Impfangebot in den Gesundheitsämtern wird bürgerfreundlich erweitert

Wiesbaden(pm). „Ab dem 1. Mai, kann das Impfangebot in den Gesundheitsämtern bürgerfreundlich erweitert werden. Das ist ein gutes Signal, um Menschen überall zu erreichen und gute Beratung und Gesundheitsinformationen zukommen zu lassen – egal, ob sie in der Stadt oder auf dem Land leben,“ informiert die Gesundheitsexpertin Dr. Daniela Sommer(SPD). Das Land sorge gemeinsam mit den Gesundheitsakteuren dafür, dass neben niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten als wertvolle Hauptanlaufstelle für Impfungen, nun auch die Gesundheitsämter als weitere Anlaufstelle für Information, Überprüfung und Vervollständigung des Impfschutzes ansprechbar seien. Mitarbeitende der Gesundheitsämter klären über die Bedeutung eines vollständigen Impfschutzes auf, informieren und beraten Personen zum individuellen Impfschutz auf Grundlage der aktuellen Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO). Sommer betont, dass Impfungen nachweislich vor der Krankheit schützen, Nebenwirkungen seien selten und gut beherrschbar. Das Ziel sei, die so genannte ‚Herdenimmunität‘ sicherzustellen, also dafür zu sorgen, dass so viele Menschen durch Impfung immun sind, dass ein Ausbruch der Krankheit nicht mehr möglich sei.

Die Gesundheitsexpertin Dr. Sommer sagt: „Diese Herdenimmunität schützt Menschen, die aus gutem Grund nicht geimpft werden können – zum Beispiel Säuglinge, sehr alte Menschen oder Menschen mit einem geschädigten Immunsystem – vor einer Ansteckung. Allerdings braucht es oftmals – wie beispielsweise bei Masern – eine Impfquote von 95 Prozent, und diese Quote ist derzeit nicht erreicht. Deshalb ist die Erweiterung von Impfangeboten in Gesundheitsämtern ein positives Element zur Schließung von Impflücken und ermöglicht einen noch besseren Zugang für Bürgerinnen und Bürger.“ Sommer abschließend: „Ein beeindruckendes Beispiel für die Wirksamkeit von Impfungen sind übrigens die Pocken, eine der für den Menschen gefährlichsten Infektionskrankheiten überhaupt: Auf Veranlassung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) verpflichteten sich im Jahr 1967 alle Staaten zu einer Pockenimpfung ihrer Bevölkerung. Zehn Jahre später, 1977, wurde in Somalia der letzte Fall einer Pockeninfektion registriert, seit 1980 gilt die Krankheit als vollständig ausgerottet und die Erde als pockenfrei, so dass eine Impfung nicht mehr erforderlich ist.“