Kommunen Nordwaldecks werden OloV-Kommunen

OloV-Regionalkoordinator Gerhard Brühl (3.v.l.) mit den Bürgermeistern Elmar Schröder (Diemelstadt, ganz links), Stefan Dittmann (Twistetal, 2.v.l.); Jürgen van der Horst (Bad Arolsen, 4.v.l.) und Hartmut Linnekugel (Volkmarsen, ganz rechts) Bild: www.wlz-fz.de/Schulten Freigabe Kreishandwerkerschaft/nh

Korbach(nh/od).Schulen, Wirtschaft, Politik und Verwaltung sind im Landkreis Waldeck-Frankenberg gemeinsam in der hessenweiten Strategie OloV (Optimierung der lokalen Vermittlungstätigkeit) zur Erarbeitung und Umsetzung von Qualitätsstandards im Übergang Schule-Beruf tätig. Daran werden sich neben Frankenberg nun auch die Kommunen Twistetal, Bad Arolsen, Volkmarsen und Diemelstadt beteiligen.

 Das Waldeck-Frankenberger OloV-Netzwerk, mit Partnern aus den Bereichen Berufsorientierung, Aus- und Weiterbildung sowie Vermittlung, hat schon viel erreicht: Durch OloV wurde beispielsweise der Einsatz des Berufswahlpasses in allen Haupt-, Real- und Förderschulen kreisweit verpflichtend festgelegt. Auch konnte der Schriftverkehr für die Organisation und Abwicklung von Berufspraktika standardisiert und zum Einsatz gebracht werden. Zudem wurde das Thema der Ausbildungsreife zwischen Wunsch und Wirklichkeit in einem vielbeachteten Fachforum diskutiert. Darüber hinaus fanden weitere Veranstaltungen wie zum Beispiel Eltern-Workshops zum gesamten Themenkomplex Berufsorientierung statt. Von der Einbindung der Kommunen Nordwaldecks erhofft man sich nun eine stärkere Verankerung des Projekts in den Kommunen vor Ort, erklärt der Regionalkoordinator des bei der Kreishandwerkerschaft angesiedelten Projekts, Gerhard Brühl: „Niedrigschwellige Angebote zur Berufsorientierung müssen dort geschaffen werden, wo die Zielgruppe der verschiedenen Maßnahmen leichter zu erreichen ist. Daher wollen wir OloV praktisch erlebbarer machen und als Netzwerk auf der lokalen Ebene, nicht nur an der Spitze des Landkreises und der betreffenden kreisweiten Organisationen und Institutionen, verankern.“ So entstand laut Gerhard Brühl die Idee zum Konzept „OloV-Kommune“, denn zur Erreichung des Ziels soll Dezentralität geschaffen werden. Nordwaldeck mit Sitz vieler bedeutender Bildungseinrichtungen sei dabei bestens als OloV-Kommune geeignet: „Das OloV-Netzwerk erhofft sich durch die Einbindung der Kommunen Aktivitäten zur Optimierung des Übergangs Schule-Beruf flächendeckend im Landkreis“. Das sehen auch die beteiligten Bürgermeister so: „Nordwaldeck braucht Strategien gegen den Fachkräftemangel. Maßnahmen zur Berufsorientierung und die gemeinsame Erarbeitung verbindlicher Qualitätsstandards sind wichtige Instrumente dafür. Wir sind uns sicher, dass wir als Kommunen dem OloV-Netzwerk viele wichtige Impulse geben und einige Türen öffnen können.“ Alle Beteiligten sind sich einig, dass wirksame Maßnahmen zur Bewältigung des Fachkräftemangels nur mit Einbindung der lokalen Ebene geschaffen werden können: „In einem Flächenkreis wie Waldeck-Frankenberg sind dezentrale Maßnahmen wichtig. Dadurch können OloV-Qualitätsstandards passgenau auf die Gegebenheiten vor Ort maßgeschneidert werden.“ Die Überreichung der OloV- Netzwerk- Schilder fand im Rahmen der ersten Ausbildungsbörse „Nachwuchs für Nordwaldeck“ am 16.06.2015 in Bad Arolsen statt.

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