Korbach/Frankenberg(pm). Das Stadtkrankenhaus Korbach und das Kreiskrankenhaus Frankenberg wachsen zum Klinikum Waldeck-Frankenberg zusammen. Mit dem Zusammenschluss werden medizinische Kompetenzen gebündelt und die Versorgung der Patienten in der Region nachhaltig gestärkt. Ein bedeutender Schritt im Rahmen dieser Neuausrichtung ist die standortübergreifende Zusammenführung der Allgemein- und Viszeralchirurgie unter einer gemeinsamen chefärztlichen Leitung. An beiden Standorten – Korbach und Frankenberg – bestehen leistungsstarke viszeralchirurgische Abteilungen, die künftig enger zusammenarbeiten werden. Für die Patienten im Landkreis bedeutet dies ein klares Plus an Behandlungsqualität – durch gebündelte Expertise und ein erfahrenes Team an beiden Standorten. Zum 1. März 2026 wird Dr. med. Arkadiy Radzikhovskiy, MHBA, derzeit Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Standort Frankenberg, seine Chefarztverantwortung standortübergreifend auf den Standort Korbach ausweiten. Dr. Radzikhovskiy ist Facharzt für Allgemeine Chirurgie und Viszeralchirurgie mit den Zusatzbezeichnungen Spezielle Viszeralchirurgie und Proktologie und übernimmt damit die Gesamtleitung der Allgemein- und Viszeralchirurgie für das gesamte Klinikum Waldeck-Frankenberg.
„Dr. Radzikhovskiy verfügt über umfangreiche operative Erfahrung, insbesondere in der minimalinvasiven, onkologischen und proktologischen Chirurgie. Wir freuen uns daher, dass er unser Team in Korbach bereichert“, so Geschäftsführer Sassan Pur. Im vergangenen Jahr hatte Bakytbek Kobegenov die Abteilung für Allgemein- und Viszeralchirurgie in Korbach kommissarisch geführt und wird fortan weiter als leitender Oberarzt in Korbach tätig sein. „Perspektivisch planen wir den Ausbau der chirurgischen Schwerpunkte sowie weitere Zertifizierungen in diesem Bereich“, ergänzt Anne Bülling, Geschäftsführerin am Standort Frankenberg.
Damit wird ein weiterer wichtiger Schritt im Zuge der Fusion der beiden Standorte zum Klinikum Waldeck-Frankenberg umgesetzt. Gleichzeitig markiert dieser Schritt den Einstieg in das zukünftige Konzept: Ein System. Ein Team. Eine Leitung. „Mit der standortübergreifenden Struktur schaffen wir klare Verantwortlichkeiten, stärken unsere fachliche Expertise und nutzen Synergien optimal“, so Landrat Jürgen van der Horst. Korbachs Bürgermeister, Stefan Kieweg, betont: „Unser gemeinsames Ziel ist es, die hohe medizinische Qualität an beiden Standorten weiter auszubauen, Spezialisierungen gezielt zu fördern und gleichzeitig die wohnortnahe Versorgung für unsere Bürgerinnen und Bürger sicherzustellen.“ An beiden Standorten werden in der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie Erkrankungen der inneren Organe mit modernsten Operationsverfahren behandelt. Die Allgemeinchirurgie befasst sich mit der operativen Grund- und Regelversorgung. Sie umfasst unter anderem die Behandlung von Hernien (z. B. Leisten- oder Nabelbrüchen), Erkrankungen der Schilddrüse, Eingriffe an Weichteilen sowie die Versorgung von Notfällen im Bauchraum. Die Viszeralchirurgie ist ein spezialisierter Bereich der Chirurgie und konzentriert sich auf die operative Behandlung der inneren Organe des Bauchraums. Dazu zählen Eingriffe an Magen, Darm, Leber, Bauchspeicheldrüse, Gallenblase sowie an Enddarm und Speiseröhre. Neben klassischen offenen Operationsverfahren kommen moderne, minimalinvasive Techniken (sog. „Schlüssellochchirurgie“) zum Einsatz. Mit der Fusion zum Klinikum Waldeck-Frankenberg setzt der Träger ein klares Zeichen für eine zukunftsfähige Krankenhausstruktur in der Region. Patienten profitieren künftig von gebündelter Kompetenz, modernen Strukturen und einer noch engeren fachlichen Vernetzung. Beide Standorte werden daneben auch besondere Spezialisierungen für die Region anbieten: Am Standort Frankenberg ist bereits ein zertifiziertes Adipositaszentrum etabliert worden. Am Standort in Korbach wird zukünftig aufgrund der engen Zusammenarbeit mit den Fachärzten für Onkologie schwerpunktmäßig die onkologische Chirurgie ausgebaut.

















