Frankenberg(pm). Wohnungsbau und Wohnungsmarkt sind derzeit die drängendsten Themen unserer Zeit, auch in den ländlichen Regionen Hessens. Aus diesem Grund besuchte der heimische Landtagsabgeordnete Jürgen Frömmrich (Bündnis 90/Die Grünen) die Baugenossenschaft Frankenberg eG und tauschte sich mit Geschäftsführer Hans Peter Huft über aktuelle Herausforderungen und Entwicklungen aus. Die 1946 gegründete Baugenossenschaft Frankenberg eG verfügt heute über 90 Häuser mit insgesamt 487 Wohnungen. Die Gesamtnutzfläche beträgt rund 28.920 Quadratmeter. Zum Bestand gehören auch Objekte in Gemünden, Allendorf, Battenberg und Löhlbach. Im Mittelpunkt der Arbeit der Baugenossenschaft steht derzeit die energetische Sanierung und Modernisierung des Bestandes. Der Bau neuer Wohnungen ist aktuelle nicht geplant. Vielmehr liegt der Fokus darauf, die vorhandenen Gebäude zukunftsfähig zu gestalten – mit Blick auf Energieeffizienz, Wohnqualität und den Erhalt bezahlbarer Mieten. Dabei bewegt sich die Baugenossenschaft im Spannungsfeld zwischen steigenden Bau- und Energiekosten und dem Anspruch, die Mieten für die Bewohnerinnen und Bewohner stabil zu halten. „Wir arbeiten intensiv daran, gute Lösungen für dieses Spannungsfeld zu finden“, betont Geschäftsführer Hans Peter Huft. „Unser Ziel ist es, den Bestand energetisch zu verbessern, ohne dabei die Verantwortung für unsere Mieter aus dem Blick zu verlieren.“
Ein Beispiel dafür ist das Projekt im Dielsgrund in Frankenberg. Dort investierte die Baugenossenschaft in den letzten zwei Jahren rund 1,5 Millionen Euro in die energetische Sanierung und Modernisierung von drei Mehrfamilienhäusern. Dafür wurden u.a. neue Balkone, ein modernes Dächer, sowie eine Solarthermieanlage zur Warmwassererzeugung eingebaut. In den Häusern Dielsgrund 4 + 6 kommen erstmals in der 79-jährigen Geschichte der Genossenschaft eine Luft-Wasser-Wärmepumpen mit PV-Anlagen zum Einsatz. „Ich danke der Baugenossenschaft Frankenberg für den offenen Einblick in ihre Arbeit“, so Landtagsabgeordneter Jürgen Frömmrich. „Sie übernimmt eine zentrale Rolle für den Mietwohnungsmarkt in Frankenberg. Gerade bei der energetischen Sanierung stehen Genossenschaften vor großen Herausforderungen. Es ist Aufgabe der Politik, sie dabei mit einfachen, unbürokratischen Förderprogrammen zu unterstützen. Die bisherigen Projekte zeigen eindrucksvoll, wie verantwortungsvoll und vorausschauend die Baugenossenschaft diese Aufgabe angeht.“

Ein weiteres Gesprächsthema des Austauschs war der Mangel an barrierefreien Wohnungen in Frankenberg. Beide Seiten waren sich einig: Gerade mit Blick auf den demografischen Wandel wird altersgerechter Wohnraum immer wichtiger. Da sich viele Bestandswohnungen baulich nicht anpassen lassen, braucht es neue Konzepte und Kooperationen, um seniorengerechtes Wohnen in Frankenberg zu ermöglichen. „Wohnen ist mehr als ein Dach über dem Kopf – es ist ein Stück Lebensqualität und Sicherheit. Dafür setzen sich Genossenschaften wie die in Frankenberg tagtäglich ein. Das verdient unsere Unterstützung“, so Frömmrich abschließend.

