Grüne Landtagsabgeordnete besuchten Naturpark Diemelsee

Diemelsee(pm). Im Rahmen ihrer Sommertour besuchten die Landtagsabgeordneten von Bündnis 90/Die Grünen den Naturpark Diemelsee, um sich über aktuelle Projekte und insbesondere die Rückkehr des Bibers in der Region zu informieren. Begleitet wurden sie dabei vom Naturpark-Geschäftsführer Benedikt Wrede. Gemeinsam erkundeten sie den rund zwei Kilometer langen „Bibo’s Forscherpfad“, der Besucherinnen und Besuchern die Lebenswelt des Bibers näherbringt. Neben dem Forscherpfad standen auch das neue Umweltbildungsmobil sowie das länderübergreifende Biotopverbundprojekt im Mittelpunkt des Besuchs. Der für Familien konzipierte „Bibo’s Forscherpfad“ führt vom Parkplatz an der Kläranlage Giebringhausen über vier thematische Stationen: „Leben am Bach“, „Biberausblick“, „Vögel am Wasser“ mit Beobachtungsmöglichkeiten sowie die „Waldversuchsfläche“. Höhepunkt ist der Aussichtsturm, von dem aus sich sogar ein Stück des Diemelsees überblicken lässt.


Ein weiteres Highlight stellte das seit 2023 in Betrieb genommene Umweltbildungsmobil dar – ein „fahrendes Klassenzimmer“, das altersgerechte Programme zu den Themen Wald, Wasser, Boden und Klima anbietet. „Mit diesem mobilen Angebot erreicht der Naturpark Kinder und Jugendliche direkt dort, wo sie sind – ob im Kindergarten, in der Schule oder bei Projekttagen in der Natur. So wird Umweltbildung für alle zugänglich“, erklärten die Abgeordneten Daniel May und Jürgen Frömmrich. Dank moderner digitaler Ausstattung können Kinder und Jugendliche erforschen, wie sich der Klimawandel auf lokale Ökosysteme auswirkt. Das Projekt verdeutlicht, dass Klimawandel auch vor Ort spürbare Folgen hat und Klimaschutz sowie Anpassungsmaßnahmen regional anzugehen sind. „Wir sind sehr beeindruckt, wie der Naturpark mit diesen Projekten ein hochwertiges Bildungsangebot geschaffen hat und damit zugleich zu den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen beiträgt“, so die beiden Abgeordneten.


Naturpark-Geschäftsführer Benedikt Wrede informierte außerdem über den Stand des Biotopverbundprojekts, das sowohl hessische als auch nordrhein-westfälische Teile des Naturparks einbezieht. „Dieses Projekt zeigt beispielhaft, dass Naturschutz keine Landesgrenzen kennt. Die Vernetzung von Lebensräumen ist entscheidend für den Erhalt der Biodiversität“, betonte Wrede. Das auf vier Jahre angelegte Projekt konzentriert sich insbesondere auf die Verbindung von Lebensräumen in Talsystemen wie Gewässern, Grünland, Quellen und Mooren.
Zum Abschluss des Besuchs betonten Daniel May und Jürgen Frömmrich: „Die Arbeit des Naturparks Diemelsee ist ein hervorragendes Beispiel dafür, wie ökologische Verantwortung, Bildung und regionale Entwicklung miteinander verbunden werden können.“