Burgwald/Bottendorf(pm). Bei einem Besuch in den neuen Räumlichkeiten der Gemeinschaftspraxis Dr. Uffelmann und Stenner in Bottendorf, die auch gleichzeitig Lehrarztpraxis ist, hat sich Dr. Daniela Sommer, die Vizepräsidentin des Hessischen Landtages und gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion mit Dr. Frank Uffelmann ausgetauscht. Er äußerte sich klar und engagiert zu den Herausforderungen, denen die medizinische Versorgung vor Ort gegenübersteht: „Die Honorare, die Hausärzte in Hessen erhalten, sind einfach zu gering, um die tatsächlichen Kosten und den Aufwand zu decken“, erklärte Dr. Uffelmann. Er betonte, dass eine angemessene Vergütung essenziell sei, um die Qualität der medizinischen Versorgung langfristig zu sichern. Weiterhin sprach er sich für die Einführung von Versorgungspauschalen aus: „Ich wünsche mir, dass Fixkosten wie Personal, Miete und Geräte durch spezielle Versorgungspauschalen abgedeckt werden. Das würde den Praxen mehr Planungssicherheit geben und die finanzielle Belastung verringern.“ Dr. Sommer nimmt den Vorschlag gerne mit in die weitere Beratung, denn der hessischen Landesregierung und ihrer Koalition ist es wichtig, die Attraktivität des Hausarztberufs zu steigern und die medizinische Versorgung in ländlichen und urbanen Gebieten gleichermaßen zu sichern.
Sommer freute sich über die Ausführungen von Dr. Uffelmann zur Teamarbeit in seiner Praxis. Er betonte diesbezüglich, dass durch eine gute Teamarbeit mehr Patienten pro Arzt behandelt werden können. Er verwies auf das Projekt „Häppi“ aus Baden-Württemberg: „Dort zeigt man, wie effektiv eine gute Teamarbeit ist,“ so Dr. Uffelmann. „Ich freue mich, dass Herr Uffelmann mit seinem Team im ländlichen Raum dafür sorgt, dass Praxen und ärztliche Expertise weiterhin zur Verfügung stehen,“ sagte Sommer. Sie lobte zudem, dass in der Praxis Programme wie VeraH und NäpaH genutzt werden, um die Versorgung weiter zu verbessern und auszubauen. „Das ist ein Mehrwert für alle Beteiligten!“, so Dr. Sommer. Auch sei es essentiell, mehr Weiterbildungsassistenten in den Praxen zu ermöglichen. „Das ist nicht nur für die jungen Ärzte wichtig, sondern auch für die Zukunft der hausärztlichen Versorgung in Hessen,“ so Uffelmann und Sommer unisono. Die Rahmenbedingungen für die Weiterbildung müssen verbessert und mehr Anreize für junge Medizinerinnen und Mediziner geschaffen werden, damit sie sich für den Hausarztberuf zu entscheiden: „Nur wenn wir die Rahmenbedingungen verbessern, können wir eine flächendeckende und qualitativ hochwertige medizinische Versorgung in Hessen gewährleisten. Das ist im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger.“ Darüber hinaus tauschten sich die Gesprächspartner über mehr Investitionen in die Bildung aus, Dr. Uffelmann wünscht sich mehr Prävention und Gesundheitsförderung in der Schule. Dr. Sommer begrüßt seinen Vorschlag und sagt: „Prävention ist der Schlüssel, um Krankheiten zu vermeiden. Durch gezielte Aufklärung und Förderung eines gesunden Lebensstils können wir viele Erkrankungen verhindern. Deshalb ist es wichtig, in die Bildung und Präventionsprogramme zu investieren.“
Die Landtagsabgeordnete betonte, dass sie die Anliegen der Hausärzte ernst nehme und sich für entsprechende politische Maßnahmen einsetzen werde.

