AFK-Unternehmertreff im Landhaus Bärenmühle
Frankenau. Urlaub, Tagungen, Familienfeiern und Kulturveranstaltungen bringen Gäste aus unterschiedlichen Anlässen in die Region. Wie ein touristischer Betrieb diese Bereiche verbindet und zugleich die Nachfolge in einem gewachsenen Familienunternehmen vorbereitet, stand im Mittelpunkt des jüngsten Unternehmertreffs des Arbeitskreises der Wirtschaft für Kommunalfragen Frankenberg/Eder (AFK) im Romantik Hotel Landhaus Bärenmühle. Geschäftsführerin Christiane Kohl gab gemeinsam mit ihrer zukünftigen Nachfolgerin Melanie Bremmer Einblicke in die Entwicklung des Hauses. Die Geschichte der Mühle reicht bis in das Jahr 1554 zurück. Unter dem Leitmotiv „in der Heimat verwurzelt und zugleich in der Welt unterwegs“ verbindet die Bärenmühle die Nutzung des historischen Anwesens mit Hotel und Gastronomie. Regionale Geschichte ist Teil des Konzepts: Die Gästezimmer greifen Persönlichkeiten und Geschichten aus der Region auf, darunter König Pippin, Landgraf Philipp der Großmütige und der aus Haina stammende Maler Johann Heinrich Wilhelm Tischbein. „Heutzutage haben die Menschen einen großen Hunger nach guten Geschichten, wir erzählen sie unseren Gästen und machen sie damit neugierig auf die versteckten Schätze unserer Region“, erklärt Geschäftsführerin Christiane Kohl.
Die touristische Ausrichtung des Hauses umfasst unterschiedliche Gästegruppen und Anlässe. Als Mitglied der Romantik-Hotel-Gruppe und der Landlusthotels spricht die Bärenmühle Urlaubsgäste aus dem In- und Ausland an. Als eines von 250 zertifizierten Toptagungshotels in Deutschland richtet sie sich zugleich an Tagungsgäste. Hinzu kommen Hochzeiten und Familienfeiern. Gemeinsam mit zwei weiteren Hotels organisiert die Bärenmühle außerdem Jahr für Jahr den „Literarischen Frühling in der Heimat der Brüder Grimm“. Damit verbindet der
Betrieb Urlaub, Tagungen, private Veranstaltungen und Kultur an einem Standort. „Der Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für unsere Region. Die Bärenmühle steht hier
beispielhaft für regionale Identität, Qualität und Wertschöpfung vor Ort“, betont Klaus Cronau, Vorsitzender des AFK Frankenberg/Eder.
Beim Rundgang erhielten die AFK-Mitglieder auch Einblicke in die Weiterentwicklung des historischen Anwesens. Eine ehemalige Scheune wird heute als moderner Tagungs- und Veranstaltungsraum genutzt. Die historische Bausubstanz wird so für heutige betriebliche Anforderungen weitergenutzt. Neben der touristischen Entwicklung stand die Zukunft des Familienbetriebs im Fokus. Melanie Bremmer übernimmt schrittweise Verantwortung und führt den Betrieb im Tandem mit Christiane Kohl weiter. Der Generationenwechsel wird damit bereits im laufenden Betrieb vorbereitet. Für die Mitglieder des AFK verband der Unternehmertreff damit zwei zentrale wirtschaftliche Themen: die Rolle touristischer Betriebe für die Region und die rechtzeitige Vorbereitung der Unternehmensnachfolge. Die Bärenmühle bot dafür ein konkretes Beispiel aus der regionalen Unternehmenspraxis.
Hintergrund
Der Arbeitskreis der Wirtschaft für Kommunalfragen Frankenberg/Eder (AFK) wurde 1974 gegründet und zählt über 110 Mitglieder aus Industrie, Handel, Handwerk, Dienstleistung und freien Berufen. Ziel des AFK ist die Vertretung und Durchsetzung lokaler und regionaler Wirtschaftsinteressen. Der Arbeitskreis versteht sich als unabhängige, überparteiliche und überkonfessionelle Plattform für wirtschaftspolitische Willensbildung in der Region. Interessierte Unternehmen können über network@afk-frankenberg.de Kontakt aufnehmen und Teil des Netzwerkes werden.

