Wissen teilen. Zukunft gestalten

Kassel/Berlin(pm). Hessen verankert mit AKIS ein neues System für Wissenstransfer und Innovation. Mit der Koordinierungs- und Vernetzungsstelle „Agricultural Knowledge and Innovation System“ (AKIS) kommt der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) der Anforderung der EU nach, Wissen aus unter anderem Forschung, Verwaltung und Praxis stärker miteinander zu verzahnen und somit innovative Betriebslösungen schneller in die Praxis zu überführen. Auf der Grünen Woche in Berlin informierte sich Hessens Landwirtschaftsminister Ingmar Jung bei der kommissarischen LLH-Leitung Anna Kaiser und Katrin Walmanns über das neue Agrarwissensnetzwerk. „Mit AKIS verstaubt Wissen nicht in Schubladen, sondern es wird
gesammelt, strukturiert aufbereitet und gelangt direkt in die Praxis zu den landwirtschaftlichen Betrieben“, betont Landwirtschaftsminister Ingmar Jung anlässlich der Präsentation der neuen
Informationsbroschüre von AKIS auf der Grünen Woche.
Wissenstransfer systematisch stärken
Hessen nimmt bundesweit eine Vorreiterrolle ein: Als erstes Bundesland hat es im Oktober 2024 eine Stabsstelle eingerichtet und somit AKIS in einer eigenständigen Struktur mit eigenem Personal verankert. Ziel ist es, den Wissens- und Innovationstransfer zwischen Forschung, Verwaltung und Praxis gezielt zu stärken.


„Unsere Aufgabe ist es, gemeinsam mit den Betrieben Menschen zusammenzubringen, Innovationen verständlich aufzubereiten und so das Wissen aus der Praxis heraus in den hessischen Gartenbau- und Landwirtschaftsbetrieben weiter wachsen zu lassen“, erklärt Anna Kaiser, die für die strategische Ausrichtung von AKIS im LLH zuständig ist. Die Koordinierungs- und Vernetzungsstelle AKIS baut systematisch neue Kommunikations- und Kooperationswege auf – etwa durch Vernetzungsangebote für Beraterinnen und Berater, Formate für den Austausch zwischen Forschung und Praxis sowie die Unterstützung von Innovationsprojekten. Darüber hinaus stärkt AKIS mit Initiativen wie der Veranstaltungsreihe „AKIS verbindet“ den Wissens- und Erfahrungsaustausch über Landesgrenzen hinweg. Ziel ist es, gemeinsam mit den Beratungs- und Bildungsstrukturen anderer Bundesländer Synergien zu schaffen, erfolgreiche Ansätze zu teilen und Ressourcen künftig noch gezielter für praxisnahe Lösungen in der Landwirtschaft einzusetzen. Auf diese Weise trägt AKIS dazu bei, die Leistungsfähigkeit des gesamten Agrar- und Wissenssystems nachhaltig zu stärken.


Innovationen gezielt in die Praxis bringen
Die im Rahmen der Grünen Woche vorgestellte Fachbroschüre „AKIS – Netzwerk Wissen Wachsen“ dient dabei als Einstieg: Sie erklärt kompakt Strukturen, Aufgaben und Arbeitsweise von AKIS in Hessen, zeigt Praxisbeispiele gelungener Vernetzung und macht transparent, wie LLH-Beratung, Bildung und Fachinformationen in dieses Wissenssystem eingebunden sind. So erhalten Betriebe, Verbände, Forschungspartner und Verwaltung einen schnellen Überblick, an welchen Schnittstellen sie selbst an AKIS andocken können.
Verfügbarkeit der Broschüre
Die Broschüre steht ab sofort als Download zur Verfügung unter: www.llh.hessen.de/akis. Ein gedrucktes Exemplar kann per E-Mail unter akis@llh.hessen.de bestellt werden. Die AKIS-Broschüre wird durch die Europäische Union im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) gefördert. Zuständige Verwaltungsbehörde: Hessisches Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat
(HMLU)
Kontakt:
Sören Bronsert und Leslie Risch
Koordinierungs- und Vernetzungsstelle AKIS
Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH)
Kölnische Straße 48-50, 34117 Kassel
Telefon: 0561 / 72 99 328
E-Mail: akis@llh.hessen.de.