwände mit einer speziellen Chlor-Kautschuk Farbe bestrichen, wie sie auch heute noch für das Abdichten von Schwimmbädern verwendet wird“, erklärt der Verwaltungschef.


Die Erneuerungsarbeiten beginnen mit dem Entfernen alter Schutzschichten durch das beauftragte Fachunternehmen. „Nachdem die Stahlbetonwände freigelegt und die Risse verpresst worden sind, wird eine mineralische Beschichtung aufgetragen“, beschreibt Wassermeister Helmut Hauer die weiteren Sanierungsschritte. Zu den umfangreichen Arbeiten zähle auch der Komplettaustausch von Gussrohren und -schiebern. Hauer: „Anstatt dessen lassen wir ausschließlich Teile aus rostfreiem Edelstahl verbauen. Und auch die Podeste und Leitern in den Anlagen werden gemäß der Arbeitssicherheits-Vorgaben erneuert.“


Die Gemeinde lege größten Wert auf die gesetzlich vorgeschriebene Versorgung der Menschen mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser. „Alle Behälter werden von uns einmal wöchentlich kontrolliert, im jährlichen Rhythmus komplett gereinigt und auch das Gesundheitsamt überwacht die Anlagen in regelmäßigen Abständen“, berichtet der Wassermeister. Bürgermeister Klaus Gier, Bauamtsleiter Alexander Paul, Helmut Hauer und Hartmut Emde von der Trinkwasserversorgung, freuen sich über eine schriftliche Bewertung des Landkreises, Fachdienst Gesundheit. Darin wird der Gemeinde Edertal unter anderem bescheinigt, dass sie über vorbildliche und vorzeigbare Wasserversorgungsanlagen verfügt. Mit vergleichsweise wenig Personal würden die Anlagen sehr gut gepflegt und gewartet. Und weiter heißt es in dem Schreiben: „Hier setzen Ihre Mitarbeiter in Bezug auf Kontrolle und Dokumentation der Anlagen kreisweite Maßstäbe.

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