Mehr Demokratie e.V. und das Netzwerk für Toleranz laden zu vier Dialogabenden ein
Diemelstadt. Wie können Menschen miteinander im Gespräch bleiben, auch wenn sie unterschiedliche Erfahrungen, Meinungen und Perspektiven haben? Das Dialogformat „Sprechen und Zuhören“ schafft dafür einen besonderen Raum. Ab September 2026 findet die Veranstaltungsreihe an vier Terminen im Landkreis Waldeck-Frankenberg statt. Entwickelt wurde das Format von Mehr Demokratie e.V.. Im Landkreis wird es in Kooperation mit der Partnerschaft für Demokratie „Netzwerk für Toleranz“ umgesetzt. Die Veranstaltungen sind Teil einer bundesweiten Aktion.
Im Mittelpunkt steht das persönliche Gespräch – und vor allem das Zuhören. Menschen sind eingeladen, ihre Erfahrungen zu teilen, Fragen zu stellen oder besser zu verstehen, wie andere über ein bestimmtes Thema denken. In kleinen Gesprächsrunden erhält jede Person jeweils vier Minuten Zeit, zu erzählen, was sie zu dem jeweiligen Thema beschäftigt. Die anderen hören zu, ohne zu
unterbrechen, zu widersprechen oder unmittelbar zu diskutieren.
Das Rederecht wandert innerhalb der Kleingruppe mehrfach weiter. So entsteht ein Austausch, bei dem unterschiedliche Perspektiven sichtbar werden und die Teilnehmenden die Möglichkeit bekommen, eigene Gedanken zu teilen, aufeinander einzugehen und andere Sichtweisen nachzuvollziehen. „Bei Sprechen & Zuhören entsteht etwas Besonderes: Die Beteiligten werden sich bewusster, wie sie in der Tiefe zu einem Thema stehen. Sie machen außerdem die Erfahrung, dass demokratische Verständigung möglich ist – auch in Zeiten verrohter Diskurse. Es entstehen Brücken zwischen Menschen und über politische Lager hinweg“, betont Markus Möller von Mehr Demokratie e.V. Den Auftakt der Dialogreihe bildet am 22. September 2026 um 19 Uhr im Bürgerhaus Korbach das Thema „Was ist für mich Heimat?“ „Die Auseinandersetzung mit dem Thema Heimat eröffnet die Möglichkeit, sich zu fragen, was aus einem Ort ein Zuhause werden lässt“, erklärt Helena Heider vom Netzwerk für Toleranz. „Heimat muss aber nicht unbedingt ein Ort sein. Auch Menschen, Beziehungen oder kulturelle Praktiken können Heimatgefühle auslösen. Das Thema eignet sich daher hervorragend für tiefgehende Gespräche, die dazu beitragen, voneinander zu lernen und gemeinsam darüber nachzudenken, wie Heimat aussehen
und gestaltet werden kann.“ Der Eintritt ist frei. Für Getränke und Snacks ist gesorgt.
Die weiteren Dialogabende finden jeweils um 19 Uhr statt:
• 12.10.2026: Bürgerhaus Bad Wildungen
• 16.11.2026: Kulturhalle Frankenberg
• 14.12.2026: Bürgerhaus Bad Arolsen
Die Themen der drei weiteren Veranstaltungen werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben. Anmeldung: Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen bitte an info@toleranzwafkb.de.




