Künzell(pm). Beim Bezirksparteitag in Künzell trat der heimische FDP-Kreisvorsitzende Jochen Rube auf Platz 1 der Kandidatenreihung zur Bundestagswahl für den kommenden Landesparteitag (23.11. in Wetzlar) an und erhielt dafür das Votum der Delegierten aus dem FDP-Bezirk Nord-Osthessen (Waldeck-Frankenberg, Kassel-Land, Kassel-Stadt, Schwalm-Eder, Werra-Meißner, Hersfeld-Rotenburg, Fulda). „Deutschland braucht eine Wirtschaftswende“, kommentiert Rube, „Christian Lindners Vorschläge dafür liegen auf dem Tisch, weil der amtierende Wirtschaftsminister Habeck nicht liefert. Der Ruck muss jetzt kommen“. Der Korbacher, der bereits bei den vergangenen beiden Bundestagswahlen im Wahlkreis Waldeck antrat, setzt außerdem auf das Thema Bildung. Der erste Digitalisierungsschub komme an den Schulen an, auch das Startchancenprogramm sei eine gute Initiative der Bildungsministerin, aber das könne erst der Anfang sein: „KI-Nutzung für den Unterricht, Straffung der beruflichen Bildung und vereinfachter Einstieg in den Arbeitsmarkt, Betonung des Leistungsprinzips – das sind alles Schlagworte, bei denen wir in Zukunft besser werden müssen. Bildung und Wirtschaft sind unser Rückgrat, das in einer globalen Krise gestärkt werden muss.“ In Zeiten „immer verrückterer autoritärer Vorstellungen am linken und rechten Rand“, sehe er seine Partei da, wo sie politisch hingehöre – in der Mitte.
Auch wenn es vorübergehend nicht gut in Umfragen stehe, wolle er mit vollem Einsatz für seine Ideen kämpfen. Auch beim lange dominierenden Thema Migrationspolitik sei es – auch
auf Druck der FDP innerhalb der Bundesregierung – bereits zu Verbesserungen gekommen: „Nicht durch Ideologie, sondern durch vernünftige Maßnahmen sind die Zahlen derzeit rückläufig. Humanität und Ordnung sind keine Gegensätze!“, betont Rube seine Vorstellung und zitiert den ehemaligen Bundespräsidenten Gauck, „Unser Herz ist weit, doch unsere Möglichkeiten sind endlich.“





