Kfz-Innung setzt auf Ausbildung gegen den Fachkräftemangel

Ausbildung – Elektromobilität – Zukunftsthemen im Mittelpunkt

Waldeck-Sachsenhausen. Im Landgasthof Kleppe fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der Innung des Kraftfahrzeug-Gewerbes Waldeck-Frankenberg statt. Obermeister Fritz Faupel begrüßte die Mitglieder und blickte auf ein erfolgreiches Innungsjahr zurück. Die Innung zählt aktuell 100 Mitgliedsbetriebe. In den Werkstätten und Autohäusern der Region absolvieren derzeit 115 angehende Kfz-Mechatroniker sowie fünf Fachpraktiker für Kfz-Mechatronik ihre Ausbildung. Damit leisten die Betriebe einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung im Landkreis. Im Mittelpunkt der Versammlung stand ein Impulsvortrag von Dimitrij Schmalz, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung und des Regionalmanagements Waldeck-Frankenberg. Nach seinen Angaben fehlen im Landkreis derzeit rund 9.560 Fach- und Arbeitskräfte über alle Branchen hinweg. Auch das Handwerk sei zunehmend von dieser Entwicklung betroffen. Für Betriebe seien insbesondere der Digi-Zuschuss Hessen, Beratungsangebote des RKW Hessen sowie der Hessenfonds interessante Unterstützungsmöglichkeiten.

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Auch die Entwicklung der Elektromobilität wurde thematisiert. Nach Einschätzung von Obermeister Fritz Faupel unterstreichen die aktuellen Neuzulassungszahlen den anhaltenden Trend zu alternativen Antrieben. „Die Elektromobilität nimmt weiter Fahrt auf. Jetzt müssen die Förderprogramme und Rahmenbedingungen die Kundinnen und Kunden auch im Alltag überzeugen, damit sich die Entwicklung nachhaltig fortsetzt“, sagte Faupel. Zugleich beobachtet die Branche einen zunehmenden Wettbewerb durch chinesische Fahrzeughersteller mit attraktiven Preisen und kurzen Lieferzeiten. Die wirtschaftliche Lage der regionalen Kfz-Betriebe schätzt Faupel weiterhin als stabil ein.

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Für Kai Bremmer, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg, bleibt die Ausbildung der wichtigste Schlüssel für die Zukunft: „Digitalisierung und Automatisierung können unsere Betriebe unterstützen. Den Fachkräftemangel werden sie kurzfristig jedoch nicht lösen. Deshalb bleibt die Ausbildung junger Menschen die wichtigste Investition in die Zukunft unseres Handwerks.“

Zahlen – Daten – Fakten

100 Mitgliedsbetriebe in der Kfz-Innung Waldeck-Frankenberg
115 Auszubildende zum Kfz-Mechatroniker
5 Auszubildende zum Fachpraktiker Kfz-Mechatronik
9.560 fehlende Fach- und Arbeitskräfte im Landkreis Waldeck-Frankenberg (branchenübergreifend)
9.478 elektrisch betriebene Fahrzeuge waren zum 31. Dezember 2024 im Landkreis zugelassen
Fördermöglichkeiten: Digi-Zuschuss Hessen, RKW-Beratung und Hessenfonds

Kontakt: Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg, Telefon: 05631 9535-100, E-Mail: info@khkb.de.

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