Korbach/Frankenberg(pm). Der Landkreis Waldeck-Frankenberg macht mit seinem Fachdienst Frauen und Chancengleichheit anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März mit einer Informationsaktion auf das Thema Gleichberechtigung aufmerksam. Unter dem Motto „The Future Is Equal“ lädt der Fachdienst für den 7. März 2026 in den urbanen Treffpunkt „Frankenberger Tor“ in der Philipp-Soldan-Stadt ein. Von 11 – 14 Uhr gibt es dort einen Informationsstand mit Materialien rund um Frauenrechte und Gleichstellung, es finden Austausch und Gespräche statt und es werden „kleine Aufmerksamkeiten“ ausgegeben. Mit dem diesjährigen Motto möchte der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit darauf aufmerksam machen, dass sich auch nach über 100 Jahren seit dem ersten Internationalen Frauentag wenig geändert hat. In keinem Land der Welt wurde eine vollständige Gleichberechtigung der Geschlechter in allen Bereichen des täglichen Lebens erreicht. Aktuell werden, weltweit gesehen, sogar vermehrt Rechte beschnitten und eingeschränkt. Auch Deutschland hat als Gesellschaft noch einen langen Weg bis zur Gleichberechtigung vor sich – weit entgegen der Annahme, dass Männer und Frauen bei uns schon längst gleichberechtigt seien. Die Organisatorinnen würden sich über ein reges Interesse an der Informationsaktion am 7. März in Frankenberg (Eder) freuen.
Hintergrund
Der Internationale Frauentag steht seit über 100 Jahren als Symbol für Frauenrechte und Gleichberechtigung. Entstanden ist er aus der internationalen Frauenbewegung und macht auf bestehende Ungleichheiten aufmerksam.
Aktuelle Herausforderungen zum Thema Gleichberechtigung sind:
– Mit dem aktuellen Tempo, in dem die Gleichberechtigung voranschreitet, dauert es noch 123 Jahre, bis Frauen weltweit gleichberechtigt sind.
– Frauen verdienen bei vergleichbarer Tätigkeit und Qualifikation im Durchschnitt sechs Prozent weniger als Männer.
– Frauen leisten den Großteil der unbezahlten Sorgearbeit – pro Woche neun Stunden mehr als Männer. Das bedeutet weniger Verdienst, geringere berufliche Chancen und ein höheres Risiko für Altersarmut.
– Frauen sind in Führungspositionen unterrepräsentiert.
– Alle drei Minuten erlebt eine Frau in Deutschland häusliche Gewalt. Die Täter bei Partnerschaftsgewalt sind fast ausschließlich Männer.
– Medizin richtet sich vor allem nach dem männlichen Körper – Symptome von Frauen werden oft übersehen oder falsch gedeutet.

