Korbach(pm). Zu ihrem Jahresgespräch mit der Kreishandwerkerschaft trafen sich die CDU-Politiker, Kultusminister Armin Schwarz und die beiden Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg und Jan-Wilhelm Pohlmann mit dem Vorstand und Geschäftsführung der Kreishandwerkerschaft Waldeck-Frankenberg. Kreishandwerksmeister Ulrich Mütze freute sich, dass mit dem heimischen Kultusminister, ein Kenner der beruflichen Ausbildung auch die Interessen des Handwerks in Wiesbaden vertritt. Schwerpunkt der Gespräche war so auch der Übergang von Schule in den Beruf. Geschäftsführer Kai Bremmer stellte die umfangreichen Projekte der Kreishandwerkerschaft vor, die bereits mit der Probierwerkstatt in 27 Schulen des Landkreises umgesetzt werden, um Jugendlichen das breite Spektrum der Handwerksberufe vorzustellen. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Schulen, dem Jobcenter und den Betrieben ist die Basis dafür Jugendliche in Ausbildung zu bringen.
Kai Bremmer berichtete, dass die Kreishandwerkerschaft jetzt auch in den sozialen Medien aktiv werde, um in jugendgerechter Form, über Videos oder Interviews mit Auszubildenden, die Attraktivität, Chancen und Möglichkeiten der Handwerksberufe an Jugendliche heranzutragen. Besonderes Interesse fand das Projekt der Kreishandwerkerschaft, Sprachförderung und Werkstattarbeit zu kombinieren. Neben der praktischen Orientierung in den Werkstätten findet auf das jeweilige Berufsfeld abgestimmter Sprachunterricht und eine psychologische Begleitung, die hilft Arbeitshemmnisse zu identifizieren und abzubauen, statt.
Großer Wunsch an die Politiker ist die Deutschförderung auch in der ersten Berufsausbildungsphase zu intensivieren, denn das Handwerk sei sehr bemüht darin, auch Flüchtlinge und Jugendliche mit Behinderung in die berufliche Ausbildung zu integrieren. So biete man in immer mehr Ausbildungsfeldern den „Fachpraktiker“ an, der gerade für diese Jugendliche eine große Chance für den Berufseinstieg darstellt. Die heimischen CDU-Politiker begrüßen die Initiativen und sichern zu, dass sie auch weiterhin die Berufsorientierung in der Schule durch verpflichtende Fachpraktika und Projekte wie Real-Digital unterstützen wollen.

