Junge Liberale: Geburtstag der Sperrstunde kein Feiertag

Waldeck-Frankenberg(nh). Zum dreijährigen Bestehen Sperrstundenregelung in Korbach fragen sich die Jungen Liberalen Waldeck-Frankenberg ob es in Korbach und Frankenberg weiterhin noch zeitgemäß ist, den friedlichen Kneipengänger und den verantwortungsbewussten Wirt im Kollektiv für die Missetaten Anderer haften zu lassen.

 „Das dreijährige Kneipenverbot ab drei Uhr hat der Kreisstadt vor allem eines gebracht: einen weiteren Rückgang des ohnehin schon dürftigen Nachtlebens in Korbach. Junge Menschen, die wir ja eigentlich bei uns halten wollen, fahren nun kilometerweit ins Umland oder nach Kassel um zu feiern und sind von der Kommunalpolitik enttäuscht. Die Belange junger Menschen werden mal wieder vernachlässigt – das wollen wir nicht hinnehmen. Auch Nachtleben ist Teil der Kultur. Es besteht keine Notwendigkeit die Sperrstundenregelung weiter aufrecht zu erhalten. Ein sofortiges Aussetzen der Sperrstunde wäre ein angemessenes Signal an die Jugend in Korbach.“ so Jochen Rube, Ortsvorsitzender der Jungen Liberalen Korbach. Auch die Frankenberger JuLi-Ortsvorsitzende Stephanie Horn klagt: „Die Sperrstunde in Frankenberg wurde trotz großer Proteste der Jugend kompromisslos eingeführt. Die Möglichkeiten der Jugend im ländlichen Raum wurden weiter beschnitten. Bürgermeister Heß muss sich eindeutig zur weiteren Rechtfertigung dieser Regelung äußern!“ JuLi-Kreisvorsitzender Daniel Hankel beklagt, dass durch die Einschränkung der Freiheit umsichtiger Kneipengänger das verantwortungslose Verhalten erneut über das verantwortungsvolle gesiegt hat. „Die Sperrstundenregelungen im Landkreis müssen stetig auf ihre Sinnhaftigkeit hin überprüft werden“, so Hankel.

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