Zaghafte Belebung nach Sommerpause
Korbach. Mit leicht rückläufigen Arbeitslosenzahlen zeigt sich der August-Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Korbach positiv. In den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder waren im August 8839 Arbeitslose registriert, gegenüber Juli ein Rückgang um 113 (minus 1,3 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag wie im vorigen Monat bei 4,7 Prozent. Seit dem August des Vorjahres ist die Arbeitslosenzahl um 270 bzw. 3 Prozent gesunken, die Quote lag damals bei 4,8 Prozent. „Dass bereits im August die Arbeitslosigkeit sinkt, ist eher unüblich“, kommentiert der Korbacher Agenturleiter Volker Breustedt. „Dabei spielt möglicherweise das frühe Ende der Sommerferien in Hessen eine Rolle, mit dem in der Regel der Arbeitsmarkt allmählich wieder Fahrt aufnimmt.“ Eine nachhaltige Erholung lasse dennoch noch auf sich warten, wie die unterschiedliche Entwicklung der beiden Rechtskreise im Jahresvergleich zeige. „Die gesunkene Arbeitslosigkeit seit August 2025 ist auf die beiden Jobcenter im Agenturbezirk zurückzuführen, während bei der Arbeitsagentur ein leichter Anstieg innerhalb eines Jahres zu verzeichnen ist. Darin werden unter anderem die Auswirkungen der wirtschaftlichen Flaute in etlichen Branchen sichtbar, die für Unsicherheit bei Arbeitgebern sorgt.“
Im Jahresvergleich gab es erneut den deutlichsten Rückgang der Arbeitslosigkeit bei Ausländern, bei denen zudem die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung kontinuierlich gestiegen ist. „Wir sind auf ausländische Arbeitskräfte angewiesen“, betonte Breustedt. „Angesicht des demographischen Wandels und des Arbeitskräftemangels in etlichen Branchen sind sie unverzichtbar für Beschäftigungszuwachs und Fachkräftesicherung.“ Im Vergleich mit dem August des Vorjahres ist die Arbeitslosigkeit bei allen Personengruppen gesunken, erneut prozentual am stärksten bei Ausländern (minus 259 Personen, minus 8,2 Prozent), gefolgt von Männern (minus 226, minus 4,4 Prozent), Jüngeren bis 25 Jahren (minus 40, minus 3,3 Prozent), Älteren ab 50 Jahren (minus 65, minus 2,1 Prozent) und Frauen (minus 44, minus 1,1 Prozent). 2535 Langzeitarbeitslose waren im August gemeldet, das waren 110 mehr als vor einem Jahr (plus 4,5 Prozent). Binnen Monatsfrist ist die Arbeitslosigkeit in beiden Rechtskreisen zurückgegangen. Bei der Arbeitsagentur (Rechtskreis Sozialgesetzbuch III) waren 3869 Arbeitslose gemeldet, 95 weniger als im Juli (minus 2,4 Prozent). Bei den Jobcentern in den beiden Landkreisen (Rechtskreis Sozialgesetzbuch II) waren 4970 Arbeitslose registriert (minus 18, minus 0,4 Prozent). Im Jahresvergleich ist bei der Arbeitsagentur die Arbeitslosenzahl um 52 gestiegen (plus 1,4 Prozent), bei den Jobcentern dagegen um 322 gesunken (minus 6,1 Prozent). Die Zahl der offenen Stellen hat sich seit Juli um 119 auf 2320 erhöht, das sind 364 weniger als vor einem Jahr. Im Agenturbezirk haben bis zum 24. August 5 Betriebe neu Kurzarbeit angezeigt, von der maximal 86 Beschäftigte betroffen sein können. Vor einem Jahr waren es 6 Betriebe mit bis zu 172 betroffenen Mitarbeitenden.
Die Arbeitsmarktzahlen in den Landkreisen
In Waldeck-Frankenberg waren im August 4170 Menschen arbeitslos gemeldet, 5 weniger als im Juli (minus 0,1 Prozent) und 84 weniger als vor einem Jahr (minus 2 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag wie im vorigen Monat bei 4,7 Prozent und damit 0,1 Prozentpunkte niedriger als vor einem Jahr. Der Bestand an offenen Stellen hat sich seit Juli um 126 auf 1459 erhöht, das sind 202 weniger als vor einem Jahr.
Korbach mit Bad Wildungen. 1778 Personen ohne Arbeit waren im August in Korbach und Bad Wildungen registriert, 12 weniger als im Juli (minus 0,7 Prozent) und 51 weniger als vor einem Jahr (minus 2,8 Prozent). Die Quote lag bei 4,2 Prozent, das sind jeweils 0,1 Prozentpunkte weniger als vor einem Monat und vor einem Jahr.
Geschäftsstelle Frankenberg. 1402 Arbeitslose verzeichnete die Geschäftsstelle Frankenberg im Berichtsmonat, 5 weniger als im Juli (minus 0,4 Prozent) und 135 weniger als vor einem Jahr (minus 8,8 Prozent). Die Arbeitslosenquote stagnierte bei 4,9 Prozent, vor einem Jahr waren es 5,3 Prozent.
Geschäftsstelle Bad Arolsen. In der Geschäftsstelle Bad Arolsen ist die Zahl der Arbeitslosen um 12 auf 990 gestiegen (plus 1,2 Prozent), das sind 102 mehr als vor einem Jahr (plus 11,5 Prozent). Die Quote betrug wie im Juli 5,5 Prozent und lag damit 0,5 Prozentpunkte höher als im August 2025.
Im Schwalm-Eder-Kreis waren im August 4669 Arbeitslose registriert, 108 weniger als im Juli (minus 2,3 Prozent) und 186 weniger als im Vorjahresmonat (minus 3,8 Prozent). Die Quote betrug 4,7 Prozent, vor einem Monat und vor einem Jahr hatte sie bei 4,8 Prozent gelegen. 861 offene Stellen waren im Schwalm-Eder-Kreis gemeldet, 7 weniger als im Juli und 162 weniger als vor einem Jahr.
Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg. 2360 Arbeitslose waren in der Geschäftsstelle Fritzlar-Homberg erfasst, ein Minus von 35 gegenüber Juli (minus 1,5 Prozent) und von 1 gegenüber dem Vorjahr (0 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag unverändert bei 5,0 Prozent und damit um 0,1 Prozentpunkte höher als vor einem Jahr.
Geschäftsstelle Melsungen. Die Geschäftsstelle Melsungen verzeichnete innerhalb eines Monats einen Rückgang um 34 auf 1219 Arbeitslose (minus 2,7 Prozent), das waren 126 weniger als im August 2025 (minus 9,4 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank von 4,9 auf 4,7 Prozent, vor einem Jahr hatte sie 5,2 Prozent betragen.
Geschäftsstelle Schwalmstadt. 1090 Menschen auf Jobsuche zeigte die August-Statistik für die Geschäftsstelle Schwalmstadt, 39 weniger als im Juli (minus 3,5 Prozent) und 59 weniger als im August des Vorjahres (minus 5,1 Prozent). Die Arbeitslosenquote lag mit 4,0 Prozent um 0,2 Prozentpunkte niedriger als vor einem Monat. Vor einem Jahr waren es noch 4,3 Prozent.









