Wildkatzenwälder von Morgen im NationalparkZentrum Kellerwald

BUND-Wanderausstellung über die Europäische Wildkatze
Vöhl-Herzhausen. Die Europäische Wildkatze ist eine heimliche Bewohnerin der Wälder und auch im Nationalpark Kellerwald-Edersee zu Hause. Wie sie lebt, welche Lebensräume sie benötigt und warum naturnahe, strukturreiche Wälder für ihren Schutz so wichtig sind, zeigt die Wanderausstellung „Wildkatzenwälder von morgen“ des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Von Freitag, 6. November, bis Freitag, 8. Januar 2027, ist die Ausstellung im NationalparkZentrum Kellerwald in Vöhl-Herzhausen zu Gast. Mehr als 50 Jahre galt die Wildkatze im Kellerwald als weitestgehend verschwunden. Erst im Winter 2006/2007 gelangen wieder erste Nachweise im Nationalpark Kellerwald-Edersee. Seitdem betreibt die Nationalparkverwaltung ein umfassendes und langjähriges Monitoring, das begleiten konnte, wie sich die scheue Waldbewohnerin das Gebiet zurückerobert. Mit bislang mehr als 175 nachgewiesenen Individuen (Stand 2023) ist der Nationalpark heute ein wichtiger Lebensraum für die Europäische Wildkatze. Besonders die störungsarmen, weitgehend straßenfreien Waldtäler bieten ihr wertvolle Rückzugsräume. Auch die umliegenden Wälder spielen eine wichtige Rolle, da Wildkatzen zwischen verschiedenen Lebensräumen wechseln und große Streifgebiete nutzen.

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Hier knüpft die Ausstellung an und nimmt Besucherinnen und Besucher mit in die faszinierende Welt der Europäischen Wildkatze. Interaktive Elemente vermitteln, welche Lebensräume sie benötigt und wie artenreiche, naturnahe Wälder gestaltet und miteinander vernetzt werden können. Davon profitieren nicht nur die Wildkatze, sondern zahlreiche weitere Tier- und Pflanzenarten.

Hintergrund:

Die Ausstellung ist Teil des sechsjährigen BUND-Projektes „Wildkatzenwälder von morgen“. Ziel des bundesweiten Vorhabens ist es, gemeinsam mit verschiedenen Partnern die Lebensräume der Europäischen Wildkatze zu verbessern und artenreiche, klimarobuste Waldlebensräume zu schaffen. Gefördert wird das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit. Das Hessische Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat (HMLU) ist Co-Förderer des Vorhabens. An der Umsetzung beteiligt sind der BUND-Bundesverband, die BUNDjugend sowie mehrere BUND-Landesverbände, darunter Hessen.

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