Netzwerk-Forum Hitzeprävention: Nach der Hitze ist vor der Hitze

Bad Wildungen. Wie Unternehmen ihre Beschäftigten besser vor gesundheitlichen Belastungen durch Hitze schützen können, stand im Mittelpunkt des „Netzwerk-Forum Hitzeprävention – nach der Hitze ist vor der Hitze“ am 6. Oktober in der Wandelhalle Bad Wildungen. Das Nordhessen Netzwerk Betriebliche Gesundheit hatte Unternehmen, Netzwerkpartner und Interessierte eingeladen, Wissen und Erfahrungen auszutauschen und konkrete Möglichkeiten der Hitzeprävention und Hitzevorsorge kennenzulernen. Teilnehmende nutzten die Veranstaltung zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung. Den Auftakt des Fachprogramms machte Prof. Dr. Carsten Bartsch mit seinem Vortrag „BadWildungen: Der Weg zum Longevity und Healthy Aging Zentrum – in der Mitte Europas“. Er betonte, es ginge nicht um die Verlängerung des Lebens an sich, sondern um gesundes Altern. Anschließend gab David Schellenberg von der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG) Einblicke in die „Hitzeprävention aus Sicht des Präventionsdienstes der VBG“. Die geltenden Arbeitsschutzregelungen verpflichten Arbeitgeber, die Arbeitsbedingungen an hohe Temperaturen anzupassen und geeignete Schutzmaßnahmen zu ergreifen. Er gab aber auch Anregungen, wie Unternehmen gesundheitliche Belastungen frühzeitig vermeiden können.

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Im anschließenden Beitrag zeigten Denise Gawlik (BKK WIRTSCHAFT & FINANZEN), Ina Koch (Continentale BKK) und Lisa Wagner (BKK Herkules) auf, welche Möglichkeiten die Betriebliche
Gesundheitsförderung über die gesetzlichen Anforderungen hinaus bietet, den Hitzeschutz durch geeignete Maßnahmen zu verstärken. Der Bogen spannte sich hin bis zu einem ökologischen Handeln für ein gesünderes Unternehmen. „Durch das Zusammenspiel von Arbeitsschutz und Betrieblicher Gesundheitsförderung können Synergien entstehen, die sowohl die Gesundheit des Einzelnen als auch im Unternehmen verbessern“, erklärte Ina Koch, Continentale BKK.


Im Anschluss nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit, die Inhalte der Vorträge zu diskutieren, eigene Erfahrungen einzubringen und sich über konkrete Möglichkeiten der Hitzevorsorge
auszutauschen. Im Mittelpunkt standen dabei auch die Fragen, wie Unternehmen Beschäftigte an heißen Tagen schützen, welche Maßnahmen sich im Arbeitsalltag umsetzen lassen und wo Betriebe Unterstützung erhalten. Das Forum zeigte entsprechend die Bedeutung der Zusammenarbeit verschiedener Akteure. Im Nordhessen Netzwerk Betriebliche Gesundheit bündeln Krankenkassen, Berufsgenossenschaften, Kammern, Rentenversicherung, Wirtschaftsförderungen und weitere Partner ihre Angebote und ihre Fachkenntnisse. Besonders kleinen und mittleren Unternehmen bietet das Netzwerk einen einfachen Zugang zu Unterstützung rund um die betriebliche Gesundheit. „Unsere Netzwerkarbeit wird davon geleitet, die betriebliche Gesundheit in der Region zu fördern und die dafür bereitstehenden Ressourcen in Nordhessen zu bündeln und sinnvoll einzusetzen“, betonten Denise Gawlik (BKK WIRTSCHAFT & FINANZEN) und Lisa Wagner (BKK Herkules). Betriebliche Gesundheit ist dabei auch ein Thema der Fachkräftesicherung. Gute Arbeitsbedingungen können dazu beitragen, Beschäftigte langfristig zu binden, Arbeitsausfälle zu reduzieren und Unternehmen als attraktive Arbeitgeber zu positionieren. Das Netzwerk unterstützt bereits seit 2017 Unternehmen dabei, passende Maßnahmen zu finden und umzusetzen.
Diese Arbeit wurde mit der Nominierung 2024 für den Deutschen Fachkräftepreis in der Kategorie „Innovatives Netzwerk“ belohnt.

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