#Perspektivwechsel 2.0“ im LLH: Leitungsebene tauscht Schreibtische gegen Pferdestall

Dillenburg(pm). Raus aus dem Büro, rein ins Gestüt. Nach dem Auftakt im vergangenen Jahr am Landwirtschaftszentrum (LWZ) Eichhof, bei dem die Führungskräfte für einen Tag in Kuh- und Schweineställen mit anpackten, folgte nun die zweite Auflage der besonderen Aktion „#Perspektivwechsel“ – diesmal im traditionsreichen Hessischen Landgestüt Dillenburg, einem weiteren Standort des LLH.
Praktische Einblicke in den Arbeitsalltag mit Pferden
Ziel der Aktion ist es, den Mitarbeitenden vor Ort Wertschätzung zu zeigen und den Austausch zwischen Leitungsebene und Betriebspraxis zu fördern. Dazu übernahmen die LLH-Führungskräfte am Weltpferdetag die vielfältigen Aufgaben des Gestütsteams – von der Fütterung über Stalldienst und Pferdepflege bis zur Anlagen- und Hallenpflege. Diese Aufgaben wurden von den Abteilungsleitungen Bildung, Fachinformation und Zentrale Dienste sowie den Fachgebietsleitungen der Abteilung 4 (Zentrale Dienste) des LLH übernommen, die im Vorfeld durch das Fachpersonal umfassend geschult worden sind. „Gerade am Weltpferdetag ist es uns ein wichtiges Anliegen, die Arbeit unserer Kolleginnen und Kollegen sichtbar zu machen und selbst zu
erleben, was hinter der täglichen Versorgung, Ausbildung und Betreuung der Pferde steckt“, erklärte Stephanie Wetekam, Abteilungsleitung „Bildung“ und kommissarische Leitung des LLH. Sie
ergänzte: „Die körperliche Arbeit, das Wissen um das Verhalten der Tiere und die spürbare Leidenschaft für ihre Aufgabe sind besonders greifbar geworden.“


Von morgens bis abends engagiert
Der „Perspektivwechsel 2.0“ startete um 7 Uhr mit der Morgenfütterung. Im Laufe des Tages packten die Führungskräfte beim Entwurmen und Impfen der Pferde mit an, führten Transportarbeiten rund um Futter und Mist aus und reinigten Sättel, Halfter und Trensen. Im Mittelpunkt des Perspektivwechsels stand auch die unmittelbare Arbeit mit den imposanten Tieren: „Unsere Pferde sind nicht nur bemerkenswert in ihrer Erscheinung, sondern auch in ihrer Ausstrahlung und Sensibilität“, sagte Andreas Rogocz, Leiter des Hessischen Landgestüts Dillenburg. „Für viele unserer Kolleginnen und Kollegen war es ein beeindruckendes Erlebnis, den Pferden so nah zu kommen – sie zu führen, zu reiten und im direkten Kontakt ihre Energie zu spüren.“


Gründliche Einweisungen im Vorfeld
Während die Leitungsebene des LLH ebenfalls den Parcours abbaute und das Hindernismaterial instand hielt, nutzte das Team des Hessischen Landgestüts den Sommertag für einen gemeinsamen Teamtag. Nach einer sorgfältigen Übergabe freuten sich die erfahrenen Fachkräfte über einen arbeitsfreien Tag, den sie mit einer Wanderung ins Tal Tempe begannen, wo sie gemeinsam frühstückten und den Sommertag anschließend beim Grillen im nahegelegenen Hofgarten ausklingen ließen. Der Teamtag stärkt den Zusammenhalt und ist fester Bestandteil des
Konzepts: Die Führungskräfte lernen den praktischen Alltag aus erster Hand kennen, während das Fachpersonal abseits der täglichen Routine Zeit miteinander verbringt – und beide Seiten neue Perspektiven gewinnen.


Ausbildungsstätte mit Tradition und Praxisbezug Normalerweise wird – ob Reiten oder Fahren – auf dem Landgestüt an einer fundierten Ausbildung gearbeitet: Als zentrale Vorbereitungs- und
Prüfungsstätte für den Beruf „Pferdewirt“ in Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie als Anbieter von Reiten im Schulsport bietet das 2010 in den LLH eingegliederte Landgestüt viele Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Eine zentrale Rolle spielt dabei der Betrieb der 1930 gegründeten Hessischen Landes-Reit- und Fahrschule, die als FN-Fachschule und überbetriebliche Ausbildungsstätte anerkannt ist.