Korbach(pm). Auf Einladung des Betriebsrats hat der DGB-Kreisvorstand Waldeck-Frankenberg seine jüngste Sitzung im Continental-Werk Korbach abgehalten. Ebenfalls zu Gast war Michael
Rudolph, Bezirksvorsitzender des DGB Hessen-Thüringen. „Die Kolleginnen und Kollegen bei Continental in Korbach leisten hervorragende Arbeit – und sie haben ein Recht auf Planungssicherheit und Perspektiven. Wir erwarten vom Konzern klare und verlässliche Garantien für die Menschen vor Ort und für die Zukunft des Standorts. Gute Industriearbeitsplätze in der Region zu sichern, ist keine Option, sondern Pflicht“, unterstrich Michael Rudolph, Bezirksvorsitzender des DGB Hessen-Thüringen und hob die Bedeutung des Continental-Standorts Korbach für die Region hervor. Der Standortleiter, Klaus Ohlwein, begrüßte die Delegation und führte durch das High Performance Technology Center des Werks. In seiner Einführung stellte Ohlwein die besondere Rolle des Korbacher Continental-Standorts innerhalb des global agierenden Konzerns heraus. Aufgrund des breit gefächerten Produktportfolios – von Reifen für Pkw und Zweiräder
über Schläuche für die Automobilindustrie bis hin zu industriellen Anwendungen – sowie der am Standort vertretenen Gesellschaften sei Korbach der komplexeste Continental-Standort weltweit.
Im Austausch mit dem DGB-Kreisvorstand ging der Betriebsratsvorsitzende des Continental-Werks Korbach, Jörg Schönfelder, auf die geplanten Konzernaufspaltungen und den angestrebten Verkauf von ContiTech ein. Diese Pläne sorgten unter den Beschäftigten am Standort für große Unsicherheit und Unruhe. Schönfelder warnte zudem vor weiteren möglichen Strukturanpassungen mit unklaren Auswirkungen auf Korbach und die Arbeitsplätze: „Viele Beschäftigte sind seit Generationen eng mit dem Standort verbunden. Es ist ein besorgniserregender Trend zu beobachten, dass die Bedürfnisse der Menschen vor Ort zunehmend hinter kurzfristige Renditeinteressen von Aktionären zurückgedrängt werden.“ Für den DGB-Kreisvorstand erklärte der Kreisvorsitzende Jörg Becker: „Wir als DGB-Kreisvorstand Waldeck-Frankenberg stehen zu hundert Prozent solidarisch an der Seite unserer Kolleginnen und Kollegen bei Conti.“





