Landwirtschaftliche Woche Nordhessen: Resilienz stärken – Zukunft gestalten

Baunatal(pm). Zum Jahresauftakt in der Landwirtschaft setzt eine traditionelle Veranstaltungsreihe sowohl fachliche als auch gesellschaftspolitische Impulse: Die Landwirtschaftliche Woche Nordhessen ermöglicht seit Jahrzehnten Austausch, Vernetzung und Wissensaufbau für die Landwirtschaft in Hessen. Vom 12. bis 14. Januar 2026 findet die Veranstaltung in der Stadthalle Baunatal in ihrer 78. Ausgabe statt – gemeinsam mit den 33. Kasseler Gartenbautagen. „Unsere Landwirtschaft steht vor vielfältigen Herausforderungen – von Klimawandel über technologische Innovationen bis hin zu Marktveränderungen. Um diesen Entwicklungen erfolgreich zu begegnen, sind fachliche Weiterbildung und Erfahrungsaustausch unerlässlich. Die Landwirtschaftliche Woche Nordhessen ist dafür seit vielen Jahren die ideale Plattform: Mit praxisnahen Fachveranstaltungen, spannenden Einblicken in aktuelle Fortschritte und der Möglichkeit, mit Berufskolleginnen und -kollegen in den Dialog zu treten, stärken wir die Zukunftsfähigkeit der Landwirtschaft in Hessen“, erklärt Karsten Schmal, Präsident des Hessischen Bauernverbandes und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaftliche Woche e. V.
Resilienz in Praxis, Betrieb und Gesellschaft
Die dreitägige Veranstaltung bietet in diesem Jahr verschiedene Vorträge zum Leitthema Resilienz in der Landwirtschaft. Erfahrungen aus der Pandemie und dem Ukraine-Konflikt für die Agrar- und Ernährungswirtschaft werden ebenso beleuchtet wie soziale Fragestellungen der Familienführung, Hofübergabe oder Inklusion beeinträchtigter Menschen.


Am zweiten Veranstaltungstag richtet Generalmajor Andreas Henne, Kommandeur der neu gegründeten Heimatschutzdivision der Bundeswehr, den Blick darauf, wie die deutsche Landwirtschaft auf Krisen und Konflikte vorbereitet ist. Einen besonderen Akzent setzt die Hessische Landjugend e. V. mit der Einladung von Axel Duensing – einem 33-jährigen, blinden Landwirt aus Holste-Hellingst in Niedersachsen, der von seinem Weg in der ökologischen Landwirtschaft berichtet.

Vortrag Generalmajor Henne LWN

„Die Landwirtschaftliche Woche Nordhessen richtet sich bewusst an unterschiedliche Zielgruppen der grünen Branche. Mit dem Schwerpunkt zur Resilienz geben wir Orientierung in bewegten Zeiten. Durch Liveübertragungen ist eine Teilnahme auch über Nordhessen hinaus möglich“, betont Karl-Josef Walmanns, Pressesprecher des LLH und Geschäftsführer der Landwirtschaftlichen Woche.
Auftakt: Orientierung und Perspektiven
Mit dem Keynote-Interview von Para-Dressurreiterin Angelika Trabert wird am Eröffnungstag aufgezeigt, wie Hürden mit Willenskraft gemeistert werden. Danach erwartet die Teilnehmenden ein strategischer Blick in die agrarpolitische Zukunft. Stefanie Sabet, Generalsekretärin des Deutschen Bauernverbandes, fragt: „Was erwartet die deutsche Landwirtschaft 2026 und danach?“ Eine anschließende Gesprächsrunde diskutiert Chancen und Lösungen für zukunftsfähige Betriebe. Das gesamte Vortragsprogramm der Landwirtschaftlichen Woche Nordhessen kann unter www.llh.hessen.de abgerufen werden.