Ein Zeichen setzen gegen Gewalt an Frauen: RP Kassel beteiligt sich an Kampagne

Kassel(pm). Erstmals beteiligt sich das Regierungspräsidium (RP) Kassel in diesem Jahr an den „Orange Days“. Die Kampagne der Vereinten Nationen soll in der Zeit vom 25. November bis 10. Dezember auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam machen und für das Thema sensibilisieren. Der Gleichstellungsbereich des RP Kassel beteiligt sich mit einer Reihe von Aktivitäten an den Orange Days, um ein Zeichen gegen jede Form von Gewalt zu setzen. Offizieller Auftakt für die Orange Days war Dienstag, der 25. November, am Internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen. Wie an vielen öffentlichen Gebäuden in Kassel, Hessen und ganz Deutschland ist auch der Eingangsbereich des RP-Gebäudes Am Alten Stadtschloss zwei Wochen lang in orangefarbenes Licht getaucht. So soll weithin ein deutliches Zeichen dafür gesetzt werden, dass Frauen und Mädchen auf der ganzen Welt nach wie vor von vielfältigen Formen
der Gewalt betroffen sind. Die Orange Days enden traditionell am 10. Dezember, dem Internationalen Tag der Menschenrechte.
Infomarkt für Mitarbeitende
Ebenfalls am 25. November informierte das Team der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten mit einem „Infomarkt“ im Foyer des Regierungspräsidiums über das Thema Gewalt gegen Frauen. Mit Hilfe von Flyern, Plakaten und anderen Materialien wurden die Mitarbeitenden zum Gespräch eingeladen und für die Thematik sensibilisiert. Gleichzeitig wurden Hilfsangebote und Möglichkeiten aufgezeigt, wie Betroffene und deren Angehörige Hilfe erhalten und wie sich jeder Mensch gegen Gewalt an Frauen und Mädchen einsetzen kann.


Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte des Regierungspräsidiums, Sonja Pfeiffer, sagte hierzu: „Das Thema Gewalt hat viele Facetten: Vergewaltigung als Kriegswaffe, die weltweit Frauen, aber auch Männer und Kinder trifft, ist auch eine davon. Wir haben eine klare Haltung und lehnen jegliche Form von Gewalt ab. Ich danke der Behördenleitung dafür, dass sie mich auch bei dieser Kampagne wieder tatkräftig unterstützt.“
Platz nehmen auf der „Orangenen Bank“ für ein klares Nein gegen Gewalt an Frauen
Während der Orange Days und darüber hinaus wird auch eine „orangene Bank“ durch die Liegenschaften des Regierungspräsidiums wandern. Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte lädt alle Mitarbeitenden des Regierungspräsidiums ein, auf der Bank Platz zu nehmen damit jeweils ihr klares „Nein“ zu Gewalt gegen Frauen auszudrücken. Die Bank dient zum einen als sichtbares Zeichen, das die Thematik ins öffentliche Bewusstsein rückt, zum anderen soll sie dazu anregen, dass Mitarbeitende Platz nehmen und ihre Erfahrungen und Meinungen miteinander teilen. Zum Auftakt nahmen Regierungspräsident Mark Weinmeister und Regierungsvizepräsident Rolf Richter zusammen mit Sonja Pfeiffer auf der orangenen Bank Platz. Mark Weinmeister betonte: „Es ist bedrückend, dass Frauen und Mädchen noch im 21. Jahrhundert vielfältigen Formen der Gewalt ausgesetzt sind, auch in einem fortschrittlichen und entwickelten Land wie Deutschland. Das muss uns als Gesellschaft beschämen und wachrütteln. Die Orange Days der Vereinten Nationen sind ein guter Anlass, um auf das Thema hinzuweisen und darüber ins Gespräch zu kommen. Damit darf es aber natürlich nicht getan sein. Ich freue mich daher sehr, dass unser Gleichstellungsbereich mit dem Infomarkt und der orangenen Bank Angebote geschaffen hat, um dauerhaft Bewusstsein zu schaffen und Gesprächsangebote zu initiieren. Dafür nehme ich gerne Platz und hebe die Hand zum Stoppzeichen gegen Gewalt an Mädchen und Frauen!“


Öffentlich Aufmerksamkeit schaffen
Die orangene Bank wird in den kommenden Wochen durch sämtliche RP-Liegenschaften von Kassel bis Wiesbaden reisen. Die RP-Mitarbeitenden sind aufgerufen, auf der Bank Platz zu nehmen und Fotos von sich zu machen, wie sie Gewalt gegen Frau und Mädchen ein klares „Stoppsignal“ geben. Die Fotos werden vom Frauen- und Gleichstellungsbereich gesammelt und dann intern und über die Social-Media-Kanäle des Regierungspräsidiums ausgespielt. So sollen kraftvolle Zeichen des Zusammenhalts und des gemeinsamen Einsatzes für das Thema gesetzt werden.
Hintergrund:
Die UN-Kampagne „Orange the World“ macht seit 1991 auf Gewalt gegen Frauen und Mädchen aufmerksam: vom Internationalen Tag zur Beendigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November bis zum 10. Dezember, dem Tag der Menschenrechte. Sie ist seit 2008 Teil der „UNiTE to End Violence against Women“ Kampagne des UN-Generalsekretärs, die von UN Women durchgeführt wird. Gewalt gegen Frauen wird in allen gesellschaftlichen Gruppen und in allen Bereichen des täglichen Lebens ausgeübt. Die Gewalt hat tiefgreifende Folgen für das Leben von Frauen und die gesamte Gesellschaft.